Naturparadiese in Portugal

Ziele für Naturfreunde mit und ohne Wohnmobil


Naturpark Ria Formosa - einer der beeindruckendsten Orte der Algarve

Portugal Sandalgarve Naturpark Ria Formosa Reisemobil Wohnmobil Reisebericht Stellplätze Wohnmobilstellplätze
Sonnenaufgang am Ria Formosa

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Naturreservat an der Tejo-Mündung

Störche in der Tejo-Mündung
Störche in der Tejo-Mündung
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In der Pseudosteppe bei Castro Verde

Großtrappe Grosstrappe Großtrappen Grosstrappen Steppe Castro Verde Portugal Pseudosteppe Vogelbeobachtung Great Bustard Ornitho Birding
Großtrappe in der Steppe von Castro Verde
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Sapal de Castro Marim

Löffler Brücke Portugal Sapa de Castro Marim Naturpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie spoonbill
Löffler vor einer Brücke im Naturpark Sapal de Castro Marim
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Reserva Natural do Estuario do Sado

Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung
Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung
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Klippenstörche am Cabo Sardao

Weißstörche nisten an den Klippen
Weißstörche nisten an den Klippen
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Alle unsere Highlights in Portugal:


Naturpark Ria Formosa - einer der beeindruckendsten Orte der Algarve

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Sonnenaufgang am Ria Formosa

An die Felsalgarve mit ihren imposante Klippen schließt sich die sogenannte Sandalgarve an, die sich bis zur Grenze von Spanien erstreckt. Ein etwa 60 Kilometer langer Abschnitt dieser Küste entlang der Orte Loulé, Faro, Olhão, Tavira und Vila Real de Santo António steht seit 1987 als Naturpark Ria Formosa unter Schutz.

 

Naturpark Ria Formosa

 

Der Parque Natural da Ria Formosa liegt an der Küste vor Olhao in der Algarve und erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 170 Quadratkilometern. Der Naturpark umfasst eine weitläufige Lagunenlandschaft, die durch mehrere der Küste vorgelagerte Inseln eingeschlossen wird, und bietet diversen Vogelarten eine Heimat. Aber nicht nur Ornithologen kommen hier auf ihre Kosten. An den teilweise idyllisch gelegenen Parkplätzen sind auch für alle anderen lange Strandspaziergänge sowie romantische Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge inklusive.

 

Aufgrund eines Hinweises in unserem Reiseführers, machen wir einen Abstecher zum Besucherzentrum des Parks. Hier kann man das Wohnmobil auf dem angeschlossenen Besucherparkplatz abstellen, um den zu Fuß zugänglichen Bereich des Naturparks neben dem Besucherzentrum zu erkunden.

 

Das Gebiet erweist sich als idyllische Oase, in der sich die wenigen Besucher verlieren. Er gibt einen Überblick über die Landschaft des Naturparks: Wiesen, Pinienwald, Dünen, Lagunen und Meer. Außerdem sind römische Ruinen zu besichtigen, die die Wurzeln der Fischverarbeitung dokumentieren. Auch eine Gezeitenmühle ist erhalten, wie sie in dieser Art ab dem 13. Jahrhundert entlang der Küste im Betrieb waren.

 

Wir fotografieren, genießen die Ruhe und werden bei einem kurzen Regenschauer ordentlich nass. Trotzdem hat sich der Besuch im Park gelohnt.

 

Wir übernachten auf einem ausnahmsweise mal wieder kostenpflichtigen Stellplatz im Hinterland von Olhao. Der Platz ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, da im Stil einer Westernranch gestaltet, und fest in französischer Hand, entpuppt sich aber als sehr gemütlich. Das W-LAN ist außerdem extrem schnell, was wir exzessiv ausnutzen. Mehrere Gigabyte gehen heute durch den Äther.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz

  • Moncarapacho: Parque Caravaning Far West R66, Stellplatz im Stil einer Western-Ranch, kostenpflichtig, Wifi, Strom, Ver-/Entsorgung, Bar (GPS 37°04'59"N 7°45'53"W)
  • Fábrica: Parkplatz am Strandrestaurant (N 37° 9' 13'', W 7° 33' 19'')

 

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Naturreservat an der Tejo-Mündung

Störche in der Tejo-Mündung
Störche in der Tejo-Mündung

Reserva Natural do Estuário do Tejo

 

Das Naturreservat Reserva Natural do Estuário do Tejo der Tejomündung ist als Überwinterungsplatz für eine große Zahl von Vögeln bekannt. Um so enttäuschter waren wir, dass wir bei unserem letzten Besuch, dass wir keinen Zugang in das Gebiet finden konnten.

 

EVOA Informationszentrum

 

Dieses Mal sind wir besser vorbereitet und fahren direkt das EVOA Informationszentrum (http://www.evoa.pt/index.php?lang=eng) (N 38°51'03", W 8°58'26") an. Hier werden kostenpflichtig Führungen und diverse Beobachtungshütten angeboten. Von der Hauptstraße führt eine Schotterpiste über 12 km zum Zentrum, wobei die ersten Kilometer sehr holprig sind. Schon aus größerer Entfernung sieht man das imposante Gebäude, dessen moderne Archtektur aufgrund der Holzfassade gut in die Umgebung einpasst.

 

Der Tejo

 

Der Tejo ist der längste Fluss Portugals und hat bis hierher zu seiner Mündung bei Lissabon bereits etwa 1.100 Kilometer zurückgelegt. Das riesige Mündungsgebiet wird of t auch als “Mar da Palha”, portugiesische für "Strohmeer", bezeichnet. Hier liegt das größte Feuchtgebiet Portugals und eines der bedeutensten Europas. In der Zeit des Vogelzugs rasten hier mehr als 100.000 Vögel, darunter auch seltene und bedrohte Arten.

 

Aufgrund des schlechten Wetters erkunden wir den während der Öffnungszeiten des Infozentrums frei zugänglichen Teil des Gebiet abseits der Lagunen am Zentrum auf eigene Faust. Hier wird Reis angebaut und in den nassen Feldern stehen Watvögel. Auf unsere Pirschfahrt begegnet uns neben Weißstörchen, Stelzenläufern und anderen Wasservögelnie die seltene Kornweihe. Besonders fasziniert uns aber ein Gleitaar, den wir hier das erste Mal auf unseren Reisen beobachten können. Der weiße Vogel mit den schwarzen Flügelspitzen ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und in Europa außerst selten.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Salvaterra de Magos: kostenfreier Stellplatz mit VE an der Durchgangstraße N118
    (N 39° 1' 25'', W 8° 47' 34'')

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Fotogalerie: Reserva Natural do Estuário do Tejo


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In der Pseudosteppe bei Castro Verde

Großtrappe Grosstrappe Großtrappen Grosstrappen Steppe Castro Verde Portugal Pseudosteppe Vogelbeobachtung Great Bustard Ornitho Birding
Großtrappe in der Steppe von Castro Verde

Pseudosteppe bei Castro Verde

 

Ein Tipp des Rangers Filippe aus Castro Marim lockt uns in die Pseudosteppe der Region Castro Verde. Zur Vorbereitung unseres Aufenthalts, wollen wir das Informationszentrum Centro de Educação Ambiental do Vale Gonçalinho des LNP (Liga para a Protecção da Natureza) besuche. Leider ist das Zentrum für unser Navi auch bei Eingabe der genauen GPS-Daten (N37°44'11.0"N, W 8°01'53.1") nicht ganz einfach zu finden, da die Zufahrt nicht von der Durchgangstraße aus, sondern nur über die nur direkt vom Ort Castro Verde aus zugängliche alte Straße direkt daneben möglich ist. Hat man es aber endlich gefunden, lohnt es sich, die Landschaft auf den von dort abgehenden Wanderwegen zu erkunden.

 

Bei einer Pseudosteppe handelt es sich um eine mediterrane Landschaftsform in der Art eines steppenartigen Graslands, bei der es sich aber nicht um eine Steppe im eigentlichen Sinne handelt. Die Informationstafeln entlang der Wege geben in Englisch einen interessanten Einblick in die Natur der Region. Leider sehen wir bei unserem Besuch aber weder den Rötelfalken noch die Blaurake, die hier beide vorkommen.

 

Großtrappen

 

Besonders empfehlenswert ist es aber entlang der Straße N123 zwischen Mertola und Castro Verde (etwa bei:  N 37°42'28.6", W 7°55'13.2") die Augen aufzuhalten. In diesem Abschnitt sehen wir neben Weißstorch, Kiebitz und Haubenlerchen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen Trupp Großtrappen und einen Iberischen Kaiseradler.

 

Wir übernachten auf dem großen Festplatz des kleinen Ortes Castro Verde neben der Windmühle. Diese stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist noch in Betrieb, dient aber auch als Museum. Wir haben Glück und es wird gerade gearbeitet. So können wir auch einen Blick ins Innere erhaschen.

 

Wo kann man Großtrappen noch beobachten? HIER

 

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Castro Verde: Großparkplatz an der Mühle in der Stadtmitte (N 37°41'45.4", W 8°05'18.8"); Entsorgungsmöglichkeit am nahegelegenen Intermarché Supermarkt

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Fotogalerie: Pseudosteppe bei Castro Verde


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Sapal de Castro Marim

Löffler Brücke Portugal Sapa de Castro Marim Naturpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie spoonbill
Löffler vor einer Brücke im Naturpark Sapal de Castro Marim

Naturpark von Sapal de Castro Marim

 

Heute geht es für uns weiter nach Portugal. Den portugiesischen Naturpark Sapal de Castro Marim e Vila Real de Santo António direkt hinter der Grenze zu Spanien haben wir bereits auf unsere Reise im Winter 2015/2016 besucht. Der Park im Mündungsgebiet des Rio Guardiana wurde als das erste Schutzgebiet auf dem portugiesischen Festland eingerichtet. Da der Zugang zu einigen Bereichen zum Schutz der Natur nicht oder nur mit Sondergenehmigung gestattet, bietet sich ein Besuch im Informationszentrums (N37°13'50.7", W7°25'35.5") an, um mehr über die aktuell zugänglichen Wege zu erfahren. Hier gibt es auch den Schlüssel zur Beobachtungshütte in der Nähe.

 

Bei unserem Rundgang in letzte Jahr lernten wir in der Nahe des Zentrums Filippe, einen der beiden Ranger des Gebiets kennen, und es entspann sich ein interessantes Gespräch unter Biologen. Filipe gab uns uns in exzellentem Englisch einige gute Tipps zur Erkundung des Parks, für die wir uns jetzt bedanken wollen. Und wir haben Glück: Die Dame am Infoschalter sagt uns, dass der Ranger gerade in der Nähe ist... und noch besser, er erinnert sich an uns, wahrscheinlich doch aber mehr an unser Wohnmobil. Filippe nimmt sich Zeit und uns mit auf eine Tour, auf der wir unter anderem Löffler, Flamingos, mehrere Fischadler und einen großen Trupp Schwarzhalstaucher in ihrem Habitat zu sehen bekommen. Alleine wären wir trotz aller Geduld sicher deutlich weniger erfolgreich gewesen.

 

Restaurant-Tip:

Am Abend gehen wir zusammen in einem typischen Restaurant (D. Rodrigo, Castro Marim) in einer aufgegebenen Bahnstation essen, schwelgen in Vorspeisen wie Ziegenkäse und Conquilhas (kleinen Muscheln) und genießen im Anschluß eine Seezunge mit in Schale gekochten Kartoffeln und selbstgemachten Chips. Ganz nebenbei erfahren wir aus erster Hand mehr über die Arbeit und das Leben eines Rangers in Portugal.

 

Unser Stellplatz:

  • privat bei Filippe

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Fotogalerie: Naturpark Sapal de Castro Marim


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Reserva Natural do Estuario do Sado

Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung
Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung

Reserva Natural do Estuario do Sado

 

Unser nächstes Ziel ist das Reserva Natural do Estuario do Sado an der Sado-Mündung östlich von Lissabon. Wir fahren zuerst auf die Landzunge Richtung Troia auf der Meerseite der zentralen Laguna. Die Gegend entpuppt sich als sehr touristisch, denn sie liegt im Einzugsbereich sowohl von Setubal, der drittgrößten Stadt Portugals, als auch von Lissabon. Appartmentanlagen, Hotels, Golfplätze - um diese Jahreszeit in der Hauptsache verwaist - prägen das Bild. Es gibt eine Fähre von hier nach Setubal, die für unser Wohnmobil etwa 25 Euro kosten soll. Der Preis ist unabhängig davon, ob unser Auto 6 oder 10 Meter lang ist. Das finden wir bezogen auf das sonstige Preisgefüge hier etwas unverschämt. Wir entscheiden daher um die Lagune herumzufahren. In Alcacer de Sol legen wir einen Zwischenstopp ein. Die ehemals stolze Stadt, die in römischer und maurischer Zeit eine wichtige Rolle als Handelszentrum und in der Salzgewinnung innhatte, verbreitet heute einen morbiden Scharm. Neues paart sich mit Altem, zum Teil sehr heruntergekommenen Häusern, darunter auch echte Schätze, und Ruinen, wie oft hier in Portugal.

 

Moinho de Marés

 

Einen Zugang zur Lagune finden wir erst an einer Gezeitenmühle "Moinho de Marés"  an der Setubal zugewandten Seite des Naturparks. In der Mühle befindet sich ein Cafe und ein informationszentrum, dessen engagiertes und extrem freundliches Personal uns mit Informationsmaterial überschüttet und zu einem Besuch der Mühle einlädt. Es ist schön hier, die Vogelwelt aber versteckt sich bis auf einige Ohrentaucher und Stelzenläufer vor uns. Uns wird auch angeboten, über Nacht stehenzubleiben. Wir wollen aber weiter und finden letztlich einen Platz mit Blick auf  die Bucht bei Sentubal, wo wir zwischen mehreren portugisischen Wohnmobilisten bei Sturm und Regen die Nacht verbringen.

 

 

Unsere Wohnmobil-Stellplätze:

  • Comporta: offizieller, kostenloser Stellplatz im Ortskern mit Ver- und Entsorgung, Campingverhalten nicht erwünscht
  • Setubal, Playa Figueirinha: Parkplatz am Strand mit Restaurant, Wohnmobile offenbar geduldet (Wohnwagen über Nacht und Zelten lt. Schild verboten)

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Klippenstörche am Cabo Sardao

Weißstörche nisten an den Klippen
Weißstörche nisten an den Klippen

Klippenstörche am Cabo Sardao

 

Üblicherweise bauen Störche ihre ihre Nester auf Pfosten,  Schornsteinen oder Giebeln. In Portugal aber, und auch nur hier, gibt es Störche, die in den Klippen nisten. Vom Parkplatz Cabo Sardao an der Westküste Portugals sind diese gut zugänglich. Die Störche vor tosender Brandung sind ein ungewohnter Anblick. Dass sie der Lärm nicht beim Klappern stört?

 

Das Klippenareal ist offenbar Teil eines EU geförderten Projekts zur Renaturierung der Landschaft. Es wurden neue Wege angelegt, wilde Parkplätze abgesperrt - Informationstafeln sind im Werden. Das Gebiet um den Leuchttum des Kaps macht einen sehr gepflegten Eindruck, auch wenn die neuen Aussichtsplattformen nicht wirklich Ausblicke gewähren. Um wirklich etwas zu sehen, stapfen die Besucher weiterhin direkt an die Klippenkanten. Da glücklicherweise (noch) keine Verbotsschilder zu finden sind, werden wir hier die Nacht verbringen.

 

Auf dem Weg zum Cabo kommen wir durch Odimar, dessen enge und steile Straßen uns vom Parken abhalten, obwohl der Ort eine sehenswerte Altstadt haben soll. Lieber verbringen wir den Nachmittag an einem aufgebenen Schiffsanleger am Rio Miro, genießen die Ruhe und beobachten und fotografieren Singvögel, die sich hier ungestört herumtreiben. Die einzigen Menschen, die wir auf unserem Weg sehen, sind zwei Polizisten, die uns freundlich grüßen. Es sieht so aus, als ob auch hier einmal ein EU gefördertes Naturzentrum entstehen sollte.

 

Heute sieht dieses aber aufgeben auf. Nur einige kaum lesbare Tafeln erinnern noch an den Zweck des Gebäudes in der Nähe. Hoffentlich wird das noch im Werden befindliche Projekt am Cabo Sardao kein ähnliches Schicksal ereilen.

 

Unsere Stellplätze:

  • Porto Covo: Parkplatz außerhalb von Porto Covo, keine Verbotsschilder wie an anderen Plätzen; kostenloser, offizieller Stellplatz mit Ver- und Entsorgung im Ort
  • Cabo Sardao: Parkplatz am Leuchttumer, (noch) keine Verbotsschilder

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Fotogalerie: Klippenstörche am Cabo Sardao


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Interne Zählung (16.05.2020)