Ernüchternd: Ohne Auflastung geht es nicht weiter!

Warum haben wir unser Wohnmobil auf über 3,5 Tonnen aufgelastet?

Uns war von vorne herein bewusst, dass ein 4x4 Sprinter mit GFK-Kabine als 3,5 Tonner schwierig zu realisieren sein wird.

 

Wir haben es versucht:

 

Laut Angebot der Fa. Woelcke hat unser Paul eine Zuladung von .....

 

Zuladung:

 

Laut Angebot der Fa. Woelcke (aus dem Jahr 2013) von hat unser Paul ein reisefertiges Leergewicht von 3150 kg +/- 2% (inkl. Fahrer mit 70 kg, Frischwasser 90 %, Gas 1x 11 kg, Diesel 90 %) und somit eine Zuladung von rund 350 kg.

 

Diese Zuladung von 350 kg ist schnell aufgebraucht:

  • zzgl. 80 kg für Fahrer und Beifahrer,
  • 10 kg Wasser bis voll,
  • 10 kg Diesel bis voll,
  • 30 kg volle Toilette inkl. externer Wassertank,30 kg für 2 Fahrräder
  • 20 kg Fotoausrüstung
  • Campingstühle und -tisch
  • Kleidung
  • Getränkevorrat
  • Lebensmittel
  • Geschirr und Besteck
  • Töpfe, Pfannen

 

Hinzu kommen bei uns:

Obwohl wir schnell aus Gewichtsgründen die Anhängerkupplung abmontiert haben, sind wir uns schnell bewusst geworden, dass wir "voll geladen" die 3.5 Tonnen immer überschreiten.

 

 

Panik vor der Waage in Frankreich:

 

Obwohl wir von der Polizei vor der Waage bereits angehalten wurden, hatten wir echt Glück und kamen noch um das Wiegen herum, da hinter der Waage kein Parkplatz mehr frei war. Nach diesem Schreckmoment haben wir das Internet befragt, mit was für eine Strafe wir hätten rechnen müssen:

  • Finanziell kann es teuer werden - wir haben gelesen, dass das schon mal locker ein 4-stelliger Betrag sein kann.

  • Bei einer Überschreitung von 5% kann das Fahrzeug vor Ort festgehalten werden und eine Weiterfahrt kann nur erfolgen, wenn man wieder unter 3.5 t ist. Da wir max. 100 Liter Wasser ablassen könnten, wäre es uns nicht möglich gewesen, ohne weiteres auf 3,5 Tonnen zu kommen.

Andere Länder wie Großbritannien, Österreich, Spanien oder auch Tschechien sind noch deutlich teurer.

 

 

Die Entscheidung: Auflastung auf 3,8 Tonnen

 

Die Erfahrung in Frankreich hat uns gereicht und wir haben uns entschieden, unseren Paul mit 3,8 t zuzulassen. Die Auflastung ohne technische Änderung war das kein Problem, da unser Sprinter grundsätzlich bis 3,8 t zugelassen werden kann. Fa. Woelcke hat uns von Mercedes ein entsprechendes TÜV-Zertifikat besorgt, beim Straßenverkehrsamt gab es dann neue Papiere.

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