Deutschland - Nord (rote Punkte)


Deutschland - Nord


Nord 1:

Glückstadt - Stadtdenkmal an der Elbe

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die hübsche Kleinstadt GLückstadt liegt an der Unterelbe zwischen Hambung und der Elbemündung. Im 17. Jahrhundert am Reissbrett entstanden bietet die Stadt nicht nur viel maritimes Flair, sondern auch eine besondere Spezialität, den Glückstädter Matjes.



Nord 2:

Polder Glies, Polder Bramel und Luneplate

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Polder Glies ist ein Überschwemmungsgebiet in Schiffdorf im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Er liegt nördlich von Sellstedt am Rand des Naturschutzgebiets Sellstedter See  und Ochsentriftmoor/Wieldes Moor.



Nord 3:

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Duvenstedter Brook ist ein Waldgebiet am nördlichen Stadtrand von Hamburg und ist zur Zeit der Hirschbrunft Anlaufstelle vieler  Naturfreunde- und fotografen.



Nord 4:

Kührener Teich und Lanker See

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der Kührener Teich liegt im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Er ist etwa 30 Hektar groß und seit 1995 Teil des Naturschutzgebiets Kührener Teich und Umgebung. Nicht weit entfernt kommt man in der Holsteinischen Schweiz südlich von Preetz im Kreis Plön zum Lanker See.



Nord 5:

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Das Tister Bauernmoor ist ein Hochmoor im Norden der Lüneburger Heide das im Jahr 2002 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Im Herbst kann man hier die in ihre Schlafplätze einfliegenden Kraniche beobachten.



Nord 6:

Hirschbrunft bei Starkshorn

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der kleine Weiler Starkshorn liegt unweit von Eschede in Niedersachsen. Normalerweise ist hier wenig los. Zur Brunftzeit der Rothirsche befindet sich hier am Rand der Südheide aber ein Hotspot der Rotwildbeobachtung.



Nord 7:

Meldorfer Speicherkoog

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein liegt nicht weit von Meldorf entfernt, der durch Landgewinnung entstandene Meldorfer Speicherkoog. Die Wasserflächen sind bei Vogelkundlern wie auch Surfern gleichermassen beliebt.



Nord 8:

Eidersperrwerk und Katinger Watt

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

An der Mündung der der Eider in Schleswig-Holstein liegt das Eidersperrwerk und nicht weit davon entfernt das Katinger Watt. Wer die Vögel der Nordseeregion beobachten will kommt hier auf seine Kosten. Hier gibt es eine große Kolonie Küstenseeschwalben und Säbelschnäbler.



Nord 9:

Naturschutzgebiet Ilkerbruch bei Wolfsburg

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Unweit des Volkswagen Werks findet man im Nordwesten von Wolfsburg (Niedersachsen) ein wahres Kleinod. Das Naturschutzgebiet Ilkerbruch liegt zwar direkt an einer viel befahren Ausfahlstraße; trotzdem kann man hier Seeadler und Kraniche beobachten.



Nord 10:

Altes Land: Prahmfähre Gräpel

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Direkt an der "Deutschen Fährstraße" liegt im Alten Land vor Stade der zur Gemeinde Estorf gehörende Ort Gräpel. Hier wurden an der historischen , handbetriebenen Prahmfähre am Ufer der Oste in idyllischer Lage drei kostenfrei Stellplätze für Wohnmobile ausgewiesen.



Nord 11:

Hamburger Hallig und die Köge

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die Hamburger Hallig liegt an Schleswig Holsteins Küste mitten im Nationalpark Wattenmeer. Besonders zur Zeit des Vogelzugs sind die Hallig und die umliegenden Köge für Naturfreunde eine Reise wert.



Nord 12:

Naturpark Dümmer

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Der in Niedersachsen gelegene Flachwassersee Dümmer und die umliegenden Feuchtwiesen und Moore sind wichtige Vogelbrut- und rastgebiete. Der auch nur kurz Dümmer genannte See ist aber auch bei Wassersportlern und Erholungssuchenden beliebt.



Nord 13:

Diepholzer Moorniederung

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen ist knapp 105.000 Hektar groß und umfasst mehrere Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Darunter sind einige Hochmoore sowie der am Südwestrand gelegene Naturpark Dümmer.



Nord 14:

Deutsche Fährstraße

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Die "Deutsche Fährstraße" zeigt auf 250 wohnmobilfreundlichen Kilometern, wie der Mensch Gewässer mal mehr und mal weniger konventionell überqueren kann. Von Bremervörde bis Kiel entlang von Oste, Elbe und Nord-Ostseekanal reihen sich rund 50 Brücken, Schleusen, Sperrwerke, Tunnel und Fähren unterschiedlichster Art aneinander.

 

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Nord 15:

Die Schwarze Sonne - der Tanz der Stare

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Aventoft ist ein winziger Ort an der deutsch-dänischen Grenze. Im Frühjahr und im Herbst kommen Vogelfreunde in Scharen hierher, um den Staren beim Tanzen zuzusehen. Video: Tanz der Stare



Nord 16:

Flamingos in Deutschland - Zwillbrocker Venn

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

In Deutschland gibt es frei lebende Flamingos...

Nein, das ist kein Aprilscherz. Unweit der deutsch-niederländischen Grenze brütet im Sommer im Zwillbrooker Venn im Kreis Borken (Nordrhein-Westfalen) tatsächlich eine Flamingo-Kolonie.



Nord 17:

Das Hohe Moor

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Vor rund 200 Jahren wurde das Hohe Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren ...

 



Nord 18:

Montgolfiade in Warstein

Portugal mit dem Wohnmobil - Mertola

Im September ist in Warstein Montgolfiade. Dann ist der Ort in Nordrhein-Westfalen nicht länger nur bekannt für sein Bier, sondern wird zum Mekka für Heißluftballonfreunde.



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Highlights in Norddeutschland in voller Länge:


Glückstadt - Stadtdenkmal an der Elbe

Stadtdenkmal Glückstadt an der Elbe
Stadtdenkmal Glückstadt an der Elbe

Glückstadt - Stadtdenkmal an der Elbe

 

Die hübsche Kleinstadt Glückstadt liegt an der Unterelbe zwischen Hambung und der Elbemündung. Im 17. Jahrhundert am Reissbrett entstanden bietet die Stadt nicht nur viel maritimes Flair, sondern auch eine besondere Spezialität, den Glückstädter Matjes.


Das kleine Glückstadt an der Unterelbe ist definitiv eines unserer Lieblingsziele in Deutschland. Immer wieder kommen wir in die hübsche Stadt mit ihren nur knapp 12.000 Einwohnern, die im "Schatten" des nur etwa 60 Kilometer entfernten Hamburgs fast übersehen werden kann. Zumindest den meisten Norddeutschen ist Glückstadt aber ein Begriff, bringt hier doch eine stark frequentierte Fährverbindung Fahrzeuge und Menschen von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein.

 

Gegründet im Jahr 1617 von Christian dem IV. König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und Holstein ist Glückstadt auf dem Reißbrett entstanden. Auch heute noch ist der sechseckige Grundriss der Altstadt deutlich zu erkennen. Andere Planstädte mit ähnlichem Grundriss sind beispielsweise Mannheim (Quadrate) und Karlsruhe (Fächer).

 

Es heißt Glückstadt war geplant, um Hamburg den Rang abzulaufen. Mit der Aussicht auf Religionsfreiheit, günstigem Bauland und niedrigen Steuern wurden Einwohner aus nah und fern in die Stadt gelockt. Der Stadt wuchs und gedieh auch recht ordentlich. Ein neues Hamburg wurde die Stadt an der Elbe aber nie.

 

Wir kommen schon seit vielen Jahren regelmäßig hierher - Michael verbindet mit der Stadt viele Kindheitserinnerungen. Mittlerweile ist ein Stopp in Glückstadt fester Bestandteil jeder unserer Reisen in den Norden. Ohne diesen würde irgendetwas fehlen. Wir sind dem Charme des "Stadtdenkmals Glückstadt", wie man sich hier selbst nennt, erlegen. Der Tourismus hält sich in Grenzen, meist trifft man aus Tagestouristen aus dem Umland, Radtouristen oder eben den ein oder anderen Wohnmobilfahrer.

 

Gerne flanieren wir am Binnenhafen und entlang des Fleth. Hier zeigt sich in den schönen alten Bürgerhäusern und anderen historischen Gebäuden der Wohlstand vergangener Zeiten. Am Markt findet man die kurz nach der Stadtgründung gebaute Kirche der Stadt, die manch Kind der 80er und 90er Jahre aus der Schokoriegel-Werbung mit der Slogan "Morgens halb 10 in Deutschland" kennt. 

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Marktplatz mit Kirche von Glückstadt

Labskaus
Labskaus

Rund um den Marktplatz (der leider auch Parkplatz ist) gibt es einige nette Lokale. Unser Favorit ist dabei der  "Der kleine Heinrich". Er bietet gut-bürgerliche Gastronomie mit Anspruch in tollem Ambiente. Schon das Innere des Gebäudes mit seinen niedrigen Decken und den blauen Kacheln an der Wand ist einen Besuch wert; aber auch das Essen ist wirklich gut. Glückstädter Matjes haben hier Tradition. Wer sich traut, sollte aber den Labskaus probieren.

 

Infobox: Was ist Labskaus?

 

Bekannt als "Matrosenessen" aus alter Zeit hat Labskaus einen denkbar schlechten Ruf. Meist heißt es, hier würden alle Reste der Küche zu einer undefinierbaren Pampe zusammengerührt.

 

Um ehrlich zu sein, echter Labskaus sieht wirklich ein wenig aus, wie "schon einmal gegessen". Er besteht aber definitiv aus guten Zutaten. Je nach regionalem Rezept sind das im Wesentlichen Kartoffeln und Corned Beef. Dazu gibt es Spiegeleier, Rote Beete, Hering und Gurke.

 

Wir haben unseren ersten Labskaus vor Jahren am Hafen von Wilhelmshafen probiert und ihn danach immer wieder bestellt. Auch wenn schon manche Servicekraft fragte "Sind Sie sicher, dass sie das haben wollen". Ja sind wir - Labskaus ist LECKER.

 

Vor einigen Jahren wurde die Promenade entlang des Binnenhafens neu gestaltet. Hier finden sich jetzt auch einige Tafeln, die über die Stadt und ihre Geschichte informieren. Am Kopfende des Hafenbeckens entstand ein kleines Bistro mit Selbstbedienung. Hier gibt es leckere Kleinigkeiten und man kann an einem der Tische oder, wenn man Glück hat und einen ergattert, in einem der Strandkörbe einen Aperitif nehmen.

 

 Unser Stellplatz in Glückstadt:

  • Außenhafen Nordermole: kostenpflichtiger Stellplatz ohne Strom und VE da im Überflutungsgebiet gelegen; bei Elbhochwasser gesperrt. Blick aufs Wasser (zumindest bei Flut) und auf das in der Ferne das AKW Brockdorf (geplante Abschaltung: Ende 2021). Die Sicht auf die Fahrrinne der Elbe mit den "großen Pötten" ist aber durch die vorgelagerte Sandbank "Rhinplate" versprerrt.) (53°47'07"N 9°24'35"E)
  • einen weiteren Stellplätze gibt es hinter dem Penny-Markt:
    53°47'27.9"N 9°25'02.3"E, dieser Stellplatz ist kostenlos

  • einen weiteren kostenlosen Stellplatz gibt es am alten jüdischen Friedhof:
    53°47'17.6"N 9°25'53.1"E

Von allen Plätzen ist die Innenstadt in wenigen Minuten zu erreichen.

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Fotogalerie: Glückstadt

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Polder Glies, Polder Bramel und Luneplate bei Bremerhaven

Kraniche im Polder Glies
Kraniche im Polder Glies

Polder Glies, Polder Bramel und Luneplate

 

Der Polder Glies ist ein Überschwemmungsgebiet in Schiffdorf im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Er liegt nördlich von Sellstedt am Rand des Naturschutzgebiets Sellstedter See  und Ochsentriftmoor/Wieldes Moor. 



Die Geestniederungen um Sellstedt und insbesondere das Naturschutzgebiet Polder Glies  (53°33'47.9"N 8°42'20.2"E ) wurde als Ausgleichsfläche für Industrieanlagen in Bremerhaven ausgewiesen. An diesem Hochwasserpolder mit Flachwassergebieten sehen wir vom dortigen Beobachtungsturm diverse Enten, Höckerschwäne aber auch Kraniche. So nah kamen wir diesen Vögeln außerhalb von Anfütterungsmassnahmen noch nie.

 

Einen weiteren Beobachtungsturm gibt es in der Nähe im Polder Bramel: N 53°33’32“ N 8°42‘56“ E.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Zufällig treffen wir auf einen ortskundigen Vogelfreund, der uns auf eine Beobachtungshütte auf der Luneplate mit Blick auf die Weser hinweist, wo wir den Abend und den frühen nächsten Morgen verbringen werden. Der Parkplatz liegt bei 53.48345, 8.5356, dann muss man mit dem Fahrrad weiter fahren.

 

 

Unser Stellplatz:

  • Loxstedt/Dedesdorf: gebührenfreier Stellplatz auf dem Außendeichgelände - ohne VE

 

Unser Tipp:

  •  Varel am Jadebusen: Ausflugslokal "To'n Appelboom", das alleine schon fast eine Reise wert ist.

 

 

Frühstück in Varel am Jadebusen im Ausflugslokal "To'n Appelboom"
Frühstück in Varel am Jadebusen im Ausflugslokal "To'n Appelboom"

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

 

Der Duvenstedter Brook ist ein Waldgebiet am nördlichen Stadtrand von Hamburg und ist zur Zeit der Hirschbrunft Anlaufstelle vieler  Naturfreunde- und fotografen.



Von Mitte September bis Anfang Oktober wird es laut in Deutschlands Wäldern. Der Rothirsch, die größte freilebende bei uns heimische Wildart, ist in der Brunft. Auch wenn der Hirsch ursprünglich auf offenen Landschaften lebet, hat er sich heute in die Wälder zurückgezogen. Aber gerade zur Brunftzeit trifft man die sonst so scheuen Tiere auf Lichtungen an.

 

Eigentlich rechnet man nicht damit, am Stadtrand von Hamburg auf ein Highlight für Naturfotografen zu treffen. Zumindest zur Zeit der Hirschbrunft Mitte September bis in in den Oktober röhren im Naturschutzgebiet "Duvenstedter Brook" aber nicht nur die Hirsche, sondern es sind auch Dutzende von Fotografen unterwegs, die versuchen, die eindrucksvollen Tiere im Bild festzuhalten. Mit Glück sieht man neben Rotwild aber auch Damwild, Wildschwein, Singschwäne, Seeadler, Kraniche, den Uhu oder auch mal den Fuchs.

 

Infobox: Geologie

Das leicht hügelige Gelände des Duvenstedter Brook entstand in der letzten Eiszeit durch die sich zurückziehenden Gletscher. Im Laufe der Zeit bildeten sich in Senken Moore, die der Mensch trockenlegte, um Torf abzubauen und um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen.

 

Bereits im Jahr 1958 wurde hier ein Naturschutzgebiet eingerichtet und in Teilen renaturiert. Heute ist das Areal des Duvenstedter Brook etwa 785 Hektar groß ist und beherbergt mehr als 600 Pflanzarten und eine Vielzahl von Tieren. Über 100 Vogelarten brüten hier. Es ist kaum zu glauben, aber das alles gibt es innerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs.

 

Das Gebiet lässt sich am Besten vom nahegelegenen NABU-Zentrum aus erschließen. Hier gibt es auch einen kleine Parkplatz (siehe unten). Entlang des tief in den Wald führenden Weges (Duvenstedter Triftweg) findet man nach ca. 3 km mehrere Beobachtungsstände, an denen sich die Hirsche mit ihrem äsenden Rudel manchmal auch tagsüber sehen lassen. Das typische Brunftverhalten zeigen die Hirsche aber hauptsächlich in den Morgen- und Abendstunden.

 

Aber:

Oft kann man die Hirsche nur hören, aber nicht sehen. Wir waren schon öfter im Duvenstedter Brook und wissen: Es gibt gute Tage und es gibt Tage, an denen man keinen einzigen Hirsch vor die Linse bekommt.

 

Infobox: Richtiges Verhalten

Rotwild ist sehr scheu. Daher ist es wichtig, sich entsprechend zu verhalten. Leise sein, nicht laut sprechen, keine hektischen Bewegungen sind Grundvoraussetzung für den Beobachtungserfolg. Die an den einzelnen Beobachtungsständen angebrachten Schilder, Fahrräder draußen zu lassen, haben ihren Sinn! Übrigens wird das durch den Förster regelmäßig kontrolliert. Wer morgens oder abends unbedingt mit dem Fahrrad zu den Beobachtungsständen fahren möchte, sollte das Licht möglichst frühzeitig ausschalten. Oft reicht ein einziger Fahrradfahrer auf dem Weg aus, um die Herde zu erschrecken und zu vertreiben.

 

Achtung Hundehalter:
In das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook dürfen Hunde nicht mitgenommen werden - weder mit noch ohne Leine.

 

Unser Parkplatz (kein Stellplatz!) :

  • Hamburg/Duvenstedt: Parkplatz gegenüber dem NABU-Zentrum (N 53°42'52" E 10°08'24")

Beobachtungsstände z.B.

  • 53°43'18.1"N 10°10'15.1"E
  • 53°43'19.9"N 10°10'47.9"E

Wo kann man die Hirschbrunft noch beobachten? HIER

 

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  • Hirschbrunft in Starkshorn: hier
  • Wo finde ich den Zug der Kraniche? hier
  • Naturschauspiele im Herbst: hier

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Fotogalerie: Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

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Naturschutzgebiet Kührener Teich und Lanker See bei Preetz

Naturschutzgebiet Kührener Teich und Lanker See bei Preetz
Naturschutzgebiet Kührener Teich und Lanker See bei Preetz

Kührener Teich und Lanker See

 

Der Kührener Teich liegt im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Er ist etwa 30 Hektar groß und seit 1995 Teil des Naturschutzgebiets Kührener Teich und Umgebung. Nicht weit entfernt kommt man in der Holsteinischen Schweiz südlich von Preetz im Kreis Plön zum Lanker See.



Der Lanker See und der Kührener Teich bilden ein gemeinsames FFH-Vogelschutzgebiet. Beim Kührener Teich handelt es sich um einen von Röhricht umgebenen Flachwassersee, der über einen Bach mit dem Lanker See verbunden ist. Das Naturschutzgebiet bietet Wasser- und Wiesenvögeln einen Rückzugsraum. Von einer Beobachtungshütte aus sind am anderen Seeüfer Kraniche zu sehen. Auf dem See balzen Rothalstaucher. Aber auch die Natur abseits der Wasserflächen gebührt Aufmerksamkeit, Zahlreiche Singvögel unter ihnen Hausrotschwanz und Girlitz tummeln sich in den Bäumen. Auch diverse Amphibienarten sollen hier leben, zeigen sich uns aber nicht. Statt dessen müssen diverse Gehäuseschnecken als Fotomodell herhalten.

 

Am Lanker See gibt es einen NABU-Station, da am Tag unseres Besuchs zum ersten Mal in dieser Saison öffnet. Die freiwilligen NABU-Helfer sind gerade dabei ein Spektiv aufzubauen und zeigen uns einen Seeadlerhorst, den wir alleine wahrscheinlich übersehen hätten.

 

Unser Parkplatz:

  •  am Naturschutzgebiet

Unser Stellplatz in Plön:

  • Womostop Plön - kostenpflichtiger Stellplatz auf gemischtem Parkplatz zwischen Durchgangsstraße und See (54°09'10.1"N 10°24'15.2"E)
Rothalstaucher
Rothalstaucher

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide
Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

Tister Bauernmoor in der Lüneburger Heide

 

Das Tister Bauernmoor ist ein Hochmoor im Norden der Lüneburger Heide das im Jahr 2002 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Im Herbst kann man hier die in ihre Schlafplätze einfliegenden Kraniche beobachten.



 Das Tister Bauernmoor liegt im Norden der Lüneburger Heide in der Nähe des Ortes Tiste und hat eine Größe von knapp 600 Hektar. Ab dem 1700 Jahrhundert wurde das Moor entwässert und trockengelegt. Es folgte der großflächige Torfabbau. Heute haben Wiedervernässungsmaßnahmen hier einen Lebens­raum von besonderem Reiz und hohem Natur­schutzwert geschaffen.

 

Das Tister Bauernmoor erschließt sich dem Besucher am Besten vom Fußweg aus, der vom Parkplatz der Moorbahn knapp einen Kilometer ins Moor hinein führt. Unterwegs trifft man immer wieder auf Informationstafeln, die das Moor, seine Entstehung und Renaturierung sowie die Tiere und Pflanzen dieses Lebensraums anschaulich erklären.

 

Vor allem im Herbst wird das Moor ein "Vogelmoor". Von den Beobachtungstürmen am Ende des Weges, die einen schönen Überblick über das Gebiet bieten, lassen sich zur Zugzeit die nachts in den wiedervernässten Tümpeln des Gebiets einfliegenden Kraniche und Gänse beobachten. Sind es Frühjahr nur wenige Tiere, so sammeln sich im Herbst hier bis zu 10.000 dieser großen Vögel.

 

Die Beobachtungstürme stehen vor den Schlafgewässern der Kraniche. Von den Vorsammelplätzen auf den Feldern und Wiesen in der Umgebung kehren die Vögel mit Beginn des Sonnenunterganges zu diesen Schlafgewässern zurück, wo sie die Nacht sicher vor Fressfeinden im seichten Wasser verbringen. Wer früh aufstehen möchte, kann die Kraniche vor Sonnenaufgang wieder aufsteigen sehen. In kleineren Trupps verlassen sie dann laut trompetend die Seen, um wieder auf den Feldern nach Nahrung zu suchen.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Nicht nur im Frühjahr und im Herbst kann man hier Kraniche beobachten. Immer mehr Kraniche fliegen nicht weiter in den Norden, sondern bleiben hier in der Gegend um zu brüten.

 

Neben den Kranchen kann man vor alle Graugänse, Silberreiher, Graureiher hier beobachten. Aber auch andere Tiere kann man hier finden: Kreuzotter, Ringelnattern, Waldeidechsen oder Libellen wie die Nordische Moosjungfer kann man mit etwas Glück entdecken.

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Hier einige Impressionen aus dem Moor:

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Hirschbrunft bei Starkshorn in der Lüneburger Heide

Hirsche im Nebel
Hirsche im Nebel

Hirschbrunft bei Starkshorn

 

Der kleine Weiler Starkshorn liegt unweit von Eschede in Niedersachsen. Normalerweise ist hier wenig los. Zur Brunftzeit der Rothirsche befindet sich hier am Rand der Südheide aber ein Hotspot der Rotwildbeobachtung.



Von Ende September bis Mitte Oktober wird es laut in Deutschlands Wäldern. Der Rothirsch, die größte freilebende bei uns heimische Wildart, ist in der Brunft. Auch wenn der Hirsch ursprünglich auf offenen Landschaften lebt, hat er sich heute in die Wälder zurückgezogen. Aber gerade zur Brunftzeit trifft man die sonst so scheuen Tiere auf Lichtungen an.

 

Nach den ersten kühlen Nächten ist es dann soweit. Sie kündigen nicht nur das Ende des Sommers an, sondern die größte Wildtierart in der Lüneburger Heide macht sich lautstark bemerkbar. Von Mitte September bis Mitte Oktober kämpfen die Hirsche erbittert um die Gunst der Damen. Das laute Röhren ist weithinzu hören. Diese Liebes- und Leidenszeit des Hirsches geht an die Substanz. Sie nehmen in dieser Zeit keine Nahrung mehr auf, schlafen kaum noch und paaren sich ständig mit den Hirschkühen. Ein starker Hirsch sammelt rund 10 Kühe um sich herum.

 

In den Wäldern der Lüneburger Heide gibt es noch große Wildbestände der großen Tiere. Besonders die Region um Starkshorn unweit von Eschede ist bekannt für ihre guten Beobachtungsmöglichkeiten (beiderseits entlang der L281), aufgrund geringer Bejagung.

 

Wir waren inzwischen mehrmals da. Der Erfolg ist nicht immer garantiert. Mal hört und sieht man mehrere Rudel, mal ist es den ganzen Abend und die Nacht ganz ruhig. Die vielen Autos auf der Straße kündigen schon an, ob in der letzten Zeit etwas zu sehen war. Aber alleine nur das "Zuhören" lässt einem eine Schauer über den Rücken jagen.

 

Update:

Leider hat der Jagdpächter vor kurzem gewechselt und so ist nicht genau abzusehen, ob sich dies in Zukunft ändern wird.

 

Wo kann man die Hirschbrunft noch beobachten? HIER

 

Unser Stellplatz:

  • Eschede: kostenfreier Stellplatz mit VE, zweckmäßig (N 52° 44' 13', O 10° 14' 27'')

 

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  • Hirschbrunft im Duvenstedter Brook bei Hamburg: hier
  • Wo finde ich den Zug der Kraniche? hier
  • Naturschauspiele im Herbst: hier

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Fotogalerie: Hirschbrunft bei Starkshorn

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Meldorfer Speicherkoog

Abendstimmung am Meldorfer Speicherkog
Abendstimmung am Meldorfer Speicherkog

Meldorfer Speicherkoog

 

Im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein liegt nicht weit von Meldorf entfernt, der durch Landgewinnung entstandene Meldorfer Speicherkoog. Die Wasserflächen sind bei Vogelkundlern wie auch Surfern gleichermassen beliebt.



Vogelbeobachtung aus dem Auto
Vogelbeobachtung aus dem Auto

Der Speicherkoog bei Meldorf an der Nordsee nördlich von Friedrichskoog wurde erst 1979 zum Schutz vor Sturmfluten eingedeicht.

 

Wo vorher Wattenmeer war entstanden zudem zwei neue Naturschutzgebiete, das Wöhrdener Loch und das Kronenloch sowie ein Nabu-Zentrum.

 

Durch den Deich von der Nordsee geschützt brüten hier viele verschiedene Vogelarten. Vor allem Wiesenbrüter wie Feldlerche, Rotschenkel oder Uferschnepfe sowie Bartmeisen, Rohrweihen und Blaukehlchen sind regelmäßige Brutvögel. Auch Seeadler haben wir hier schon gesehen. Zugvögel (Nonnengänse, Ringelgänse, Pfeifenten, Goldregenpfeifer) nutzen das Areal als Stop-Over auf ihrem Weg in den Süden.

 

Einen guten Blick auf das Kronenloch bietet die Vogelhütte gegenüber der NABU-Nationalparkstation (N 54°05'31", O 8°57'40"). Die Hütte ist Richtung Osten ausgerichtet und lohnt daher eher einen Besuch gegen Abend, da das Gegenlicht ansonsten Beobachtungen und vor allem ein Fotografieren erschwert.

 

Seit 2005 konnte man nicht weit entfernt, am Wöhrdener Loch, Konik-Pferde beobachten, die dort durch den NABU halbwild gehalten wurden. Leider soll das Projekt im September 2020 eingestellt werden, da die Betreuung und Versorgung an diesem Standort nicht mehr gewährleistet werden kann. Zukünftig sollen die Flächen durch Rinder und Schafe beweidet und damit offen gehalten werden.

 

Ansonsten gibt es entlang des asphaltierten Weges Richtung Büsum, der mit dem Auto befahren werden kann, immer wieder die Möglichkeit zur Beobachtung und zum Fotografieren.

 

Wir waren waren schon diverse Mal hier, das Gebiet rund um den Meldorfer Speicherkog ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

 

Unser Stellplatz:

  • Surfstrand Meldorf: offizieller Stellplatz am Surfsee, kostenpflichtig, keine VE (N 54°05'36", O 8°57'16"). In den Ferien und am Wochenende ist der Stellplatz von Surfern stark frequentiert.

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Fotogalerie:  Meldorfer Speicherkoog

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Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt

Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt
Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt

Eidersperrwerk und Naturzentrum Katinger Watt

 

An der Mündung der der Eider in Schleswig-Holstein liegt das Eidersperrwerk und nicht weit davon entfernt das Katinger Watt. Wer die Vögel der Nordseeregion beobachten will kommt hier auf seine Kosten.



Säbelschnäbler mit Eiern
Säbelschnäbler mit Eiern

Kurz vor Mündung der Eider in die Nordsee schützt das Eidersperrwerk die umliegenden Niederungen vor Überflutung, in dem es bei Sturmfluten geschlossen werden kann.

 

Küstenseeschwalben-Kolonie


Das Sperrwerk dient heute aber nicht nur dem Küstenschutz. Mittlerweile hat sich auch eine große Kolonie von Küstenseeschwalben hier angesiedelt. Die Vögel brüten direkt neben den großen Sperrtoren und unterhalb der Besucherplattform und können so unmittelbar beobachtet werden. Aber Achtung: Kommt man den Seeschwalben während der Brutzeit zu nahe, gehen diese schnell zum Angriff über.

 

Am Sperrwerk starten Bootsfahrten auf die Eider, zur Seehundbeobachtung und zum Seetierfang, die von Mitarbeitern des NABU oder des Nationalparks begleitet werden. Auch wir haben vor einigen Jahren an einer solchen Fahrt teilgenommen.

 

Nördlich der Eider und des Sperrwerks liegt das Vogelschutzgebiet "Katinger Watt" mit dem zugehörigen NABU-Zentrum mit einem kleinen Cafe inmitten von Wiesen und Wäldern. Das ehemalige Watt- und Salzwiesengebiet der Flussmündung der Eider wurde aus Hochwasserschutzgründen eingedeicht und hat sich seitdem unter der schützenden Hand des NABU zu einem einzigartigen Refugium für Pflanzen und Tiere entwickelt.

 

 

Säbelschnäbler-Kolonie

 

Vom Zentrum führt ein Hohlweg mit Informationstafeln zu mehreren sehr schön angelegten Beobachtungshütten. Wiesenvögel wie der Kiebitz fühlen sich hier genauso wohl wie Graugänse und Seeadler. Von einer der Hütten aus, kann man eine zur Brutzeit eine Säbelschnäbler-Kolonie beobachten.

 

Im Gebiet finden sich aber auch Orchideen- und Salzwiesen. Der Nabu bietet Führungen durch die Salzwiesen an.

 

Die beste Zeit für einen Besuch ist sicherlich der Frühsommer zur Brutzeit der Küstenseeschwalben und der Säbelschnäbler. Aber auch bei einem Besuch im Spätsommer gibt es etwas zu entdecken. Uns fasziniert die Fütterung der jungen Haubentaucher und vor allem der schier unstillbare Hunger der Küken

 

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Lunden: kostenfreier Stellplatz an einer Badestelle direkt an der Eider
    (N 54°19'57"; O 8°59'43")

 

Ein weiterer Wohnmobil-Stellplatz befindet sich in Tönning:

 

  • Stellplatz am Kapitänshaus: 54.311270, 8.940440

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Fotogalerie:Vögel am Eidersperrwerk und Katinger Watt

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Naturpark Drömling

Heckrinder im Naturpark Drömling
Heckrinder im Naturpark Drömling

Naturpark Drömling

 

Der Drömling an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war zur Zeit der Deutschen Teilung militärisches Sperrgebiet. Heute ist das Areal als Natur- und Biosphärenreservat ausgewiesen.



Heckrinder im Drömling
Heckrinder im Drömling

Der Drömling ist eine 340 km² große, in einer Flußniederung an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegene Kulturlandschaft, deren in Sachsen-Anhalt liegender Teil bereits seit 1990 als Naturpark ausgewiesen ist.

 

Während der Deutsch-Deutschen Teilung befand sich hier ein militärisches Sperrgebeit, in dem die Natur einen Rückzugsort fand. Doch schon zuvor war der Drömling Grenzland. Die aus der letzten Eiszeit stammenden Niedermoore der Region wurden daher aufgrund ihrer Lage zwischen Brandenburg/Preußen, dem Kurfürstentum Hannover und dem Herzogtum Braunschweig erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts trockengeleg. Über Hunderte von Kilometern Gräben wurde das Gebiet entwässert und so landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts durchzieht nun auch der Mittellandkanal das Gebiet von Ost nach West.

 

Seit 2012 wird nun darauf hingewirkt, in dieser von seinen Kanälen zwischen Wiesen, Feldern und Hecken geprägten Landschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ein länderübergreifendes UNESCO-Biospährenreservat mit einer Fläche von über 38tausend Hektar zu errichten.

 

Fast 400 Tier- und Pflanzenarten leben und gedeihen hier, darunter auch seltene Arten wie der Schwarzstorch, der Kranich, Fischotter, Biber und diverse Fledermausarten. Die feuchten Wiesenflächen werden von Konikpferden und Heckrindern beweidet und so von Strauchbewuchs frei und damit offen gehalten. Diese Tiere sind so robust und anspruchslos, dass sie ganzjährig in offener Weidehaltung gehalten werden können.

 

Das Heckrind wurde zu Anfang des 19. Jahrhundert mit der Absicht gezüchtet, dem ausgestorbenen Auerochsen zu ähneln. Auch wenn diese Hausrinder deutlich kleiner sind als der Auerochse, sind wir doch ausreichend beeindruckt, um den großen Hörnern lieber nicht zu nahe kommen zu wollen.

 

Unser Parkplatz:

  • Röwitz: Wanderparkplatz am Offenstall (N 52°31'44", O 11°03'24")

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Naturschutzgebiet Ilkerbruch bei Wolfsburg

Seeadler über vereistem See im Naturschutzgebiet Ilkerbruch
Seeadler über vereistem See im Naturschutzgebiet Ilkerbruch

Naturschutzgebiet Ilkerbruch

 

Unweit des Volkswagen Werks findet man im Nordwesten von Wolfsburg (Niedersachsen) ein wahres Kleinod. Das Naturschutzgebiet Ilkerbruch liegt zwar direkt an einer viel befahren Ausfahlstraße; trotzdem kann man hier Seeadler und Kraniche beobachten.



Im Nordwesten von Wolfsburg in Niedersachsen liegt das etwa 125 ha große Naturschutzgebiet Ilkerbruch. Wasserflächen mit ausgedehnten Flachwasserzonen, Röhricht und Wiesen bieten Tieren einen abwechslungsreichen Lebensraum. Auf einer Ausgleichsfläche für eine Erweiterung des VW Werks wird offene Weidehaltung mit Konikpferden und Heckrindern betrieben.

 

Um das Naturschutzgebiet führt ein Rundweg mit Aussichtsplattformen, einem Aussichtsturm und Schautafeln.

 

Unser Vogelführer "Vögel bobachten in Ostdeutschland" (siehe Link unten) führt uns zu einem unspektakulären Parkplatz. Dieser liegt an einer während des Berufsverkehrs von VW Mitarbeitern stark frequentierten Kreisstraße 114.

 

Völlig überrascht stellen wir fest, dass die direkt am Parkplatz gelegene Beobachtungshütte an einem Donnerstagnachmittag mit Fotografen mit großen Kameras gut besetzt ist.

 

Nach kurzer Zeit wissen wir auch warum: Zum Greifen nah steht ein hier überwinterndes Kranichpaar im seichten Wasser. Auf der Eisfläche des Sees balzen Seeadler umgeben von diversen Entenvögeln.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Unser Parkplatz:

  •  an der Beobachtungshütte (N 52 26'' 00'', O 10° 39'' 52')

 

Fotogalerie: Seeadler und Kraniche auf dem Eis

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Altes Land: Prahmfähre Gräpel

handgetriebene Fähre über die Oste bei Gräpel (Estorf) im Alten Land
handgetriebene Fähre über die Oste bei Gräpel (Estorf) im Alten Land

Altes Land: Prahmfähre Gräpel

 

Direkt an der "Deutschen Fährstraße" liegt im Alten Land vor Stade der zur Gemeinde Estorf gehörende Ort Gräpel. Hier wurden an der historischen Prahmfähre am Ufer der Oste in idyllischer Lage drei kostenfrei Stellplätze für Wohnmobile ausgewiesen.



Die Prahmfähre bei Gräpel ist eine der letzten Fähren ihrer Art und bringt noch heute Personen, Fährrader aber auch Fahrzeuge bis hin zum Wohnmobil im Handbetrieb von einer Seite auf die andere. Wir verbringen einen netten Abend im nahegelegenen Gasthaus „Plate's Osteblick“ und erfahren von Karin Plate,  die hier in der fünften Generation Wirtin ist, viel über ihre Familie, deren Geschichte eng mit der Fähre verbunden ist. Mehr dazu gibt’s unter "unterwegs getroffen".

 

Stellplatz-Infos:

  • Estorf: Stellplatz an der Oste, kostenfreier Aufenthalt begrenzt auf 2 Tage, keine Ver- und Entsorgung (N 53°33’58’’, O 09°10’22’’)

Hamburger Hallig und die Köge

Nabu Infocenter auf der Hamburger Hallig
NABU Informationszentrum auf der Hamburger Hallig

Hamburger Hallig und die Köge

 

Die Hamburger Hallig liegt an Schleswig Holsteins Küste mitten im Nationalpark Wattenmeer. Besonders zur Zeit des Vogelzugs sind die Hallig und die umliegenden Köge für Naturfreunde eine Reise wert.



Immer wieder zieht es uns an die schleswig-holsteinische Nordseeküste. Vor allem die Hamburger Hallig und die umliegenden Köge haben es uns angetan. Der fruchtbare Marschboden der Köge, mit deren Eindeichung um 1760 begonnen wurde, wird in großen Teilen landwirtschaftlich genutzt. Heute prägen darüber hinaus Windparks die Landschaft.

 

Erst 1987 wurde der Beltringharder Koog fertiggestellt. Dieser dem Küstenschutz dienende Koog war während des Baus ein heftig umstrittenes Projekt. Heute ist er vollständig als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Nur eine einzige Straße erschließt den Koog. Für diese lohnt es sich aber Zeit zu nehmen, denn bei langsamer Fahrt lässt sich das Salzwasserbiotop zur rechten und linken wunderbar erkunden.

 

Kurz nach der Einfahrt in den Koog bietet ein kleiner Parkplatz (N 54°34'07"; O 8°55'12") auf der rechten Straßenseite einen guten Überblick über das gesamte Gebiet, ein kleines Stück weiter lohnt eine Beobachtungshütte (N 54°34'03"; O 8°54'47") einen längeren Besuch. Hier tummeln sich hier je nach Saison diverse Enten- und Gänsearten und andere Wasservögel, die gelegentlich ein Seeadler in Aufruhr versetzt. Auch auf dem kurzen Fußweg zur Hütte sollte man die Augen offen halten; mit Glück kann man hier Blaukehlchen aus der Nähe zu sehen bekommen.

 

Am Ende der Straße kann man das Auto auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellen und entweder zum Deich oder aber zu einer weiteren Beobachtungshütte gehen, von der aus man von Norden auf die Salzwasserlagune schauen kann.

 

Einige Kilometer weiter liegt mit der Hamburger Hallig ein weiteres Naturschutzgebiet. Die Hallig ist über einen Damm am besten zu Fuß oder auch per Fahrrad zu erreichen, auch wenn das auf der Hallig selbst gelegene Lokal auch gegen Gebühr mit dem eigenen Auto angefahren werden kann. Vor dem Damm bietet das NABU-Zentrum "Amsinck-Haus" (N 54°36'56"; O 8°52'12") Infos zum Gebiet, direkt daneben befindet sich ein Wohnmobilstellplatz.

 

Etwa auf halber Strecke wird auf dem "Schafsberg", einer kleinen Warft in der Sommersaison von Ehrenamtlichen ein NABU-Info-Punkt betrieben.

 

Im Gebiet sind in den Sommermonate einige ständigen Brutvogelarten häufig zu sehen, darunter Austernfischer, Säbelschnäbler, Kiebitz, Rotschenkel, Sandregenpfeifer, Silber-, Lach- und Sturmmöwe. Als Durchzieher oder Nichtbrüter können Grünschenkel, Dunkler Wasserläufer, Großer Brachvogel, Ufer- und Pfuhlschnepfe, Knutt, Alpenstrandläufer, Steinwälzer sowie Gold- und Kiebitzregenpfeifer angetroffen werden..

 

Unser Stellplatz:

  • Hamburger Hallig: neben  dem  NABU-Zentrum "Amsinck-Haus", gebührenpflichtig, teilweise Strom (N 54°36'56"; O 8°52'12")

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Fotogalerien: Rotschenkel:

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Naturpark Dümmer

Dümmer Naturpark Diepholzer Moorniederungen
Dümmer Naturpark Diepholzer Moorniederungen

Naturpark Dümmer

 

Der in Niedersachsen gelegene Flachwassersee Dümmer und die umliegenden Feuchtwiesen und Moore sind wichtige Vogelbrut- und rastgebiete. Der auch nur kurz Dümmer genannte See ist aber auch bei Wassersportlern und Erholungssuchenden beliebt.


Der Weißstorch brütet rund um den Dümmer
Der Weißstorch brütet rund um den Dümmer

Der Dümmer See, der kurz auch einfach Dümmer genannt wird, ist ein Flachwassersee und nach dem Steinhuder Meer mit einer Fläche von etwa 12,5 Quadratkilometern der zweitgrößte Binnensee des Bundeslandes. Mit einer maximalen Tiefe von nur knapp 1,5 Meter bietet er einen besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

 

Natur und Tiere

 

Der Dümmer liegt im Naturraum Diepholzer Moorniederung. Er ist umgeben von Niedermooren, die seit der letzten Eiszeit aufgrund von Verlandung des früher deutlich größeren Sees entstanden sind. Im Süden und Westen des Sees finden sich weite Schilfröhrichtflächen, Erlenbruchwälder, feuchte Wiesen, kleine Teiche und Moorflächen. Immer wieder kann man vom Weg aber auch von den Beobachtungstürmen entlang des Sees einen Blick auf die freien Wasserflächen des eigentlichen Sees werfen.

 

Die spezielle Landschaft rund um den See ist Heimat, Brut- und Rastplatz für viele Vogelarten, weshalb das Gebiet als Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen ist. Auch seltene Arten wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Rohrdommel finden in den Feuchtgebiete der Hunte, des den Dümmer durchfließenden Nebenflusses der Weser, einen Brutplatz. Auch der immer seltener werdende Kiebitz und die Bekassine brüten auf den umliegenden Wiesen.

 

Wir versorgen uns nach unserer Ankunft erst einmal in der Naturschutzstation Dümmer in Hüde ( GPS 52°28'49.2"N 8°20'36.8"E) mit Informationsmaterial und besuchen die Dauerausstellung zum Park in der angrenzenden, während der Öffnungszeiten frei zugänglichen alten Scheune. (Achtung: es gibt hier nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen, für große Mobile kann es hier in der Saison eng werden.) Betrieben wird die Station vom Naturschutzring Dümmer auf dessen Internetseite man auch weitere Information rund um die Natur von See und Park, Öffnungszeiten der Naturschutzstation etc. finden kann: Website Naturschutzring Dümmer.

 

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Der Weißstorch brütet rund um den Dümmer

Der Natur-Erlebnispfad startet an der Naturschutzstation
Der Natur-Erlebnispfad startet an der Naturschutzstation

Natur-Erlebnispfad

 

Einen ersten guten Überblick über das Gebiet erhält man auf dem der direkt neben der Naturschutzstation startende Natur-Erlebnispfad. Die erste Halt auf dem etwa 4,5 Kilometer langen Pfads ist der Naturgarten der Station. An den Garten schließt sich eine Kopfweiden-Allee an. Dann geht es weiter durch Wiesen und Bruchwäld vorbei an einem Vogelbeobachtungsturm bis hin zum See und an diesem entlang.

 

Nach einem kurzen Abstecher in den Ort Hüde führt der beschilderte Weg zurück zur Station. (Achtung: Die Beschilderung des Wegs ist eigentlich sehr gut. Trotzdem hätten wir die Abzweigung vom See zurück Naturschutzstation fast übersehen.) Es geht nun einige Meter durch den Ort, vorbei an sehenswerten Fachwerkhäusern. Bei unserem Besuch im frühen Sommer brüteten hier in einem Hof direkt neben der Straße Störche. Entlang des Weg geben dreizehn Informationstafeln interessante Einblicke in die Natur und die Entstehung der Landschaft. Man sollte daher genug Zeit für den Weg und auch zum Lesen einplanen. Wir waren (mit Hund) etwa zwei Stunden, und damit deutlich länger als von uns geplant, unterwegs.

 

Wir haben bei unserem Rundgang  leider nur wenig Beobachtungserfolg und müssen uns mit Haubentaucher, Blässhuhn und Graugans begnügen. Die Graugänse entpuppen sich aber als interessanter als gedacht, denn einige von Ihnen tragen Halsringe. Ein genauer Blick durch das Fernglas zeigt, dass die gelben Ringe zu einem Projekt gehören, an dem wir selber beteiligt waren. Wer mehr darüber erfahren will klickt hier: Graugansberingung

 

Zeit zur Einkehr: Leckerer Räucherfisch in Olgahafen

 

Wir waren schon mehrmals am Dümmer und parken unser Wohnmobil am Liebsten in Olgahafen am Westufer des Sees. Hier gibt es einen kleinen und bisher kostenfreien Wohnmobilstellplatz. Ansonsten findet sich hier rund um den Bootsanleger und das Jugendwaldheim kleine Lokale. Von hier aus kann man den See  auch auf einem gut ausgebauten Weg per Fahrrad umrunden. Bevor wir zu unserem Wohnmobil zurückkehren, kaufen wir uns zum Abendbrot in der direkt neben dem Parkplatz gelegenen Fischräucherei leckeren Räucherfisch. Alternativ kann man sich aber auch im angeschlossenen Bistro bewirten lassen.

 

Unser Tipp:

Mückenschutz nicht vergessen! Die Moore und Feuchtgebiete rund um den See sind sind nicht nur ein Paradies für Vögel sondern auch für Stechmücken - besonders, wenn es kurz zuvor geregnet hat.

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Der Natur-Erlebnispfad startet an der Naturschutzstation

Stellplatz mit VE am Olgahafen
Stellplatz mit VE am Olgahafen

Unser Wohnmobil-Stellplatz am Dümmer:

  •  Olgahafen: einfacher, kostenloser Stellplatz mit VE im hinteren Teil des gemischten Parkplatzes
    (GPS 52°31'47"N 8°18'34"E)

Auch Wassersportler, Badegäste und andere Erholungssuchende zieht es ans Ufer des Dümmer und auf den See. So versucht man im Naturpark Naturschutz und Tourismus bestmöglich unter einen Hut zu bringen. Das ist sicherlich keine einfache Aufgabe. Vor allem an der Ostseite des Sees mit den Orten Marl, Hüde und Lembruch reihen sich Hotels,  Restaurants und allerlei Wassersportmöglichkeiten aneinander. Hier findet man auch Camping- und Stellplätze, die mehr Komfort bieten als unser kleiner Stellplatz in Olgahafen:

 

weitere Wohnmobil-Stellplätze/Campingplätze rund um den Dümmer:

  • Lembruch: Wohnmobilhafen Tiemanns Hof (GPS 52°31'27"N, 8°22'01"E)
  • Lembruch: Camping Seeblick (GPS 52°31'33"N 8°21'40"E)

  • Lembruch: Camping und Yachthafen Schoddenhof (GPS 52°31'02"N 8°22'08"E)

  • Hüde: Freizeitarena Dümmer See, Wohnmobilstellplatz am Campingplatz (GPS 52°30'05"N 8°21'23"E)

  • Hüde: Campingplatz Leckermeyer-Hannker (GPS 52°29'52"N 8°21'27"E)

  • Hüde: Campingplatz Rohrdommel (GPS 52°30'07"N 8°21'14"E)

  • Hüde: Campingplatz + Bootshafen Dümmer-See (GPS 52°29'46"N 8°21'18"E)

  • Hüde: Campingplatz Rennegarbe-Keßmann (GPS 52°29'40"N 8°21'14"E)

 

Infobox: Naturpark

 

Ein Naturpark ist gemäß der Definition des §27 Bundesnaturschutzgesetzes ein großräumiges Gebiet, das überwiegend aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten besteht und sich wegen seiner landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignet.

 

Die Pflege und Entwicklung eines Naturparks soll der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt dienen. Zu diesem Zweck wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung, ein nachhaltiger Tourismus und eine nachhaltige Regionalentwicklung angestrebt werden.

 

Dem Konzept Naturpark liegt die Idee des "Schutzes durch Nutzung" zugrunde und so liegt der Fokus eines Naturparks nicht unbedingt, wie dies durch den Namen vielleicht nahegelegt werden könnte, auf dem Schutz der Natur, sondern vielmehr in einem Erleben von Natur und der Entwicklung der jeweiligen Region zur Erholung unter Beachtung der Ziele von Natur- und Landschaftschutz. Diese Ziele können regional jeweils anders verfolgt werden. Derzeit gibt es in Deutschland 105 Naturparke, die 27% der Fläche Deutschlands ausmachen.

 

 

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Stellplatz mit VE am OlgahafenWer am Naturpark Dümmer ist, sollte nicht versäumen, zu den Diepholzer Moorniederungen weiter zu fahren: hier

 

 

Fotogalerie Naturpark Dümmer:

 

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Diepholzer Moorniederung

Diepholzer Moorniederung
Diepholzer Moorniederung

Diepholzer Moorniederung

 

Die Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen ist knapp 105.000 Hektar groß und umfasst mehrere Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Darunter sind einige Hochmoore sowie der am Südwestrand gelegene Naturpark Dümmer.



Die Hochmoore der Diepholzer Moorniederung gehören zu den am Besten erhaltenen bzw. renaturierten in Niedersachsen. Auf Wanderwegen kasseb sich die Moorgebiete erwandern und auf Lehrpfaden entdecken.

 

Wir haben bisher das Openweher Moor, das Neustädter Moor und das Rehdener Geestmoor genauer erkundet.

 

Openweher Moor

 

Das südlichste der drei Moorgebiete hat eine Gesamtgröße von etwa 870 Hektar, wobei 380 Hektar des Naturschutzgebiets in Niedersachsen und der übrige Teil in Nordrhein-Westfalen liegen. Vor der Einrichtung der Naturschutzgebiete wurde hier Torf im bäuerlichen Handstichverfahren abgebaut. Dieser fand zwar teils großflächig statt; eine industrielle Ausbeutung des Gebiets erfolgte aber nie.

 

Das Gebiet lässt sich gut vom Parkplatz im Süden des Gebiets erkunden. Hier führt ein etwa 600 Meter langer Weg zu einem Infopavillon mit Informationstafeln. Wir folgen dem Rundweg mit der Beschilderung III, der mitten ins Moor führt. Hier gibt es auch einen Beobachtungsturm. Bei unserem Besuch gegen Abend an einem warmen Julitag sehen wir beispielsweise einen Rotmilan, mehrere Turmfalken, Schafstelzen, Bachstelzen, Wiesenpieper, Goldammern und viele Weißstörche.

 

Unser Parkplatz:

  •  Stemwede: Am Moordamm/Brahendamm (52°30'00.1"N 8°29'33.3"E)

 

Infobox: Hochmoore

 

Hochmoore sind außergewöhnliche Landschaften, die nur dort entstehen können, wo die Regenmenge die den durch Abfluss und Verdunstung entstehenden Wasserfluss überstiegt. Dies gelingt nur in einem gemäßigt feuchten Klima, wie es beispielsweise im Norden Deutschlands vorherrscht.

 

Hochmoore entstehend durch das Wachstum von Torfmoosen über Jahrhunderte und Jahrtausende. Torfmoose können mehr als das zwanzigfache ihres Gewichtes an Wasser speichern. Ihre unteren Teile sterben ab und bilden den Torf auf dem neues Moos wächst. So wachsen Hochmoore tatsächlich auf totem Material in die Höhe. Lebende und noch wachsende Hochmoore gibt es heute aufgrund von Torfabbau und Entwässerung der Moore zur Gewinnung von Ackerland nur noch selten.

 

Die besonderen Lebensräume mit ihrem nassen sowie mineralsalzarmen und sauren Boden bringen eine an diese extremen Bedingungen angepasste Flora und Fauna hervor.

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Neustädter Moor

 

Das Neustädter Moor ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und liegt nordöstlich von Wagenfeld und südlich von Freistadt. Auch hier wurde Torf im Handstich aber auch industriell abgebaut. Mittlerweile wurden die so veränderten Gebiete aber renaturiert.

 

Wir parken auf einem kleinen Parkplatz an einem Gehöft am Südrand des Naturschutzgebietes und gehen zu Fuß zum größeren der beiden Beobachtungstürme des Gebiets. Bei unserem Besuch im Juli kann man zwar das Gebiet gut überblicken, wir bekommen aber nicht viel zu sehen. Zur Zeit des Kranichzugs sollte dies anders sein.

 

Wir fahren daher weiter zum kleineren Beobachtungsturm, der nur wenige Autominuten entfernt liegt. Von der Plattform hat man einen guten Überblick über die Moorlandschaft und vom kleinen Picknickplatz am Fuß des Turms startet auch ein etwa zwei Kilometer langer Naturrundweg. In der Saison macht hier auch eine Moorbahn halt.

 

Der Weg schlängelt sich gut beschildert durch das Moorgebiet. Teilweise führen Stege über den feuchten Boden. Auch eine kleine "Wackelbrücke" aus Schwimmpontons muss überwunden werden. Für unseren Hund ist das eine echte Herausforderung - so etwas hatte er bisher noch nicht gesehen.

 

Man sollte sich für den Rundgang Zeit nehmen, denn für manch Sehenswertes muss man genauer hinsehen. An mehreren Stationen gibt es Information zum Lebensraum Moor. So weißt beispielsweise eine Tafel auf ein Vorkommen von Sonnentau, einer fleischfressenden Pflanze, hin. Diese ist aber so winzig, dass man sie eigentlich nur entdeckt, wenn man in die Knie geht. Wir legen uns zum Fotografieren sogar auf dem hölzernen Weg. Gut, dass bei unserem Besuch so wenig los ist. Außerdem sehen wir verschiedene Heidearten, darunter die Rosmarinheide, die auch Sumpfrosmarin genannt wird, und diverse Schmetterlinge und Libellen.

 

Unsere Parkplätze:

  • großer Turm: Wagenfeld, Parkplatz Hochmoorweg (52°34'22"N 8°40'54"E
  • kleiner Turm, Moorpfad: Parkplatz am Langen Berg (52°33'55"N 8°40'17"E)

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Tanz der Stare an der deutsch-dänischen Grenze

Tanz der Stare an der deutsch-dänischen Grenze in Aventoft
Tanz der Stare an der deutsch-dänischen Grenze

Tanz der Stare

 

Aventoft ist ein winziger Ort an der deutsch-dänischen Grenze. Im Frühjahr und im Herbst kommen Vogelfreunde in Scharen hierher, um den Staren beim Tanzen zuzusehen.



Aus der Ferne betrachtet ist der einzelne Star eher unscheinbar. Erst im Schwarm wird er zur spekakularäen Erscheinung, dann wenn sich das Einzelwesen im Kollektiv verliert und wir Menschen nicht verstehen können, wie eine Gemeinschaft von Hunderten und Tausenden von Individuen derart synchron reagieren können, dass die Menge aussieht wie eins.

 

Unweit des Örtchens Aventoft kann man jedes Jahr im Frühjahr und Herbst an der deutsch-dänischen Grenze Zeuge dieses Spektakels werden, das hier "Schwarze Sonne" (dänisch: "Sort Sol" genannt wird.

 

Jeden Abend kurz vor Sonnenuntergang fallen hunderttausende von Staren in die Marschen ein, um dort gemeinsam geschützt die Nacht zu verbringen. Beim Anflug führen die Schwärme ein regelrechtes Flugballett auf und verdunkeln zeitweise fast den Himmel.

 

Das Marschgebiet entlang der Grenze bietet den Vögeln reiche Nahrung und so zieht es sie immer wieder hierher, um sich vor der Brutsaison und vor dem Winter noch einmal ordentlich Gewicht anzufressen.

 

Stare sind Teilzieher, das heißt sie wechseln im Winter nur unwesentlich ihren Standort. Dies tun sie in der Gemeinschaft. Sind im Frühsommer die ersten Jungvögel ausgeflogen, finden sie sich berreits jetzt schnell zu Schwärmen zusammen, die gemeinsam gerne in Obstplantagen und Weinbergen einfallen.

 

Wir waren bereits mehrere Male hier. Leider hatten wir nie gutes Wetter, sodass gute Fotos Mangelware sind. Aber mit dem Fernglas oder dem Spektiv sind die Stare immer ein Spektakel.

 

Die beste Beobachtungszeit:

 

Wir waren bisher Ende September und Ende August dort. Ende August gibt es schon viele Stare und es lohnt sich ein Abstecher. Ende September aber gibt es große Schwärme. Dies ist unserer Erfahrung eine gute Zeit. Aber auch im Frühjahr (März) soll man die Schwärme gut sehen können.

 

Dann stellt man sich eine Stunde vor Sonnenuntergang an die Straße. Erst kommen die Stare in kleinen Gruppen, die immer wieder im Schilf landen und wieder aufsteigen. Später werden es immer mehr. Große Schwärme entstehen, die dann die berühmten Formationen fliegen. Ein echtes Spektakel. Manchmal versucht ein Greifvogel, meist eine Rohrweihe, in einem Schwarm Beute zu machen - meist vergeblich.

 

Wo kann man die Schwarze Sonne noch beobachten? HIER

 

Unser Parkplatz zum Beobachten:

  • bei Aventoft: L2/Stichelmelde - entlang der Straße (54°53'23"N 8°50'55"E)

 Unsere Stellplätze:

  • Aventhoft: offizieller Parkplatz ohne VE
    (54°54'04.3"N 8°49'17.1"E)
  • Süderlügum: offizieller Stellplatz an der Sporthalle
    (54°52'28"N 8°54'11"E)

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Video und Fotogalerie: Tanz der Stare

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Die Deutsche Fährstraße

Die "Deutsche Fährstraße" zeigt auf 250 wohnmobilfreundlichen Kilometern, wie der Mensch Gewässer mal mehr und mal weniger konventionell überqueren kann.

 

Begleitet uns auf der Fahrt von Bremervörde bis Kiel entlang von Oste, Elbe und Nord-Ostseekanal, auf der sich rund 50 Brücken, Schleusen, Sperrwerke, Tunnel und Fähren unterschiedlichster Art aneinander reihen.

Genial für Wohnmobil-Fahrer:

 

Entlang der Deutschen Fährstraße gibt es viele, z.T. kostenlose, wirklich nette Stellplätze (siehe am Ende des Berichts):



Unser Bericht über die Fährstraße teilt sich in 4 Teile auf:

  • Teil 1: Entlang der Oste (von Bremervörde bis zu Elbe)
  • Teil 2: Entlang der Elbe
  • Teil 3: Entlang des Nord-Ostseekanals bis nach Kiel
  • Teil 4: Stellplätze entlang der Fährstraße

 

Wir starten in Bremervörde Richtung Norden

Teil 1: Entlang der Oste

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Das Hohe Moor

Das Hohe Moor
Das Hohe Moor

Das Hohe Moor

 

Vor rund 200 Jahren wurde das Hohe Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren ...


Das Hohe Moor
Das Hohe Moor

Von hier lohnt sich ein Abstecher gen Osten. Auf halben Weg nach Stade liegt das Hohe Moor. Das etwa 5000 Jahre alte Hochmoor ist heute Natura-2000-Gebiet und Landschaftsschutzgebiet.

 

Vor rund 200 Jahren wurde das Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren

 

Zwei schöne Rundwanderwege, der eine und 7 km lang, der andere etwa 2,5 km lang, führen vorbei an alten Handtorfstichen, Entwässerungsgräben, Moorwäldern, Sümpfen, aufgestaute Renaturierungsflächen und zwei Moorseen. Der Zugang zur großen Runde ist an der B 74 zwischen Elm und Hagenah bei GPS 53.534753, 9.261897, die kleine Runde beginnt man am besten bei GPS 53.559260, 9.276183. Bei Nässe sollte man besser festes Schuhwerk oder Gummistiefel anziehen, Mücken, Bremsen und Zecken sind im Sommer Plagegeister in Mooren; denkt also bitte an entsprechenden Insektenschutz.

 

Wer Glück hat, kann Kraniche beobachten, die seit 2002 hier wieder brüten. Ihre trompetenden Rufe schallen vor allem im Frühjahr über das Moor. Auch die seltene Sumpfohreule zieht ihre Kreise und ist tagsüber bei der Jagd über die offenen Landschaften zu beobachten. Vorsicht ist auf den Wegen geboten, denn hier können Kreuzottern und Ringelnatter gerade ein Sonnenbad nehmen. Baumfalke, Kuckuck und viele Singvögel, aber auch moortypische Libellenarten sind hier zu finden.

 

Wo kann man Kraniche noch beobachten? HIER

 

Im Hohen Moor wachsen die grün-rötlich gefärbten Torfmoose und typische Hochmoorpflanzen wie Sonnentau und der aromatisch duftende Gagelstrauch, Wollgras und Moorbirke.

 

Im Frühjahr kann man hier ein besonderes Spektakel beobachten. Der auf Feucht- und Nasswiesen, Bruch- und Auenwälder vorkommende seltene und eher unscheinbare Moorfrosch überrascht während der Paarungszeit: Die Männchen werden blau.

 

Wo kann man Moorfrösche noch beobachten? HIER

 

Als wir da waren, hat es geregnet und den Fotoapparat haben wie lieber im Auto gelassen.

 

Wer einen schönen Stellplatz sucht, der wird in Hagenah fündig. Hier bietet ein Bauer einen sehr schönen Platz unter Storchennestern gegen eine Spende an (siehe Stellplatzliste)

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Das Hohe Moor


Montgolfiade in Warstein

Montgolfiade in Warstein
Montgolfiade in Warstein

Montgolfiade in Warstein

 

Im September ist in Warstein Montgolfiade. Dann ist der Ort in Nordrhein-Westfalen nicht länger nur bekannt für sein Bier, sondern wird zum Mekka für Heißluftballonfreunde.



Im Spätsommer trifft sich in Warstein die Heißluftballon-Szene zur Montgolfiade. Dann finden hier Schau- und Wettflüge statt, es werden aber auch Mitflugmöglichkeiten angeboten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit beim Sponsor der Veranstaltung an einer Brauereiführung teilzunehmen.

 

Infobox: Montgolfiade

Der Begriff Montgolfiade geht zurück auf die Gebrüder Montgolfier, die Ende des 18. Jahrhunderts den Heißluftballon – auch Montgolfière genannt – erfanden. Waren die Flüge anfänglich unbemannt, hob 1783 mit Genehmigung des französischen Königs Ludwig XVI. erstmals ein Mensch erfolgreich ab. In der Fachsprache werden Ballons im Gegensatz zu Flugzeuge übrigens gefahren und nicht geflogen.

 

Wir suchen uns zum Fotografieren einen Platz außerhalb des eigentlichen Geländes auf einer Anhöhe, von wo aus wir einen guten Blick auf die startenden Heißluftballons haben.

 

Am Warsteiner Geländer gibt es für mobile Gäste, die Möglichkeit auf dem dortigen Wohnmobil-Stellplatz zu übernachten.

 

Stellplatz-Tipp:

  • Warstein: gebührenpflichtiger Stell-/Campingplatz an der Warsteiner-Welt (51°25'34"N 8°21'29"E)

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Fotogalerie:  Montgolfiade in Warstein

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Zwillbrocker Venn - Flamingos in Deutschland

Flamingos im Zwillbrocker Venn
Flamingo-Skulptur im Zwillbrocker Venn

Zwillbrocker Venn - Flamingos in Deutschland

 

In Deutschland gibt es frei lebende Flamingos...

Nein, das ist kein Aprilscherz. Unweit der deutsch-niederländischen Grenze brütet im Sommer im Zwillbrooker Venn (Kreis Borken) tatsächlich eine Flamingo-Kolonie.

 



Das Zwillbrocker Venn ist ein Wald, Moor und Feuchtwiesengebiet westlich von Verden und wurde bereits 1938 in Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ursprünglich befand sich hier ein Hochmoor; nach Ende des Torfabbaus verblieb ein Flachwassersee. Dieser und die umliegenden Flächen beherbern eine reiche Pflanzen- und Tierwelt.

 

Die Besonderheit des Gebiet und Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern sind aber die hier im Sommer nistenden Flamingos. Es ist unbekannt, woher die seit den 1970er Jahren im Venn anzutreffenden Vögel stammen. Es wird aber vermutet, dass es sich um Flüchtlinge aus Parks und Gärten handelt, findet man hier neben Rosaflamingos auch Kuba- und Chileflamingos, die in Europa definitiv nicht zuhause sind. Mittlerweile zählt die Kolonie zwischen 40 und 50 Tieren.

 

Eigentlich sollen die Vögel zwischen April - August im Venn anzutreffen sein. Wir sind bei unserem Besuch Anfang August aber leider in diesem Jahr zu spät dran. Die Flamingos sind schon in Richtung ihrer Überwinterungsgebiete abgezogen. Wir müssen uns daher mit den netten Flamingo-Skulpturen vor der Biologischen Station begnügen. (Die Station liegt schräg gegenüber des Wohnmobil-Stellplatzes/Parkplatzes auf der anderen Straßenseite.) Auch die im Gebiet brütetenden Lachmöwen – im Sommer sollen es über 10.000 sein – treffen wir nicht mehr an.

 

Auch ohne Flamingos brechen wir am frühen Morgen zu einer Fototour entlang des am Wohnmobilstellplatz von Zwillbrock startenden Rundwegs auf. Wie eigentlich meistens, wenn wir es schaffen, zeitig loszuziehen, werden wir mit einer fantastischen Morgenstimmung belohnt.

 

Entlang des Wegs sind drei Beobachtungshütten zu finden. Wir sehen von dort zwar keine Flamingos, können aber auf den umliegende Heideflächen Rehe und Kraniche beobachten, obwohl Kraniche hier eigentlich nur regelmäßig im Frühjahr und Herbst rasten sollen. Auch wir dürfen mal Glück haben. Direkt am Rundweg stehen Schottische Hochlandrinder, die hier zur Beweidung der tiefen Wiesenflächen eingesetzt werden.

 

Weitere Kranichbeobachtungsmöglichkeiten: hier

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Zwillbrock: offizieller Wohnmobil-Stellplatz auf einer Wiesenfläche (52°03'15"N 6°41'39"E)

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Fotogalerie: Zwillbrocker Venn

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