Unsere 7-tägige Tour führt uns in den größten Ballungsraum Deutschlands – und damit in ein Gebiet, das ebenso anspruchsvoll wie spannend ist. Dafür werden wir mit einer faszinierenden Kulturlandschaft belohnt und mit unzähligen Motiven, die jedes Fotografenherz höherschlagen lassen.
Wir starten im Westen:
Klicke einen Punkt auf der Karte oder scrolle nach unten:
Die meisten dieser Touren findest Du in unserem Reiseführer:
NEU!
Bekomme unsere News, Tipps und Updates direkt auf´s Handy - werde einer unserer ersten Abonnenten:
Wenn Euch unsere Seite gefallen oder auch nicht gefallen hat, wir freuen uns über jeden Eintrag in unserem Gästebuch.
Bleibe auf dem neuesten Stand (neue Reiseziele, Neuigkeiten ... ) und melde Dich bei unserem Newsletter an:
Wir freuen uns auf jedes Feedback und antworten, wenn etwas gefragt wird.
Hier ein paar Ideen für längere Touren:
und hier ein paar Ideen für kurze Tripps:
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht viele praktische Helfer. Unsere seit Jahren erprobtes Zubehör machen den Reisealltag deutlich leichter. Wähle unter diesen Themen:
Nachdem wir in Teil 1 unserer 5-tägigen Tour mit dem Wohnmobil den Dümmer, das Rhedener
Geestmoor und Ströhen, Ausgangspunkt vieler Aktivitäten und einem tollen Stellplatz, kennengelernt haben, geht es von Ströhen mit ungewöhnlichen Fortbewegungsmitteln weiter:
Die Moorbahn verbindet den Ströher Lokschuppen aber nicht nur mit dem Neustädter Moor, sondern auch mit dem Erlebniszentrum „Moorwelten“ bei Wagenfeld. Hier gibt eine multimediale Ausstellung einen Einblick in den Natur- und Lebensraum Moor und zeigt, warum Moorschutz gleich Klimaschutz ist. Im Außenbereich gibt es einen Barfußbad und einen attraktiven Spielplatz für die kleinen Gäste. Das Zentrum ist nur während der Saison von April bis Oktober und auch dann nur eingeschränkt geöffnet.
Da wir allerdings außerhalb der Saison hier sind, fahren wir die beiden Moorbahn-Stationen mit dem Wohnmobil an.
Parkplatz Moorwelten:
Das Neustädter Moor ist ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen und liegt nordöstlich von Wagenfeld und südlich von Freistadt. Auch hier wurde Torf im Handstich aber auch industriell abgebaut. Mittlerweile wurden die so veränderten Gebiete aber renaturiert.
Hier ist der 2. Stopp der Moorbahn. Da wir aber mit dem Wohnmobil unterwegs sind, halten wir auf diesem Parkplatz:
Von der Plattform des kleinen Beobachtungsturms hat man einen guten Überblick über die Moorlandschaft.
Vom kleinen Picknickplatz am Fuß des Turms startet ein etwa zwei Kilometer langer Naturrundweg. Der Weg schlängelt sich gut beschildert durch das Moorgebiet. Teilweise führen Stege über den feuchten Boden. Auch eine kleine "Wackelbrücke" aus Schwimmpontons muss überwunden werden. Vor allem für Hunde kann diese eine echte Herausforderung darstellen.
Man sollte sich für den Rundgang Zeit nehmen, denn für manch Sehenswertes muss man genauer hinsehen. An mehreren Stationen gibt es Information zum Lebensraum Moor.

So weist beispielsweise eine Tafel auf ein Vorkommen von Sonnentau, einer fleischfressenden Pflanze, hin. Diese ist aber so winzig, dass man ihn eigentlich nur entdeckt, wenn man tief in die Knie geht. Zum Fotografieren muss man sich vielleicht sogar auf dem hölzernen Weg legen.
Erwähnenswert sind darüber hinaus die verschiedenen hier heimischen Heidearten, darunter die Rosmarinheide, die auch Sumpfrosmarin genannt wird.
Nahe des kleinen Turms liegt der Schäferhof Teerling, der heute vom BUND betrieben wird und in dem eine Ausstellung einen Einblick in die Moorschäferei gewährt. Hier werden auch Exkursionen angeboten.

Unser nächstes Ziel ist der größere der beiden Beobachtungstürme, nur ein paar Kilometer weiter. Wir parken auf einem kleinen Parkplatz an einem Gehöft am Südrand des Naturschutzgebietes und gehen zu Fuß zum Turm.
Zurück in Ströhen gibt es noch die Möglichkeit, den Tierpark zu besuchen. Der etwas außerhalb des Orts liegende Park ist ein privates Unternehmen, das in der dritten Generation betrieben wird. Der Tierbestand umfasst über 800 teils exotische Tiere, angesiedelt auf einem 30 Hektar großen Areal. Hier und auf dem zum Park gehörenden Arabergestüt kann man nicht nur Tiere sehen, sondern es werden auch diverse Aktivitäten für jung und alt, darunter Kanufahrten auf der Aue angeboten.
Der Tierpark betreibt darüber hinaus einen kostenpflichtigen Wohnmobilstellplatz mit Blick auf die Gehege neben dem Parkplatz:

Wer heute noch ein wenig weiterfahren möchte, kann auch in Wagenfeld am Hallen-Freibad der Gemeinde auf dem dortigen Wohnmobilstellplatz übernachten:
Unsere Tour führt uns nun in nördlicher Richtung nach Goldenstedt. In der Gemeinde im Süden des Naturparks Wildeshauser Geest kommen nicht nur Naturliebhaber, sondern auch geschichtlich Interessierte voll auf ihre Kosten. Mit dem historischen Industriedenkmal Bredemeyers Hof sowie der größten Doppel-Ringwallanlage Nordwestdeutschlands, der Arkeburg und dem Sachsenhaus, lädt Goldenstedt zu einer spannenden Zeitreise ein.
Zuerst legen wir aber an der Huntebrücke von Goldenstedt einen kurzen Stopp ein. Hier an dem 189 Kilometer lagen Nebenfluss der Weser überspannt seit 2013 ein Denkmal in Form eines Regenbogens den Fluss, das an eine örtliche Sage erinnert. Direkt neben dem Kunstwerk laden Tisch und Bank zum Verweilen ein.
Folgt man der Straße in Richtung Ort so stößt man auf das Industriedenkmal „Bredemeyer Hof“. Der Gebäudekomplex ermöglicht eine Zeitreise durch die Industriekultur der Region und kann nach der Sanierung durch die Anna-und-Heinz-von-Döllen-Stiftung seit 2017 in Teilen besichtigt werden. Der sich über 3000 qm erstreckende Komplex umfasst unter anderem einen Fachwerkspeicher aus dem 18. Jahrhundert, ein Elektrizitätswert aus dem Jahr 1907, ein Kesselhaus mit einem 18 m hohen Schornstein und ein Turbinenhaus mit Resten einer alten Wassermühle. Es werden Führungen nach vorheriger Absprache angeboten.
Unweit des Bredemeyer Hofs von Goldenstedt befindet sich die Arkeburg, eine Doppel-Ringwallanlage, die wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts durch die Sachen unter Herzog Widukind zur Verteidigung gegen die Franken erbaut wurde. Aber auch diese beeindruckende Anlage verhindert nicht, dass sich die Sachsen letztlich Karl dem Großen unterwerfen mussten und christianisiert wurden. Ein etwa 1,5 km langer Rundweg führt durch die teilrekonstruierte Anlage, die mit ihren Palisaden und reetgedeckten Pfostenbauten einen guten Eindruck des Originalzustands vermittelt.
Die Anlage ist frei zugänglich. Parkplätze gibt es gegenüber beim Schützenverein. Auch hier werden Führungen nach Absprache angeboten.
Folgt man der Straße weiter, so gelangt man zum Goldenstedter Moor, das im im Norden der Diepholzer Moorniederung liegt und zum Großen Moor bei Barnstorf gehört. Es hat eine Fläche von circa 640 Hektar und wurde1984 im Rahmendes Niedersächsischen Moorschutzprogramms zum Naturschutzgebiet erklärt. Auch heute wird hier aber übergangsweise weiterhin industriell Torf abgebaut.
Der Förderverein Goldenstedter Moor engagiert sich seit vielen Jahren dafür, die einzigartige Moorlandschaft für Besucher erlebbar zu machen. Dazu betreibt er mehrere Einrichtungen, die Wissen vermitteln, Interesse wecken und einen behutsamen Zugang zu diesem sensiblen Lebensraum ermöglichen.
Herzstück dieser Arbeit ist das Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) Goldenstedter Moor e.V., vielen einfach als Haus im Moor bekannt. Hier erfahren Gäste nicht nur Spannendes über die Tier- und Pflanzenwelt des Moores, sondern auch über seine Entstehung, seine Bedeutung für den Klimaschutz und die Herausforderungen des modernen Naturschutzes.
Am Zentrum startet ein 900 m langer, beschilderter Moorpfad, zu dem ein auch ein 15 m langer „Moortunnel“ gehört, der einen Einblick in den Aufbau des Moores ermöglicht. Darüber hinaus gibt es einen Barfußpfad und einen Lehrgarten.
Von April bis Oktober verkehrt an den Wochenenden eine Moorbahn. Dann ist auch das kleine Bistro im Naturschutzzentrum geöffnet.
Wie kann man sich schützen? Wie kann man vorbeugen?
Vechta ist neben Cloppenburg eine der beiden Kreisstädte im Oldenburger Münsterland. Als traditionelles Zentrum der Pferdezucht und des Pferdesports wird Vechta oft auch „Reiterstadt bezeichnet. Die lebendige Universitätsstadt bietet ganzjährig kulturelle Veranstaltungen, die Innenstadt lädt mit Restaurants, Cafés und Geschäften zum Bummeln ein.
Im Zitadellenpark werden wir ins Mittelalter zurückversetzt. Mitten in der Stadt wurde hier die historische Burganlage „Castrum Vechtense“ aus dem 11. und 12. Jahrhunderts rekonstruiert. Die Anlage kann am Wochenende besichtigt werden. Karten gibt es im Museum im Zeughaus, wo man auch mehr über die Geschichte der Stadt und der Region erfährt.
Am Hallenbad steht uns ein kostenfreien Wohnmobilstellplatz zur Verfügung:
Bevor wir unsere kleine Rundreise wieder am Dümmer beenden, unternehmen wir noch einen kleinen, aber lohnenden Abstecher in das Diepholzer Moor. Das westlich von Diepholz liegende Moor weist in der Hauptsache Hochmoorflächen auf, die in Teilen noch vollständig erhalten sind und steht seit 1990 unter Schutz. Ein etwa 2 Kilometer langer Moorerlebnispfad mit 10 teilweise interaktive Stationen informiert über die typischen Hochmoorflächen und deren Bewohner.
Hier beenden wir unsere etwa 5-tägige Tour durch das südliche Niedersachsen.
hier geht es zurück zur Übersicht:
VG24/10.000
Besuche seit 23.7.24: / 1.1.25: 80 / 1.1.26: 168
keine ZM-M2