Deutschland - Ost (grüne Punkte)


Deutschland - Ost


Ost 1:

Das Vessertal im Thüringer Wald

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Das Vessertal liegt im Süd-Westen Thüringens und ist Teil des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald.

Das Gebiet ist geprägt von reichen Mischwäldern und Wiesenflächen. Immer wieder stößt man aber auch auf Relikte des Bergbaus.

 



Ost 2:

Biosphärenreservat Spreewald

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Spreewald ist ein weitläufiges Niederungsgebiet im Südosten des Bundeslandes Brandenburg, das von der natürlichen Flusslaufverzweigung der Spree und die zusätzlich künstlich angelegten Kanäle geprägt wird.



Ost 3:

Kraniche im Linumer Teichland

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Das Linum Teichland liegt nord-westlich von Berlin in Brandenburg. Früher ein riesiges unerschlossenes Moorgebiet ist die Landschaft mit ihren Teichen, kleinen Sümpfen Wiesen und Wäldern ein Paradies für Naturfreunde und Vogelkundler.



Ost 4:

Mecklenburgische Seenplatte und NP Müritz

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der 1990 gegründete Nationalpark Müritz im Süden-Mecklenburg-Vorpommerns ist nach dem Nationalpark Wattenmeer der flächenmässig größte Nationalpark Deutschlands.



Ost 5:

Gülper See im Westhavelland

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Gülper See in der Gemeinde Havelaue liegt etwa 70 Kilometer westlich von Berlin am Westrand von Brandenburg. Das Naturschutzgebiet wurde schon 1967 ausgewiesenen und gehört damit zu den ältesten Schutzgebieten Deutschlands.



Ost 6:

Großtrappen in Brandenburg

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die Großtrappe gehört zu den größten flugfähigen Vögeln. In Deutschland kann man die vom Aussterben bedrohten und daher hier auf der roten Liste stehenden Vögel nur noch in Brandenburg beobachten.



Ost 7:

Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Das Naturschutzgebiet ist Teil des "Grünen Bandes" und ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Wasser- und Wiesenvögel. Gleich nebenan erhebt sich der Monte Kali, eine leuchtend weiße Kali-Abraumhalde.



Ost 8:

Nationalpark Unteres Odertal

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Im Nordosten Brandenburgs bildet im Grenzland zu Polen der Nationalpark Unteres Odertal zusammen mit dem polnischen Landschaftschutzpark Dolina Dolnej Odry und Cedynia eine länderübergreifende Schutzzone, den Internationalpark Unteres Odertal.



Ost 9:

Singschwantage im NP Unteres Odertal

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Nationalpark Unteres Odertal erwartet im Winter besondere Gäste: Singschwäne. Hier an der Grenze zu Polen beziehen diese regelmäßig ihr Winterquartier in den Poldern entlang der Oder. Im Januar werden die Singschwantage organisiert.



Ost 10:

Fisch- und Seeadler in den "Fischteichen in der Lewitz"

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die Lewitz ist ein 1600 Hektar großes, wasserreiches Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern südöstlich von Schwerin. Sie gilt als eine der größten Wiesenlandschaften Deutschlands. Wir finden Fisch- und Seeadler.



Ost 11:

Geheimtipp auf Usedom: Kamminke

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die kleine Gemeinde Kamminke liegt in Mecklenburg-Vorpommern an der Grenze zu Polen. Von hier ist es nicht weit bis zum Naturschutzgebiet Golm, dem der "Golm", die mit 69 Meter höchste Erhebung auf Usedom, seinen Namen gibt.



Ost 12:

Thünen-Museum Tellow

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Abseits jeder Durchgangsstraße liegt in Mecklenburg-Vorpommern etwa 50 Kilometer von Rostock entfernt ist das Hofgut Tellow. Hier lebte und wirkte von 1810 bis 1850 der Agrarwissenschaftler, Sozialoge und auch Landwirt Johann Heinrich von Thünen. Wir besuchen das interessante Museum.



Ost 13:

Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Obercunnersdorf im Landkreis Görlitz zählt zu den schönsten Dörfern Ostsachsens und bezeichnet sich selbst als Ortsdenkmal. Sehenswert machen den kleinen Ortsteil der Gemeinde Kottmar seine über 250 Umgebindehäuser.



Ost 14:

Naturparadies Kummerower See

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen den Städten Malchin, Dargun und Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Nordwesten des Sees befindet sich in einem ehemaligen Polder das sehr sehenswerte Naturschutzgebiet Neukalener Moorwiesen.




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Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

Umgebindehäuser in Obercunnersdorf
Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

Umgebindehäuser in Obercunnersdorf

 

Obercunnersdorf im Landkreis Görlitz zählt zu den schönsten Dörfern Ostsachsens und bezeichnet sich selbst als Ortsdenkmal. Besonders machen den kleinen Ortsteil der Gemeinde Kottmar seine über 250 Umgebindehäuser.

 



 Das bereits 1221 erstmals urkundlich erwähnte Örtchen Obercunnersdorf mit seinen weniger als 100 Einwohnern ist ein Stück lebendiger Geschichte. Nach heute wird das Ortsbild wird geprägt von über 250 schiefergedeckten Umgebindehäuser, die so typisch sind für die Oberlausitz.

 

Infobox: Umgebindehäuser

 

Umgebindehäuser sind ein besonderer Haustyp der vorwiegend von Niederschlesien über die Oberlausitz und Nordböhmen bis ins Elbsandsteingebirge gefunden werden kann. In einem Umgebindehaus werden mehrere Bauweisen kombiniert. Im Zentrum steht eine Blockstube aus Holz, die von einem „Umgebinde“, einer Art Holzgalerie umgeben wird. Darüber findet sich meist ein Fachwerkstockwerk. Die praktisch als eigenständiges Blockhaus gebaute Blockstube und das Umgebinde mit seinem Fachwerkaufbau sind statisch entkoppelt – Obergeschoss und Dach lasten nicht auf der Stube. Mit dieser Bauart wurden slawische (Blockstube) und deutsche (Fachwerk) Einflüsse zu einer neuen Bauform kombiniert und durch die regionalen Handwerker weiterentwickelt und perfektioniert.

 

Wir stellen unser Wohnmobil am Wohnmobilstellplatz des Ortes am Freizeitbad ab und erkunden den Ort zu Fuß. Wir schlendern entlang der Dorfstraße und weiter durch die engen, verwinkelten Gassen. An einigen der meist detailreich renovierten Häusern sind Tafeln angebracht sind, die uns mehr zu deren Geschichte und Funktion wie auch von der Lebensweise der Menschen in der Region berichten.

 

Das „Schunkelhaus“ in der Klippelgasse ist als Wohnhaus im Stil der Oberlausitzer Leinweber eingerichtet und dient als Museum. Das Haus mit seinen schief zueinander stehenden Hausseiten ist ein Beispiel dafür, wie schon in vergangenen Jahrhunderten Restflächen im Ortszentrum bebaut wurden. Leider kamen wir außerhalb der Öffnungszeiten vorbei und mussten uns mit einem Blick auf die, zugegeben sehr schöne, Fassade begnügen.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Obercunnersdorf/Kottmar: Stellplatz am Freibad, gebührenpflichtig (51°01'54"N 14°39'37"E)

 

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Fotogalerie:  Umgebindehäuser

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Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali an der Werra

Dankmarshäuser Rhäden Beobachtungsstation gehören zum grünes Band
Aussichtsturm am Dankmarshäuser Rhäden

Naturschutzgebiet Rhäden und der Monte Kali

 

Das Feuchtgebiet Rhäden liegt im hessisch-thüringischen Grenzland an der A4 auf etwa halber Strecke zwischen Bad Hersfeld und Eisenach.

 

Das Naturschutzgebiet ist Teil des "Grünen Bandes" und ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Wasser- und Wiesenvögel. Gleich nebenan erhebt sich der Monte Kali, eine leuchtend weiße Kali-Abraumhalde.



Bei einer Fahrt auf der Autobahn A4 zwischen Eisenach und Bad Hersfeld fällt uns unweit der Straße ein weißer Berg auf. Da wir es mal wieder genauer wissen wollen, fahren wir von der Autobahn ab und machen uns auf, die Gegend zu erkunden.

 

Bergbau im Werratal: der Monte Kali

 

Wir finden heraus, dass es sich bei dem Berg um eine im Volksmund auch "Monte Kali" oder "Kalimandjaro" genannte Abraumhalde des Kalibergwerks Heringen im Bergbaurevier Werra in Hessen handelt. Die strahlend weiße Erhebung dominiert weithin die Landschaft und kann sogar bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über die Umgebung.

 

Infobox: Kalisalz

Kalisalz kommt in der Hauptsache als Mineraldünger zum Einsatz. Üblicherweise wird das Material untertage abgebaut. Da es meist zusammen mit Natriumsalz (besser bekannt als Kochsalz) vorkommt, entstehen beim Kaliaubbau große Mengen an Abraum. Die zu 95% aus Kochsalz bestehenden Abraumhalden sind neben den Bergwerken weithin als weiße Berge sichtbar.

 

Naturschutzgebiet Rhäden im Grünen Band

 

Gleich nebenan liegen die Rhäden genannten Feuchtgebiete des Werra-Tals. Die ehemals zur landwirtschaftlichen Nutzung trockengelegten Flächen wurden nach der Wiedervereinigung renaturiert und stellen heute wichtige Brut- und Rastgebiet für Vögel da. Das Naturschutzgebiet Dankmarshäuser Rhäden an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bildet zusammen mit den Rhäden bei Obersuhl und Bosserode einen Teil des "Grünen Bandes". Das Gebiet ist sowohl FFH als auch Natura2000 Schutzgebiet.

 

Tier- und Vogelbeobachtungsmöglichkeiten im NSG Rhäden

 

Wir umrunden die Dankmarshäuser Rhäden zu Fuß auf einem gut ausgebauten Weg, an dem mehrere Beobachtungstationen (Hütten und Türme) zu finden sind. Neben einigen Wiesenbrütern und Kleinvögeln können wir dabei auch einen seltenen Schwarzstorch beobachten.

 

Infobox: Schwarzstorch

Der Schwarzstorch ist neben dem Weißstorch die einzige in Europa brütende Storchart und überwintert wie dieser in Afrika. In Gegensatz zum Weißstorch ist er aber scheu und eher im Wald zu finden, als auf der offenen Flur. In Deutschland wird der Bestand laut Angaben des NABU derzeit auf ca. 600 Brutpaare geschätzt.

 

Landschaftspflege durch Beweidung

 

Die Wiesenflächen werden von Exmoor-Pony und Taurus-Rindern beweidet, um sie von Bewuchs frei zu halten. Die mittelgroßen Ponys stammen ursprünglich aus England und wurden hier angesiedelt, da sie stark an Wildpferde erinnern. Die Pony-Herde bewegt sich frei im Gebiet; trotzdem können wir sie vom Weg aus gut bei ihren Rangkämpfen beobachten.  Einige Stunden später sind die Ponys weitergezogen und wir haben einen ebenso guten Blick auf die imposanten Taurus-Rinder. Das Taurus-Rind ist eine Weiterzüchtung des Heckrinds (weitere Infos: >>Heckrinder im Naturpark Drömling) mit dem Ziel eine möglichst große Ähnlichkeit mit dem ausgerotteten Auerochsen zu erreichen. Glücklickerweise trennt uns ein Zaun von der Herde, denn die großen Hörner der Tiere sind doch sehr beeindruckend.

 

Unser Parkplatz an den Dankmarshäuser Rhäden:

  • Wanderparkplatz an der Landstraße (GPS 50°55'55"N 10°00'02"E)

Wohnmobil-Stellplatz in Gerstungen:

  • zwei Plätze für Wohnmobile auf öffentlichem Parkplatz im Ort unweit der Werra und das Werra-Radwegs; keine Einrichtungen (GPS 50°57'51"N 10°04'15"E)

 

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Fotogalerie: Rhäden und Monte Kali

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Das Vessertal im Thüringer Wald

Das Vessertal im Thüringer Wald
Das Vessertal im Thüringer Wald

Das Vessertal im Thüringer Wald

 

Das Vessertal liegt im Süd-Westen Thüringens und ist Teil des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald.

 

Das Gebiet ist geprägt von reichen Mischwäldern und Wiesenflächen. Immer wieder stößt man aber auch auf Relikte des Bergbaus.



Das Vessertal, das eines der schönsten Täler Mitteldeutschlands sein soll, erstreckt sich südlich von Vesser, einem Ortsteil der Stadt Suhl, und nördlich und nordöstlich von Breitenbach, einem Ortsteil von Schleusingen, entlang der Vesser und liegt unweit des Rennsteigs.

 

Das Tal ist Teil des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald.

Infobox: Biosphärenreservat

 

Ein Biosphärenreservat ist eine von der UNESCO ausgewiesene Region, in der "nachhaltige Wirtschaftsformen, Naturschutz, Forschung und Bildung für nachhaltige Entwicklung ebenso wie internationale Kooperation" gefördert werden sollen. Das Programm der UNESCO, dass dieses Siegel verleiht, wurde1970 ins Leben gerufen

 

Weltweit gibt es etwa 700 Biosphärenreservat verteilt auf 124 Staaten, einige der Reservate überschreiten sogar Grenzen und befinden sich auf dem Gebiet mehrerer Länder. In Deutschland findet man derzeit 16 Biosphärenreservate.

 

Wir beginnenn unsere Erkundung auf dem Wohnmobilstellplatz  "Am Offenstal" in Vesser. Dieser liegt oberhalb des kleinen Ortes und bietet einen schönen Ausblick. Direkt am Rand des gemischten Parkplatzes starten Wander- und Themenwege.

 

Wir folgen dem Bergbauwanderweg, der direkt in den Wald führt. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Geschichte des Bergbaus in der Region. Es gibt mehrere ehemalige Abbaugebiet, die hier rund um Vesser "Crux" genannt werden. Je nach abgebautem Gestein wurde diesen unterschiedliche Farben zugeordnet. Der "schwarze Crux" ist ein ehemaliges Eisenbergwerk, das heute als Schaubergwerk dient und besichtigt werden kann. Daneben gibt es den "roten Crux", in dem Hämatit (Roteisenkies), und den "gelben Crux", in dem Pyrit (Schwefelkies) abgebaut wurde. Unsere Tour führt uns über gut gekennzeichnete Waldwege durch alten Mischwaldbestand, vorbei an stillen Waldwiesen und leise gluckernden Bergbächen.

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Eines der schönsten Täler Deutschlands: Vessertal

Wohnmobilstellplatz am Offenstall in Vesser
Wohnmobilstellplatz "Am Offenstall" in Vesser

Achtung:
Entlang der Wege und auch an den netten Rastplätzen gibt es keine Mülleimer. Die Region bittet Wanderer darum, ihre Abfälle wieder mitzunehmen.

 

Infobox: Waffenproduktion in Suhl


Es ist kaum zu glauben, aber das kleine Suhl in Thüringen und Damaskus, die Hauptstadt Syriens, haben so einiges gemeinsam: Beide Städte waren schon im Mittelalter Zentren der Waffenproduktion.

 

Damaskus war berühmt für seinen Damaszener Stahl und die daraus gefertigten Handfeuerwaffen. Aber auch in Suhl wurde Stahl bester Qualität gefertigt.

 

Zunächst wurden hier nur Hieb- und Stichwaffen sowie Rüstungen hergestellt. Um 1500 begann man aber auch Handfeuerwaffen zu fertigen. Dies machte die Stadt im 30jährigen Krieg zum Zeil von Angriffen, die die Stadt schwer trafen. Die Waffenproduktion wurde aber schon bald wieder aufgenommen und über die Jahrhunderte fortgesetzt. Auch heute werden in Suhl noch Jagd- und Sportwaffen hergestellt.

 

Auch der kleine Ort Vesser selbst lohnt einen kurzen Rundgang. Hier findet man neben schönen Fachwerkhäusern auch eine Fachwerkkirche aus dem frühen 18. Jahrhundert eine und eine alte Skischanze. Auf der Naturschanze wird nicht mehr gesprungen, in DDR-Zeiten fanden hier aber sogar internationale Skisprungwettbewerbe statt. Im Ort finden die, die nicht selbst kochen möchte, auch einige Gasthäuser.

 

Unser Stellplatz in Vesser:

  • Stellplatz am Offenstall: oberhalb des Ortes mit schöner Weitsicht, Wasser und Strom vorhanden, aber keine Entsorgung (50°35'56.0"N 10°47'29.3"E). Betreut wird der Platz von Ehrenamtlichen. Wenn niemand zum Kassieren kommt, bitte die Stellplatzgebühr (bzw. eigentlich die Kurtaxe) im letzten Haus vor dem Platz in den Briefkasten werfen. Das steht aber auch noch einmal genauer an der Tafel am Platz. Der Ort hat sich die geringe Gebühr für diesen Platz wirklich verdient.

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Wohnmobilstellplatz "Am Offenstall" in Vesser

Fotogalerie: Das Vessertal im Thüringer Wald

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Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal mit dem Wohnmobil
Nationalpark Unteres Odertal morgens um 5:30 Uhr

Nationalpark Unteres Odertal

 

Im Nordosten Brandenburgs bildet im Grenzland zu Polen der Nationalpark Unteres Odertal zusammen mit dem polnischen Landschaftschutzpark Dolina Dolnej Odry und Cedynia eine länderübergreifende Schutzzone, den Internationalpark Unteres Odertal.



Der Nationalpark Unteres Odertal liegt im Nordosten Brandenburgs im Landkreis Uckermark und bildet ein Teilgebiet des "Internationalparks Unteres Odertal", der sich über deutsches und polnisches Gebiet erstreckt. Hier befindet sich im eingedeichten Flussgebiet der Oder die einzige intakte Polder-Landschaft Deutschlands.

 

Die großflächige Fluss-Auenlandschaft bietet Raum für eine vielfältige Flora und Fauna. Im Winter und im Frühjahr sind die Polderwiesen geflutet und bieten stromabwärts gelegenen Orten, darunter Stettin, Schutz vor Hochwasser. 

 

Bisher waren wir 2x im Nationalpark Unteres Odertal:

 

Im Sommer:

Wir starten im Besucherzentrum des Parks in Criewen (Schloss Criewen, N53°00'43.9", O 14°13'23.0", Eintritt frei), wo wir Informationsmaterial bekommen und eine kleine Ausstellung einen ersten Eindruck über das Gebiet gibt. Trotz der während unserer Besuchs im Juni herrschenden Hitze erkunden wir den Park per Fahrrad und zu Fuß, wobei uns das Kartenmaterial aus dem Besucherzentrum gute Dienste leistet.

 

Besonders angetan hat es uns der Parkplatz in Grabow, von dem aus in wenigen Minuten eine Beobachtungshütte (ausgeschildert) zu erreichen ist und diverse Pfade direkt ins Herz der Feuchtgebiete führen. Nach einer ersten Erkundung am Abend, brechen wir am nächsten Morgen zu Sonnenaufgang erneut auf und werden mit fast mystisch anmutenden Bildern belohnt. Neben dem Seeadler sehen wir unter anderem Kraniche, viele Singvögel (darunter Neuntöter) und diverse Libellen.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

 

Zu den Singschwantagen Ende Januar:

Der Nationalpark Unteres Odertal ist auch bekannt für die vielen Singschwäne im Winter. Der Nationalpark Verwaltung lädt jeden Januar / Februar zu den Singschwantagen ein. Gäste werden an dem Wochenende mit einem vielfältigen Programm Wissenswertes über die singenden Schwäne erfahren und sie in der winterlichen Auenniederung beobachten können.

 

Mehr zu den Singschwantagen : hier

 

Unsere Stellplätze:

  • Mescherin: Campingplatz am Oderstrom, netter, kleiner CP, 15€ ohne Strom
    (N 53°14'31.3", O 14°25'33.9")
  • Grabow: Parkplatz am Nationalpark; idealer Ausgangspunkt für (Vogel-)Exkursionen; kein Camping!
    (N 53°06'34.5", O 14°20'16.9")

 

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Fotogalerie: Nationalpark Unteres Odertal

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Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal

Singschwäne im Nationalpark Unteres Odertal
Singschwäne im Nationalpark Unteres Odertal

Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal

 

Der Nationalpark Unteres Odertal erwartet im Winter besondere Gäste: Singschwäne. Hier an der Grenze zu Polen beziehen diese regelmäßig ihr Winterquartier in den Poldern entlang der Oder.



Vortrag im Nationalparkhaus
Vortrag im Nationalparkhaus

Der Singschwan ist in Deutschland nur ein Wintergast. Bisher haben wir die imposanten, weißen Vögel nur selten vor die Linse bekommen. In diesem Jahr aber hoffen wir, die Vögel in ihrem Winterquartier an der Oder beobachten zu können.

 

Gelegenheit dazu bieten die in 2019 nun schon zum 13. Mal stattfindenden Singschwantage im Nationalparkhaus des Nationalparks Unteres Odertal in Criewen. Im Rahmen von Vorträgen und Exkursionen in die umliegenden Nasspolder (im Winter überschwemmte Wiesenflächen) werden hier dem Besucher die Vögel nahegebracht.

 

Ein kleines Rahmenprogramm mit Vorführungen örtlichen Kindergärten und einem sehr interessanten Vortrag des Fotografen Josef Vorholt runden die Veranstaltung ab. Auch für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Wir probieren leckere Wildfrikadellen.

 

Im Anschluss an den Einführungsvortag von Nationalparkmitarbeiter Tim Bornholt nehmen wir an einer vom Nationalparkleiter Dirk Treichel geführten Wanderung zu den Schlafplätzen der Singschwäne teil. Schon aus der Ferne hört man im Dunkeln die trompentenartigen Rufe, die den Vögeln ihren Namen geben.

 

Am nächsten Morgen machen wir uns zu Sonnenaufgang auf eigene Faust erneut auf den Weg durch die beeindruckende Landschaft entlang der Oder. Diese weist jetzt im Winter überzogen von Raureif einen besonderen Reiz auf und entschädigt uns für die etlichen Minusgrade im Januar. Ein Ranger gibt uns unterwegs Tipps für besonders gute Beobachtungspunkte und so sehen wir neben Singschwänen auch diverse Entenarten und Greifvögel, darunter Seeadler und eine Kornweihe, Wildschweine, Rehe, Füchse und ganz kurz einen Biber.

 

Wir verbringen vier Tage im Nationalpark. Die Region bietet aber auch zu jeder anderen Jahreszeit Beobachtungsmöglichkeiten für mehrere Tage.

 

Wo kann man Singschwäne noch beobachten? HIER

 

Stellplatztipps:

  • Schwedt: zwei kostenpflichtige Stellplätze neben bzw. am Wassersportzentrum

    (N 53°3'29", O 14°17'52 und N 53°3'27", O 14°17'53")

  • Stolpe: kostenloser Stellplatz am Deich (N 52°58'35", O 14°06'43")
  • Angermünde: kostenloser Stellplatz an der Stadtmauer (N 53°00'55", O 14°00'15")

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Fotogalerie: Singschwäne

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Biosphärenreservat Spreewald

Frühmorgens an einem der vielen Kanäle im Spreewald
Frühmorgens an einem der vielen Kanäle im Spreewald

Biosphärenreservat Spreewald

 

Der Spreewald ist ein weitläufiges Niederungsgebiet im Südosten des Bundeslandes Brandenburg, das von der natürlichen Flusslaufverzweigung der Spree und die zusätzlich künstlich angelegten Kanäle geprägt wird.



Eine Landschaft wie im Märchen

 

Etwa 100 Kilometer südlich von Berlin schützt das Biosphärenreservat Spreewald eine in Mitteleuropa einmalige Landschaft mit einem 1575 Kilometer langen Netz von natürlichen und künstlichen Wasserläufen der Spree umgeben von typischen Feuchtwiesen, kleinen Äckern und naturnahen Niederungswäldern.

 

Obwohl die Region touristisch erschlossen ist, taucht man hier ein in eine Landschaft ein, die mit der nahen Hauptstadt und auch vielen anderen Teilen Deutschlands wenig zu tun hat. Wer Lust hat früh aufzustehen, erlebt hier eine Natur, die ihresgleichen sucht.

 

Natur im Spreewald: Beobachtungstipps

 

Hier finden Schwarzstörche, Kraniche, Wiedehopf, Singschwan, Graureiher und auch Seeadler Möglichkeiten zum Brüten. In den offenen Landschaften findet man Wat- und Sumpfvögel wie Bekassinen und Brachvögel. Über 800 Schmetterlingsarten, 100 verschiedene Muscheln und Schnecken, 50 Libellenarten und knapp 140 Brutvögel haben hier eine Heimat gefunden, darunter Arten wie Fischotter, Mopsfledermaus, Wachtelkönig, Seggenrohrsänger, die auf der Roten Liste als gefährtet gelten. Grund für die Artenvielfalt sind die vielen unterschiedlichen Biotoptypen.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

Wo kann man Singschwäne noch beobachten? HIER

 

Weiter gibt es verschiedene Rad- und Wanderwege, Natur- und Erlebnispfade und natürlich Kahnfahrten durch die Kanäle. Bekannt sind auch die Spreewälder Gurken, die hier angebaut und eingelegt werden. Die kulinarische Spezialität gedeiht hier auf dem humusreichen Boden besonders gut. Wer Lust hat, kann dem rund 250 Kilometer langen Gurken-Radweg folgen.

 

Kurios: Postzustellung per Kahn

 

Von April bis Oktober wird in einigen Teilen des Spreewaldes die Post in gelben Postkähnen ohne Motor stakend auf dem Wasserweg zugestellt.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

Wir hatten durch Zufall einen schönen Platz direkt an einem See gefunden, an dem Wohnmobile toleriert wurden. Am Abend entfachten mehrere Wohnmobilfahrer ein größeres Lagerfeuer, am nächsten Morgen war die Polizei da und schickte alle Wohnmobile weg. Heute ist hier das Parken für Wohnmobile verboten. Es ist bedauerlich, dass Wohnmobilfahrer durch ihr unüberlegtes, egoistisches Verhalten ihr eigenes Hobby für sich und andere kaputt machen.

 

offizielle Wohnmobil-Stellplätze im Spreewald:

  • Lübbenau: Wohnmobilstellplatz am Bahnhof (51°51'42"N 13°57'47"E)
  • Lübbenau: gebührenpflichtiger Parkplatz, auf dem das Übernachten gegen Gebühr angeblich erlaubt ist (51°51'58"N 13°59'18"E)
  • Luckau: Wohnmobilstellplatz (51°51'0"N 13°42'55"E)

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Fotogalerie: Biosphärenreservat Spreewald

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Linum und das Linumer Teichland

Revierkampf zwischen Höckerschwänen im Linumer Teichland

Linum und das Linumer Teichland

 

Das Linum Teichland liegt nord-westlich von Berlin in Brandenburg. Früher ein riesiges unerschlossenes Moorgebiet ist die Landschaft mit ihren Teichen, kleinen Sümpfen Wiesen und Wäldern ein Paradies für Naturfreunde und Vogelkundler.



Beobachtungshütten säumen den Weg
Beobachtungshütten säumen den Weg

Die aufgrund der großen Zahl von Storchennestern auch als Storchendorf bekannte Gemeinde Linum liegt in der Niederung des Rhinluch im Nord-Westen von Berlin und beherbergt im Teichland Linum etwa 240 Hektar Wasserflächen.

 

Früher war das Teichland ein riesiges, unerschlossenes Moorgebiet. Die Teiche entstanden aus abgetorften Flächen, die sich mit Wasser füllten. Das Gebiet besteht heute aus Teichen, Wiesen, kleinen Sümpfen und Wäldern und ist somit ein Paradies für Naturfreunde, Vogelkundler und Birdwatcher.

 

Zur Zeit des Vogelzugs werden die Teiche von  Zugvögeln als Zwischenstation genutzt. Bekannt ist Linum für die rund 80.000 Kraniche, die hier auf dem Weg in den Süden Rast machen. Die Teiche bieten aber auch vielen anderen Tieren, unter anderm dem Biber und vielen Amphibien, eine Heimat.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Obwohl der Großteil der Teiche für Besucher gesperrt sind, gibt es rund um die Teiche eine Menge Beobachtungshütten und Aussichtspunkte.

 

In Linum direkt unterhält der Nabu das Naturschutzzentrum Storchenschmiede. Je nach Jahreszeit bietet der Nabu hier unterschiedliche Veranstaltungen und Ausstellungen.

 

Wir waren bisher zweimal in Linum:

 

Frühjahr:

Bei unserem Besuch im April konnten wir hier für uns erstmals Schwanzmeisen vom nordischen Typ beobachten, die im Gegensatz zum mitteleuropäischen Typ einen komplett weißen Kopf haben. Außerdem "hüpften" uns einige Teichfrösche über den Weg. Auf den Feldern rund um den Seen fanden wir auch einige Kraniche, die wahrscheinlich nicht weiter gen Norden gezogen sind, und hier in Deutschland brüteten. Neben Schwänen, Rohrweihen, Enten und Flussseeschwalben konnten wir noch den seltenen Kleinspecht beobachten.

 

Herbst:

Vor allem im Herbst locken bis zu 80.000 rastende Kraniche auch eine große Zahl von Besuchern hierher. Die beste Besuchszeit ist von Anfang Oktober bis Mitte November. Dann rasten die Kraniche nachts im Teichland, tagsüber nutzen sie die Felder, um sich für den Weiterflug zu stärken.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Linumer Teichland: Stellplatz an der Fischerhütte (GPS  52°45'57"N 12°52'33"E)

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Beobachtungshütten säumen den Weg

 

Fotogalerie vom Linumer Teichland

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Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

Kraniche vor Vollmond im herbstlichen Nationalpark Müritz
Kraniche vor Vollmond im herbstlichen Nationalpark Müritz

Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

 

Der 1990 gegründete Nationalpark Müritz im Süden-Mecklenburg-Vorpommerns ist nach dem Nationalpark Wattenmeer der flächenmässig größte Nationalpark Deutschlands.



Der Nationalpark

 

Der Nationalpark Müritz ist immer wieder einen Besuch wert. Der Nationalpark befindet sich im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Er teilt sich in zwei räumlich getrennte Räume auf: Die Mecklenburgische Seenplatte und in einen Teil der Feldberger Seenlandschaft.

 

Im Nationalpark darf sich die Natur selbst entwickeln. Die Landschaften sind von der zunehmenden Intensivierung der Landnutzung verschont geblieben und entwickeln sich zu neuer Wildnis. Die Natur ist im stetigen Wandel und es gibt jeden Jahreszeit etwas neues zu entdecken.

 

Wir waren schon mehrere Male und zu verschiedenen Jahreszeiten im Nationalpark Müritz und wurden noch nie enttäuscht:

 

 

Frühjahr / Sommer

 

Zur Brutzeit im Frühjahr / Sommer können in der Nähe des Nationalparkhauses in Federow nistende Fischadler beobachtet werden. Um die Vögel nicht zu stören, wurden eigens Sichtschutzwände eingerichtet.

 

 

Die Frösche werden blau

 

Im April kann man hier auch noch eine echte Besonderheit entdecken:

Der Moorfrosch (rana arvalis) ist eine unserer kleineren Froscharten. Um der Damenwelt zu imponieren, zeigen sich die Männchen zur Laichzeit für wenige Tage in einem intensiven Blau. Bei den Fröschen (und auch NUR bei denen) freuen sich die Weibchen, wenn die "Männer" mal wieder "blau" sind :-). Wir konnten sie ganz in der Nähe des Nationalparkhauses im Wald beobachten.

 

Wo kann man Moorfrösche noch beobachten? HIER

 

Kraniche im Herbst:

Zur Zugzeit im Herbst starten vom Nationalparkhaus in Federow geführte Touren zur Kranichbeoachtung. Aber nicht nur Kraniche kann man von der Beobachtungshütte sehen, sondern auch Rotwild und Seeadler.

 

Auch ein Rundgang durch den angrenzenden Wald lohnt sich, besonders wenn man die Augen offen hält. Hier haben wir vor allem Grün-, Bunt- und Schwarzspechte beobachten können.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

 

Unser Stellplatz:

  • Federow: ausgewiesener Parkplatz vor dem Nationalparkhaus
    GPS 53°29'02.1"N 12°45'33.9"E
    Freies Stehen ist im Nationalpark nicht erlaubt.

Wir empfehlen den Abend im kleinen Bauernlokal "Bunte Kuh"  gegenüber dem Nationalparkhaus am bollernden Kaminofen ausklingen zu lassen.

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Fotogalerie: Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

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Gülper See - Westhavelland

Reh im Raps am Gülper See

Gülper See - Westhavelland

 

Der Gülper See in der Gemeinde Havelaue liegt etwa 70 Kilometer westlich von Berlin am Westrand von Brandenburg. Das Naturschutzgebiet wurde schon 1967 ausgewiesenen und gehört damit zu den ältesten Schutzgebieten Deutschlands.



70 Kilometer westlich von Berlin und 30 Kilomter nordwestlich von Buckow liegt der Gülper See, ein Vogelschutzgebiet von internationalem Rang. Das 1967 ausgewiesene Naturschutzgebiet gehört zu den ältesten Deutschlands. Es liegt mitten im größten zusammenhängenden Binnenfeuchtgebiets Europas, der unteren Havelniederung.

 

Der nur bis zu 1,5 m flache See und seine Verlandungszonen ist für Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet und von ornithologischer Bedeutung. Vor allem zum Vogelzug rasten hier Kraniche, Gänse, Enten und andere Wasservögel auf ihrer Durchreise.

 

Seit 2010 setzt sich der NABU für die Erhaltung des Sees ein. Knapp 800 ha Land hat der NABU bereits erworben.

 

Nachdem wir am Gülper See angekommen sind, bauen wir unsere komplette optische Ausrüstung vom Spektiv bis zur Kamera auf und warten darauf, was uns vor die Linse kommt bzw. fliegt: Schafstelzen, Haubenlerchen, Grau- und Silberreiher, Kiebitze, Graugänse und dazwischen Rehe. Über uns kreisen Rohrweihen und Fischadler, ihre Horste sind in Sichtweite. Am Bachlauf sind diverse Biberburgen zu sehen. Immer wieder müssen wir uns daran erinnern, dass das hier kein Tierpark sondern frei Natur ist - und das mitten in Deutschland.

 

Nördlich der Straße L17 entlang des Nordufers Richtung Rhinow gibt es ein von der Straße gut sichtbares Nest eines Fischadlers auf einem Strommasten.

 

Ein Aussichtsturm und zwei Beobachtungsstände liegen am Südufer des Sees, an einer kleinen Straße zwischen Prietzen und Gülpe. Sie bieten einen Blick auf den Flachsee und seine Uferzone. Vor dem Aussichtsurm liegt eine kleine Halbinsel, auf sich viele Wasservögel sammeln. Vögel, die man hier beobachten kann, sind u.a. Alpenstrandläufer, Bruchwasserläufer, diverse Enten und Gänse, Uferschnepfe, Säger, Rohrdommel, Trauer- und Flussseeschwalbe.

 

Im Sommer und im Herbst erfolgt abends der spektakuläre Einfall der bis zu 100.000 Saat- und Blessgänse.

 

Übrigens ist Gülpe auch Anlaufstation vieler Hobbyastronomen. Hier sollen Sterne am dunklen Nachthimmel besonders gut zu sehen sein. Der Naturpark Havelland ist als erster Sternenpark Deutschlands anerkannt.

 

Unser Stellplatz:

  • Kann leider nicht verraten werden, denn er soll so einsam bleiben, wie er ist.

 

Weitere Stellplätze:

  • Gülpe: Stellplatz Pareyer Straße (52°43'27"N 12°13'25"E)
  • Wohnmobilstellplatz vor der Campingplatz Campinginsel in Havelberg
    (52°49'40"N 12°04'08"E) ca. 15 km zum Gülper See

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unser Beobachtungsplatz am Gülper See
unser Beobachtungsplatz am Gülper See
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Großtrappen in Brandenburg

Grosstrappen bei Balz Hahn Buckow Deutschland Rathenow im Westhavelland
Großtrappe bei der Balz

Großtrappen in Brandenburg

 

Die Großtrappe gehört zu den größten flugfähigen Vögeln. In Deutschland kann man die vom Aussterben bedrohten und daher hier auf der roten Liste stehenden Vögel nur noch in Brandenburg beobachten.



Die Großtrappe zählt mit einem Gewicht von bis zu 16 kg zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Großtrappen können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Vor 60 Jahre wurden alleine in der Mark Brandenburg noch 3.400 Großtrappen gezählt. Technisierung der Landwirtschaft, Monokultur und die Zunahme von Freßfeinden machten die Kükenaufzucht fast unmöglich. So wurden im Zeitraum von 1970 bis Anfang 1990 im Freiland nachweislich keine Großtrappe mehr flügge. 1996 wurden in Deutschland noch 57 Großtrappen gezählt.

In Brandenburg gibt es drei Plätze, in denen wieder Lebensräume für Trappen geschaffen wurden. Zwei davon haben wir besucht:

 

Großtrappen bei Buckow/ Havelländisches Luch

 

Nachdem wir auf unsere Winterreise auf der Iberischen Halbinsel lange erfolglos versucht haben, den größten Laufvogel Europas , die Grosstrappe, zu Gesicht zu bekommen, nehmen wir nun in Deutschland einen neuen Anlauf.  Im Westhavelland gibt es in der Nähe von Rathenow ein Wiederansiedlungsprojekt, wo man die stolzen Vögel in Freiheit beobachten kann. Lediglich das Brutgeschäft wird durch den Menschen unterstützt, denn Füchse, Seeadler und Raben machen dieses den Trappen schwer. Laut Auskunft einiger freiwilliger Helfer, wäre eine freie Aufzucht wahrscheinlich wenig erfolgreich.

 

Im März und April ist Balzsaison und so kann man die Tiere von den Beobachtungstürmen bei Buckow oft gut bei ihren spektakulären Aufführungen beobachten.

 

Unser Beobachtungsplatz: 52°13'11.6"N 12°41'55.8"E

 

Wo kann man Großtrappen noch beobachten? HIER

 

Unser Stellplatz:

  • Parkplatz an der Vogelschutzstation bei Buckow.
    Das freie Stehen an den Beobachtungstürmen wird nicht gerne gesehen.

 

Belziger Landschaftswiesen

 

Die Belzinger Landschaftswiesen sind eines von drei Gebieten in Brandenburg mit weiten, offenen Wiesen und Weiden, in denen die vom Aussterben bedrohten Großtrappen noch relativ ungestört leben können.

 

Da Großtrappen sehr scheue Tiere sind, ist es am Besten, sich am frühen Morgen ein geeignetes Versteck zu suchen und abzuwarten, bis sich die ersten Trappen einfinden.

 

Wer Glück hat, entdeckt nicht nur die balzenden Hähne, sondern - wie wir - einen Wolf!

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Video vom Wolf und Fotogalerie:

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Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"

Fischadler im Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"
Fischadler im Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"

Naturschutzgebiet "Fischteiche in der Lewitz"

 

Die Lewitz ist ein 1600 Hektar großes, wasserreiches Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern südöstlich von Schwerin. Sie gilt als eine der größten Wiesenlandschaften Deutschlands. 



Seeadler
Seeadler

Das Naturschutzgebiet „Fischteiche in der Lewitz“ liegt im Westen Mecklenburg-Vorpommerns und ist Teil des EU-Vogelschutzgsgebiets „Lewitz“. Hier findet sich eine weitläufige Teichlandschaft, in der der Tisch für Greifvögel wie den See- und Fischadler und auch Milan reich gedeckt ist.

 

Die Teiche sind nicht wie viele andere Seen der Region Relikte der Eiszeit, sondern wurden im letzten Jahrhundert zur Fischzucht künstlich angelegt. Wir fahren einen Beobachtungspunkt inmitten der Teiche an und kommen in den Stunden bis zur Abenddämmerung dem Vögeln ganz nah. Mehr als einmal haben wir den Eindruck durch die Kamera den Adlern „Auge in Auge“ gegenüberzustehen.

 

Unser Beobachtungsplatz:

  • Beobachtungsturm direkt an den Teichen (GPS N 53°27'00.0" E 11°37'55.6")

 

Fotogalerie: Fischadler in Lewitz

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Naturparadies Kummerower See

frühmorgens am See ist die Welt noch in Ordnung
frühmorgens am See ist die Welt noch in Ordnung

Naturparadies Kummerower See

 

Der Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen den Städten Malchin, Dargun und Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Nordwesten des Sees befindet sich in einem ehemaligen Polder das sehr sehenswerte Naturschutzgebiet Neukalener Moorwiesen.



Kormorane an den Neukalener Moorwiesen
Kormorane an den Neukalener Moorwiesen

Der im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte inmitten einer eiszeitliche Hügellandschaft gelegene Kummerower See bildet zusammen mit dem Malchiner See das Herzstück des Naturparks „Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See“. Im See vereinigen sich Quellflüsse der Peene, um ihn als sogenannter Peenestrom, den "Amazonas des Nordens", wieder zu verlassen. Es ist das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Westeuropas.

 

Auch die Umgebung des Sees ist sehenswert; Schlösser und Herrenhäuser, Parks, Wälder, Weiden und Tiere, Baumriesen, seltene Pflanzen ... alles findet man rund um den See in der "Toskana des Nordens".

 

Wir waren bisher zweimal am Kummerower See: Im Juni und im April.

 

Am Nord-Westufer des Sees liegt das Naturschutzgebiet „Neukalener Moorwiesen“, ein seit 1992 renaturiertes Niedermoor, das für ornithologisch Interessierte einen Abstecher Wert ist.  Besonders der Weg zu dem direkt am Seeausfluss gelegenen Restaurant „Aalbude“ hat es uns bei beiden Besuchen angetan.

 

Kurz vor dem Lokal lohnt besonders ein frühmorgendlicher Besuch des Beobachtungsturm, von dem man einen guten Überblick über das Gebiet und auf eine große Kormoran-Kolonie hat. Wir hatten das Glück von hier aus Fischadler beobachten zu können.

 

Bei unseren Besuchen konnten wir unter anderem:
Fischadler, Seeadler, Graugänse, hunderte Kormorane auf ihren Nestern, Blässhühner mit Nachwuchs, Lachmöwen bei der Balz, Rohrweihen, Höckerschwäne mit Jungtieren, Singvögel wie Grünfinken, Buchfinken, Seeschwalben, Bartmeisen, Blaumeisen, Buntspecht, Rauchschwalben sehen.

 

Im Frühjahr kann man hier auch die "blauen Frösche" beobachten. Das Männchen des Moorfroschs färbt sich zur Paarungszeit blau. Wir haben die Moorfrösche gleich am Anfang des Sees auf der linken Seite gefunden.

 

Wo kann man Moorfrösche noch beobachten? HIER

 

Gerade zum Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang lohnt sich die Fahrt entlang des Sees. Es bieten sich tolle Möglichkeiten für schöne Landschaftsaufnahmen.

 

Unsere Stellplätze:

  • Restaurant „Aalbude“: auf Nachfrage auf dem Parkplatz des sehr empfehlenswerten Ausflugslokals (GPS N 53°50'56.0" E 12°53'13.5")
  • Dargun: kostenfreier Stellplatz am Klostersee ohne VE (GPS N 53° 53′ 33″ E 12° 51′ 4″)

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Usedom: Geheimtipp Kamminke

Dorschplatte am Fischrestaurant in Kammincke Usedom Fisch Fischteller
Dorschplatte im Fischrestaurant in Kammincke

Usedom: Geheimtipp Kamminke

 

Die kleine Gemeinde Kamminke liegt in Mecklenburg-Vorpommern an der Grenze zu Polen. Von hier ist es nicht weit bis zum Naturschutzgebiet Golm, dem der "Golm", die mit 69 Meter höchste Erhebung auf Usedom, seinen Namen gibt.



Usedom hat sich uns gegenüber als teuer und abseits der Campingplätze meist wohnmobilunfreundlich gezeigt.

 

Umso mehr überrascht uns die winzige Gemeinde Kamminke im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Kurz vor der Grenze zu Polen verirrt man sich eigentlich nur hierher, wenn man weiß, dass es das Dorf, das als einer der ältesten Fischerort der Insel gilt, gibt.

 

Wir entdecken Kamminke auf dem Weg nach Polen eigentlich nur aufgrund eines technische Problems. Polen. Kurz hinter der Grenze stlelen wir fest, dass wir Schwierigkeiten mit unserer Internetverbindungen haben. Eigentlich haben wir seit Jahren eine Flatrate, die es uns erlaubt unsere Mobilfunkminuten und unser mobiles Datenvolumen auch im europäischen Ausland zu benutzen. Heute aber ist alles anders. Wir bekommen eine SMS, die uns darauf hinweist, dass wir zukünftig dafür noch einmal extra zahlen sollen. Wir drehen kurzfristig um, um die Sache von Deutschland aus zu klären.

 

Diese eigentlich ärgerliche Situation führt uns nach Kammincke, einem kleinen Straßendorf im Achterland am Stettiner Haff unterhalb und teilweise auch auf dem Kliffs Golm-Kamminke. Der Golm selbst, die mit 69 Meter höchste Erhebung der Insel Usedom, und das umliegende Gebiet steht unter Naturschutz. Hier befindet sich aber auch eine der größten Kiregsgräberstätten Deutschlands.

 

Auf einem einfachen Parkplatz ist das Parken für Wohnmobile gegen Gebühr erlaubt und das sogar auf dem Deich mit direktem Blick auf den Bodden. Das Fischrestaurant direkt nebenan bittet ab April leckeren Fisch, in der Hauptsaison auch als Fischbuffet mit Musik (Achtung: Schlager!). Wir genießen unseren Aufenthalt und Verbringen viel Zeit mit dem Beobachten von Mehlschwalben, die aus den Pfützen vor unserem Auto Material für den Nestbau sammeln.

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Kamminke: Parkplatz auf dem Deich am Bodden; Parken für Wohnmobile erlaubt (eigener Tarif), unmarkiert auf einfachem Parkplatz neben dem Fischrestaurant (53°52'03" N 14°12'17" E)
  • Karnin: Wohnmobil-Stellplatz am Hafen für drei Wohnmobile, kostenpflichtig (53°50'41.5"N 13°51'30)

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Fotos:

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Thünen-Museum Tellow

Hausschlachtung auf Hofgut Tellow
Hausschlachtung auf Hofgut Tellow

Thünen-Museum Tellow

 

Abseits jeder Durchgangsstraße liegt in Mecklenburg-Vorpommern etwa 50 Kilometer von Rostock entfernt das Hofgut Tellow. Hier lebte und wirkte von 1810 bis 1850 der Agrarwissenschaftler, Sozialoge und auch Landwirt Johann Heinrich von Thünen. Wir besuchen das jährliche Schlachtfest des Museums:

 


Friedrich von Thünen wurde 1783 in Ostfriesland als Sohn eines Gutsbesitzers geboren, bewirtschaftete nach seiner Heirat aber zunächst ein gepachtetes Gut bei Anklam in Vorpommern. Er begann landwirt- und forstwirtschaftliche Theorien, Formeln zur Berechnung von Löhnen und anderen Kennwerten aber auch soziale Konzepte zu entwickeln.

 

1810 erwarb er das heutige Thünen-Gut in Tellow und setzte seine Ideen in die Tat um. Damit machte er sich, so erzählt man es uns jedenfalls, bei den umliegenden Feudelherren mit seinen sozialen Ideen nicht nur Freunde. Entgegen der üblichen Praxis versuchte er gerechte Löhne zu bezahlen und gestand seinen Arbeitern im Alter eine Art Rente zu. Darüber hinaus verbindet man mit dem Namen von Thünen so bekannte Begriffe wie die Drei-Felder-Wirtschaft und den Fruchtwechsel.

 

Heute beherbergt das Hofgut Tellow ein kleines Museum, das dem Andenken an von Thünen gewidmet ist. Zur Finanzierung der Anlage soll die angeschlossene Landwirtschaft beitragen.

 

Leider zeigt sich im Erhaltungszustand der ausgestellten landwirtschaftliche Geräte, die schwierige finanzielle Situation des Museums. Es ist zu hoffen, dass die derzeitgen Bestrebungen, Gut und Landwirtschaft zu erhalten, von Erfolg gekrönt sein werden.

 

Wir besuchen den im Februar und November stattfindenden "Schlachtetag" auf dem Gut, bei dem eine traditionelle Hausschlachtung selbst gezogener Schweine demonstriert wird. Das Fleisch kann man probieren und schmeckt richtig gut. Darüber hinaus bietet eine lokale Schlachterei Wurst- und Fleischwaren sowie Knöchle und Kasslerbraten zu äußerst moderaten Preisen an.

 

Unser Parkplatz:

  • Tellow: Parkplatz am Thünen-Museum (N 53°50'48", O 12°31'01")

Unser Stellplatz:

  • Dargun: kostenfreier Stellplatz im Grünen unweit des Klosters (N 53°53'33", O 12°51'04") in der Nähe des sehenswerten Kummerower Sees.

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