Unsere 7-tägige Tour führt uns in den größten Ballungsraum Deutschlands – und damit in ein Gebiet, das ebenso anspruchsvoll wie spannend ist. Dafür werden wir mit einer faszinierenden Kulturlandschaft belohnt und mit unzähligen Motiven, die jedes Fotografenherz höherschlagen lassen.
Wir starten im Westen:
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Die einzelnen Etappen der Reise:
alternativ:

Das Motto der heutigen Etappe heißt „Wald“. Wir fahren durch die Niederschlesische Heide (Bory Dolnośląskie), mit einer Fläche von rund 1.700 einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas. Diese Region Polens besteht aus ausgedehnten Kiefer- und Laubwäldern, dichten Heideflächen, Mooren und zahlreichen Teichen, geprägt von sandigen Endmoränenlandschaften. Das dünnbesiedelte Gebiet bietet wichtigen Lebensraum für seltene Arten wie Wolf, Schwarzstorch, Seeadler und Ziegenmelker; besonders die ehemaligen Truppenübungsplätze stellen für viele dieser Arten einen geschützten Lebensraum dar.
Auf unserer Fahrt über die holprigen Wege aus alter Zeit bekommen wir zwar nur die entsprechenden Warnschilder zu Gesicht, doch die Vorstellung, dass hier tatsächlich Wölfe leben, sorgt bei uns trotzdem für ein leicht mulmiges Gefühl.
Weiter geht es für uns durch den Geopark „Muskauer Faltenbogen“, ein eiszeitliches Stauchendmoränengebiet, das sich bogenförmig über deutsches und polnisches Gebiet erstreckt und vor rund 340.000 Jahren während der Elster-Kaltzeit entstand. Durch den enormen Druck des vorrückenden Gletschers wurde der Untergrund regelrecht aufgefaltet, sodass hier heute geologische Schichten sichtbar werden, die andernorts tief im Boden verborgen liegen. Dadurch treten Braunkohle, Ton, Sand und sogar eisenhaltige Sande an die Oberfläche, die viele der Seen und Gewässer im Gebiet charakteristisch färben.
Zwischen den aufgewölbten Moränenzügen liegen zahlreiche, oft künstlich entstandene Seen, die durch den früheren Braunkohletagebau und die mineralischen Ablagerungen ihre markanten Farben erhalten – von türkis bis rostrot. Der Muskauer Faltenbogen ist heute UNESCO Global Geopark und gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele für glaziale Deformationslandschaften in Europa.
Durch das gesamte Gebiet ziehen sich gut ausgebaute Fahrrad- und Wanderwege, die immer wieder zu attraktiven Rastplätzen, Aussichtspunkten und geologischen Informationsstationen führen. So lässt sich die besondere Landschaftsform nicht nur erleben, sondern auch verstehen.
Unser Wohnmobil-Stellplatz:
Unsere Reise neigt sich dem Ende zu und so führt uns unser Weg auf der verbleibenden Strecke nun entlang der deutsch-polnischen Grenze. Leider sind Stell- und Campingplätze auf der polnischen Seite der Grenze hier rar gesät. Nachdem wir auf dem Parkplatz eines Supermarkts etwa 30 km vor der Grenze von zwei zwielichtigen Gestalten etwas eigenartig „angemacht“ werden, fühlen wir uns zudem das erste Mal auf dieser Reise durch Polen etwas unsicher. Aufgrund unseres unguten Gefühls wollen wir in dieser Region nicht frei stehen und so übernachten wir in den nächsten Tagen auf grenznahen Stellplätzen in Deutschland.
Trotzdem, unser nächstes Ziel, der Nationalpark Warthemündung, ist auf jeden Fall einen Stopp wert. Etwa 80 Kilometer östlich von Berlin, an der Mündung der Warthe in die Oder,
liegt hier eines der bedeutendsten Flussauen‑Gebiete Mitteleuropas und ein echtes Paradies für Vögel. Bis heute wurden über 250 Vogelarten nachgewiesen, davon rund 170
Brutvogelarten. Die Warthe teilt den Nationalpark in zwei deutlich unterschiedliche Bereiche: ein südliches, natürliches Überschwemmungsgebiet mit Wasserständen, die je nach Jahreszeit um bis zu
vier Meter schwanken, und ein nördliches, eingedeichtes Gebiet mit kontrollierter Wasserführung. Am Rand des Parks stehen mehrere Beobachtungstürme, von denen aus man die weiten Auenlandschaften
gut überblicken kann.
Wer möchte, kann unweit des Parks direkt an der heutigen Grenzlinie die Überreste der Festung Küstrin aus dem 16. Jahrhundert besichtigen. Die Anlage wurde bis zum Ende des
Ersten Weltkriegs militärisch genutzt, im Zweiten Weltkrieg erneut kurzfristig einbezogen und anschließend weitgehend zerstört. Teile der Festung werden heute restauriert, während andere Bereiche
verfallen und inzwischen ein bedeutendes Quartier für verschiedene Fledermausarten darstellen.
Aufgrund der großen Hitze beschränken wir uns auf ein reduziertes Programm, freuen uns aber dennoch, in geringer Distanz Kraniche und Störche vor die Linse zu bekommen.
Unser Wohnmobil-Stellplatz:
Ein weiteres und leider auch letztes Highlight unserer Reise ist das Untere Odertal. Der Landschaftsschutzpark Zehden und der polnische Nationalpark „Unteres Odertal“ bilden
zusammen mit dem deutschen Nationalpark den grenzüberschreitenden Internationalpark Unteres Odertal, das einzige Auennationalpark‑System Deutschlands. Da der polnische Teil des
Nationalparks für Besucher nur sehr eingeschränkt zugänglich ist, konzentrieren wir uns auf den Landschaftspark. Wir erkunden das Gebiet entlang der Oder und durch die angrenzenden Auwälder, die
zu den artenreichsten Flussauen Mitteleuropas zählen.
Manchmal weiß hier selbst unser Navigationssystem nicht mehr weiter, und so folgen wir schließlich nur noch Himmelsrichtung und Gefühl. Wir fahren über alte Forstwege und
Off‑Road‑Pisten, in der Hoffnung, dass sie uns irgendwann wieder auf eine befahrbare Strecke führen. Diese kleinen Umwege bringen uns zu abgelegenen, fast vergessenen Orten, an denen die
Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch, dass die Region für Wanderer und Radfahrer gut erschlossen ist: markierte Wege ziehen sich durch die
Auenlandschaft. Mit dem Wohnmobile kann man hier aber an seine Grenzen stoßen.
Unser Wohnmobil-Stellplatz:
Der Nationalpark Unteres Odertal liegt im Nordosten Brandenburgs im Landkreis Uckermark und bildet ein Teilgebiet des grenzüberschreitenden Internationalparks Unteres Odertal. Hier befindet sich im eingedeichten Flussgebiet der Oder die einzige weitgehend intakte Polderlandschaft Deutschlands. Das einzigartiges System aus Deichen, Schleusen und Überflutungsflächen wird seit dem 18. Jahrhundert zur Hochwasserregulierung genutzt.
Die großflächige Flussauenlandschaft bietet Lebensraum für eine außergewöhnlich vielfältige Flora und Fauna. Im Winter und Frühjahr werden die Polderwiesen gezielt geflutet,
wodurch stromabwärts gelegene Orte, darunter auch Stettin, wirksam vor Hochwasser geschützt werden. Gleichzeitig entstehen wertvolle Rast- und Nahrungsflächen für Zugvögel. Das Gebiet zählt zu
den wichtigsten Brut- und Rastregionen für Arten wie Seeadler, Kranich, Schwarzstorch und zahlreiche Limikolen.
Wir starten im Besucherzentrum des Parks in Criewen (Schloss Criewen, 53.01126, 14.2211, Eintritt frei), wo wir Informationsmaterial erhalten und eine kleine Ausstellung einen
ersten Überblick über die Landschaft, die Poldertechnik und die Artenvielfalt vermittelt. Trotz der während unseres Besuchs im Juni herrschenden Hitze erkunden wir den Park per Fahrrad und zu
Fuß; das Kartenmaterial aus dem Besucherzentrum erweist sich dabei als äußerst hilfreich.
Als Ausgangspunkt für Touren eignet sich besonders der Parkplatz in Grabow, von dem aus eine ausgeschilderte Beobachtungshütte in wenigen Minuten erreichbar ist.
Von hier führen mehrere Pfade direkt ins Herz der Feuchtgebiete. Nach einer ersten Erkundung am Abend brechen wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang erneut auf und werden mit fast mystisch
anmutenden Bildern belohnt: Nebelschwaden über den Polderwiesen, das Rufen der Kraniche und die ersten Sonnenstrahlen über der Oder. Neben dem Seeadler beobachten wir unter anderem Kraniche,
zahlreiche Singvögel – darunter den Neuntöter – sowie verschiedene Libellenarten, die in den Feuchtwiesen ideale Bedingungen finden.
Wohnmobil-Stellplätze:
Der Nationalpark Unteres Odertal ist auch bekannt für die vielen Singschwäne im Winter. Der Nationalpark Verwaltung lädt jeden Januar / Februar zu den Singschwantagen ein. Gäste werden an dem Wochenende mit einem vielfältigen Programm Wissenswertes über die singenden Schwäne erfahren und sie in der winterlichen Auenniederung beobachten können.
Mehr dazu : hier
Polen zeigte sich uns als vielseitiges und sicheres Reiseland. In 9 Nationalparks erlebten wir Natur pur. Aber auch die Kultur wurde nicht vergessen, denn nicht nur in Städten wie Danzig sonder auch längs des Weges trifft man immer wieder auf Zeugnisse der reichen und leider oft kriegerischen Geschichte des Landes. Wir waren begeistert von der Hilfsbereitschaft der Menschen; von einer Abneigung gegen uns als Deutsche war nichts zu spüren. Gerade in abgelegenen Gegenden im Norden und Osten des Landes fühlten wir uns besonders willkommen.
Die einzelnen Etappen der Reise:
alternativ:
N23/10.190
1.1.25: 431 / 1.1.12: 1360
keine ZM-M2
1.1.26: