Naturparadiese in Spanien

Tipps für Naturfreunde mit und ohne Wohnmobil


Halbwüste Bardenas Reales de Navarra

Halbwüste Bardenas Reales de Navarra
"Mars-Landschaft" mitten in Europa
mehr lesen

Nationalpark Coto de Doñana und Roccio

Spanien Nationalpark Donana El Rocio Reisemobil Wohnmobil Andalusien Ornithologie Vögel
Wallfahrtsort El Rocio am Nationalpark Coto de Donana
mehr lesen

Doñana Nationalpark

Reisfelder im Donana Nationalpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie Fotografie Feuchtgebiet Natura2000 Spoonbill Kite Schleuereule Milan Löffler Falke Storch stork
Reisfelder im Donana Nationalpark
mehr lesen

Vom Aussterben bedroht: Der Waldrapp

Waldrapp in Spanien - Waldrapp-Kolonie in Vejer de la Frontera/Provinz Cadiz - Südspanien
Vom Aussterben bedroht: Der Waldrapp
mehr lesen

Antequera und Naturpark Fuente de Piedra

Kraniche auf den Feldern rund um die Laguna de Fuente de Piedra
Kraniche auf den Feldern rund um die Laguna de Fuente de Piedra
mehr lesen

Naturpark El Torcal bei Antequera

Iberischer Steinbock
Iberischer Steinbock
mehr lesen

Wüste von Tabernas

Tabernas Spanien Wüste
Wüstenlandschaft mitten in Europa
mehr lesen

Steppe von Pétrola

Steppe Petrola Spanien Naturparadies
Laguna Salada
mehr lesen

Ebro-Delta

Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung - Eisvogel
Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung
mehr lesen

La Serena - auf der Suche nach der Großtrappe

Rothuhn in der Steppe La Serena
Rothuhn in der Steppe La Serena
mehr lesen

Merida und der Parque Natural Cornalvo

Spanien Naturpark Cornalvo Naturparadies
Grandiose Landschaft des Parque Natural Cornalvo
mehr lesen

Parque Nacional de Monfragüe / Extremadura

Parque Nacional de Monfragüe Extremadura
Gänsegeier
mehr lesen

Interner Zähler (16.05.2020)


Natur erleben in Spanien in voller Länge:


Halbwüste Bardenas Reales de Navarra

Halbwüste Bardenas Reales de Navarra
"Mars-Landschaft" mitten in Europa

Mal schnell in die USA jetten oder heute zum Mars fliegen? Kein Quatsch - das geht von Spanien aus ganz schnell!

 

Einfach in der Halbwüste Bardenas Reales der Navarra südlich von Pamplona/Spanien vorbeischauen und man hat beides. Ok, vielleicht in etwas kleinerem Maßstab, aber auch der Aufwand für die Anreise hält sich in Grenzen. Besonders früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang entfaltet das Gebiet seinen vollen Charme.

 

Kurz anhalten, nichts sagen und diese "unglaublich laute" Stille auf sich Wirken lassen: Ein Erlebnis.

 

Das als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesene 40.000 Hektar große Gebiet lag einst auf dem Grund eines urzeitlichen Meeres. Die bizarren Felsformationen entstanden durch die unterschiedliche Auswaschungen der abgelagerten Sedimente durch Regen und Wind. In neuerer Zeit diente die spektakuläre Landschaft sogar in einer Episode der Serie  „Game of Thrones“ als Kulisse.

 

Die unwirtliche anmutende Region bietet aber auch reichlich Natur. Vogelarten wie der Wanderfalken, der Steinadler, der Zwergadler, der Gänsegeier und der Schmutzgeier sind hier zuhause. Aber auch Reptilien, wie Schlangen und Eidechsen, oder Säugetiere, wie die Wildkatze aber auch Igel, Hase und Wildschwein können hier überleben.

 

Besucher müssen den Naturpark vor Sonneuntergang verlassen. Übernachten im Park ist leider ebenfalls verboten; aber nur etwas 5 Fahrminuten entfernt gibt es in Arguedas am Rande der Wüste einen netten Stellplatz.

 

Ganz in der Nähe des Stellplatzes, liegen die Höhlenwohnungen von Arguedas ,die wir am nächsten Morgen erkunden. Diese in den weichen Stein hineingegrabenen Wohnhöhlen enstanden ie im 19.Jahrhundert, um Menschen Unterkunft zu bieten, die sich keine "richtige" Wohnung leisten konnten. Im Jahr 1940 gab es etwa 50 Höhlenhäuser, die aber in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts verlassen wurden.

 

Unser Stellplatz:

  • Arguedas: kostenfreier Stellplatz auf gemischtem Parkplatz, VE
    (N 42°10'22",  W 1°35'29")

$

mehr lesen

Nationalpark Coto de Doñana und Roccio

Spanien Nationalpark Donana El Rocio Reisemobil Wohnmobil Andalusien Ornithologie Vögel
Wallfahrtsort El Rocio am Nationalpark Coto de Donana

Wir verlassen nun Portugal mit dem Ziel Donana Nationalpark. Hier hat es uns im letzten Jahr so gut gefallen (mehr dazu: hier), dass wir uns jetzt einige Tage Zeit zur Erkundung des Gebiets nehmen wollen.Das  Delta des Flusses Guadalquivir ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

El Rocio

 

Wir starten im Örtchen El Rocio und verbringen dort einen interessanten Abend mit Ingrid und Dieter (beide weit über 70 und schon weit gereist; derzeit minimalistisch unterwegs mit einer kleinen, 30 Jahre alten Kabine mit Aufstelldach auf einem 4x4 Basisfahrzeug, das auch schon 17 Jahre auf dem Buckel hat - Hut ab. Reisen liegt in der Familie. Die Enkelin fuhr in 2017 mit dem Planwagen von Bayern an die Ostsee).

 

Es mag am Wetter oder daran liegen, dass gerade Wochenende ist, aber in El Rocio ist zwar wieder sehr wenig los, es gleicht aber weniger einer Geisterstadt als im letzten Jahr: weiterlesen.

 

Im Infozentrum (N 37°07'58", W 6°29'20") an der Durchgangsstraße kann man Touren in den Park buchen, den die Kernzone ist nur im Rahmen geführter Bus- oder Jeeptouren möglich. Derzeit startet eine Bustour um 8 Uhr morgens, eine zweite Tour um 15 Uhr. Es empfiehlt sich, zumindest einen Tag im Voraus zu reservieren, dann auch jetzt außerhalb jeder Saison sind die Busse gut gebucht. Alternativ sind auch individuelle Touren (1/2 Tag ab ca. €165,-- ) buchbar. Wir ziehen aber erneut auf eigene Faust los.

 

Donana Nationalpark

 

Bereits in der Lagune am Ort, die zur Schutzzone des Parks gehört, sehen wir Sichler, Stelzenläufer und diverse Enten. Hier lohnt auch ein Besuch des ornithologischen Infozentrums. Von einer netten Mitarbeiter erhalten wir hier eine Checkliste der im Park vorkommenden Vögel auf Deutsch mit Angaben, zu welcher Jahreszeit und in welcher Häufigkeit diese anzutreffen sind.

$

mehr lesen

Doñana Nationalpark

Reisfelder im Donana Nationalpark Birding Vogelbeobachtung Ornithologie Fotografie Feuchtgebiet Natura2000 Spoonbill Kite Schleuereule Milan Löffler Falke Storch stork
Reisfelder im Donana Nationalpark

Abseits der Hauptstraßen fahren wir von Chipiona möglichst dicht entlang dem östlichen Ufer des Guadalquivir, der in weiten Teilen die Grenze des Doñana Nationalparks darstellt. Die Wege hier sind teils asphaltiert, meist aber Schotterpisten und, egal welcher Belag gerade überwiegt, immer wieder eine echte Herausforderung. Die Tiefe der oft nicht umfahrbaren Schlaglöcher macht ein Allradfahrzeug ratsam und wir sind froh über die große Bodenfreiheit unseres Mobils.

 

Das Delta des Flusses ist das wichtigste Feuchtgebiet Spaniens und Natura2000 Gebiet. Der Nationalpark umfasst neben Sumpfland aber auch Salinen, Dünen und große Pinienwälder und bietet neben zahlreichen Vogelarten, Rot-, Damm- und Schwarzwild auch dem Luchs eine Heimat.

 

Das Kerngebiet des Nationalparks ist mit dem eigenen Auto nicht befahrbar, es werden aber Bus- und Jeeptouren angeboten. Aber auch die freigegebenen Strecken um und in den Randbereichen des Parks geben einen guten Einblick in die Natur des Gebiet. Ihr schlechter Zustand zwingt allerdings zum Langsamfahren und ist für uns damit eine gute Entschuldigung auf der Suche nach guten Fotomotiven mehr zu schleichen als fahren. Rund um den Park finden sich diverse Informationszentren, die mit ihren unterschiedliche Aspekte des Parks beleuchtende Ausstellungen einen Besuch wert sind.

 

Besonders interessant ist die Strecke zwischen den Infozentren Casa De la Dehasa De Abja (N37°12'21.7", W6°10'12.6") und José Antonio Valverde (N37°04'26.4", W 6°22'38.7). Uns kommen neben großen Trupps von Braunen Sichlern, Weiß- und Schwarzstörche auch diverse Greifvögel vor die Linse. Auf den Rückweg sehen wir kurz vor Sonnenuntergang entlang eines sich im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung erstreckenden Kanals neben dem Weg mehrere Schleiereulen, die zeitweilig sogar vor unserem Auto herfliegen. Rund um das Centra de Visitantes José Antonie Valverde grasen abseits der Lagunen und Feuchtflächen große Herden halbwilder Pferde und Rinder in der weiten Landschaft, die uns hier an die Weiten der mongolischen Steppe erinnert.

 

Außerhalb des Nationalparks wird das Gebiet intensiv landwirtschaftlich genutzt, insbesondere wird in großem Stil Reis angebaut.

 

Weitere Infos über den Donana findet ihr in unserer nächsten Reise nach Spaniern: hier

$

mehr lesen

Vom Aussterben bedroht: Der Waldrapp

Waldrapp in Spanien - Waldrapp-Kolonie in Vejer de la Frontera/Provinz Cadiz - Südspanien
Vom Aussterben bedroht: Der Waldrapp

Der  Waldrapp oder auch Schopibis ist nicht nur rein optisch ein bemerkenswerter Vogel. Bis ins 17. Jahrhundert kam er in weiten Teilen Europas vor, wurde aber stark bejagt. Heute gibt es nur noch wenige Kolonien.


mehr lesen

Antequera und Naturpark Fuente de Piedra

Kraniche auf den Feldern rund um die Laguna de Fuente de Piedra
Kraniche auf den Feldern rund um die Laguna de Fuente de Piedra

 Über das aufgrund seiner geographisch zentralen Lage auch Herz Andalusiens genannte Antequera wollen wir heute weiter in den Naturpark Fuenta de Piedra. In Antequera gibt es zwei ca. 6000 Jahre alte Dolmen, die zu den wichtigsten Megalithanlagen Europas gehören, zu besichtigen. Leider sind die zum UNESCO Welterbe zählenden Steingräber heute nicht geöffnet und wir müssen uns mit einem Blick über die Mauer begnügen.

 

Kurz hinter Antequara liegt inmitten von Olivenhainen der Naturpark Fuente de Piedra. Eine erste Orientierung über das besonders aus ornithologischer Sicht interessante Gebiet gibt ein Besuch im Informationszentrum beim Ort Fuente de Piedra.

 

Sowohl in der direkten Umgebung des Zentrums als auch rund um die Laguna gibt es diverse Beobachtungshütten. Aufgrund des derzeit niedrigen Wasserstands sind Beobachtungen allerdings schwierig, da sich der Wassersaum weit zurückgezogen hat. Wir sehen aber trotzdem große Möwenschwärme, Stelzenläufer, diverse Entenarten, darunter Löffelenten und aus der Ferne auch die rosa Flamingos, die hier in manchen Jahren auch brüten und für die das Gebiet bekannt ist. Auf den umliegenden Feldern stehen Kraniche.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Fuente de Piedra: Parkplatz an Mirador (Aussichtspunkt) an der Lagune. Auch die anderen Parkplätze entlang des Sees eignen sich zur Übernachtung. (N37°06'30.4", W4°48'05.9")
mehr lesen

Naturpark El Torcal bei Antequera

Iberischer Steinbock
Iberischer Steinbock

Unser nächstes Ziel ist der Naturpark El Torcal, ein Karstgebirge mit imposanten Felsformationen und einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt. Noch vor 100 Millionen Jahren war diese heute etwa 40 km von der Küste des Mittelmeers entfernt liegende Region in der Provinz Malaga von Meer bedeckt. Auf dem Boden dieses Urmeeres setzten sich die Überreste von Krusten-und Schalentieren ab. Durch das Absinken des Meeresspiegels und Auffaltungen des Bodens gelangte das sich daraus bildende Sedimentgestein Kalk an die Oberfläche. Die heutige wild zerklüftete Form des Gebirges mit ihren teils wie von Menschenhand aufgestapelt wirkenden Steinformationen entstand durch die für Karstlandschaften typische Kohlensäureverwitterung.

 

Ein Besuch des auf dem Gipfel gelegenen Informationszentrums lohnt selbst außerhalb der Öffnungszeiten, liegen dort und auf dem Weg dorthin doch diverse Aussichtspunkte. Mit etwas Glück und Geduld kann man hier Geier und auch Exemplare des Iberischen Steinbocks, einer felsiges und bergiges Gelände bewohnenden Ziegenart und nahem verwandten des Alpinen Steinbocks vor die Linse bekommen.

 

Stellplatztipp:

  • Parkplätze entlang der Straße A7075 und am Informationszentrum
mehr lesen

Wüste von Tabernas

Tabernas Spanien Wüste
Wüstenlandschaft mitten in Europa

Landeinwärts von Almeria liegt auf dem Gebiet des Ortes Tabernas die einzige echte Wüste Europas. Abgeschnitten von Feuchtigkeit bringenden Winden durch die bis zu 3500m hohen Berge der Sierra Nevada im Westen und die Sierra de los Filabres und die Sierra Alhamilla fällt hier selbst im Vergleich mit dem trockenen, heißen und im Sommer oft Bratpfanne Spaniens genannten Andalusien, praktisch kein Regen. Die schroffen Berghänge, ausgetrockneten Flussbetten und kargen Ebenen versetzen den Reisenden ganz plötzlich in eine andere Welt, die an die Wüsten Nordamerikas erinnert.

 

Nicht umsonst wurden hier seit den 1950 Jahren diverse Filme gedreht, darunter „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Der Schuh des Manitu“, von denen noch die Kulissen alter Drehorte zeugen. Zwei erhaltene „Westernstädte“ können besichtigt werden und es werden Shows angeboten.

mehr lesen

Steppe von Pétrola

Steppe Petrola Spanien Naturparadies
Laguna Salada

 Wir sind einmal mehr auf der Suche nach der Großtrappe. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere. Das waren wir schon häufiger mit mehr oder weniger großem Erfolg auf unserer letzten Portugal/Spanien Reise und in Deutschland in der Nähe von Buckow. Dieses Mal haben wir im Netz einen Hinweis darauf gefunden, dass es in nur etwa 50km Entfernung von der Finca Caravana Großtrappen geben soll und man vor allem in der Gegend zwischen Petrola und Corral-Rubio gute Chancen habe, die scheuen Vögel auch wirklich zu sehen.

 

Auf dem Weg dorthin kommen wir durch ein landschaftlich besonderes Gebiet. Jetzt im Winter äußerst karg, erstreckt sich zwischen vereinzelten Olivenbäume Steppe und im Moment brach liegende landwirtschaftliche Flächen mit tiefrotem Boden. Mehrfach trifft man auf Lagunen mit diversen Wasservögeln und bei Pétrola auf der Laguna Salada sind auch Flamingos zu sehen. Unterwegs sehen wir diverse Greifen, darunter auch einen Wanderfalken im Flug....und auf dem Rückweg am Nachmittag auch das, was uns hierher gezogen hat: zwei Großtrappen. Für uns die ersten dieser Vögel, die wir außerhalb eines Wiederansiedlungsgebiets in „freier Wildbahn“ sehen.

 

Unser Stellplatz:

mehr lesen

Ebro-Delta

Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung - Eisvogel
Das Ebro-Delta ist ein Eldorado für die Vogelbeobachtung

Das Wetter hellt sich langsam auf. Da wir Hoffnung haben, dass sich demnächst sogar die Sonne blicken lassen könnte, machen wir uns auf, das Mündungsgebiet des Ebro zu erkunden.

 

Der Ebro ist mit 910 km der zweitlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Sein Delta ragt etwa 20km ins Meer hinein und stellt eines der größten Feuchtgebiete Spaniens dar. Obwohl das Gebiet seine heutige Form dem Reisanbau verdankt und das größte Reisanbaugebiet Spaniens darstellt, ist ein Drittel seiner Fläche als Naturpark ausgewiesen.

 

Da der Fluss heute in weiten Teilen durch Eindeichungen und Staustufen reguliert wird, führt er dem Delta eine geringe Menge an Sedimentmaterial zu.Es werden daher Maßnahmen getroffen werden, um einem Landverlust entgegenzuwirken und das Ökosystem Ebro-Delta zu schützen.

 

Die Reisfelder und Feuchtgebiete bieten insbesondere einer mannigfaltigen Vogelwelt eine dauerhafte oder während des Vogelzugs temporäre Heimat.

 

Das 2013 von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommene Ebro-Delta ist für jeden Vogelfreund zu jeder Jahreszeit ein Eldorado. Auch wenn jetzt im Winter weder Vogelzug- noch Balzzeit ist, gibt es eine Menge zu entdecken. Man trifft Wasser- und Schreitvögelarte, aber insbesondere in Schilf und Buschwerk auch auf diverse Singvögel. In den salzigen Lagunen stehen rosa Flamingos.

 

In den übrigen Feuchtgebieten und an und neben den Reisfeldern dominieren diverse Reiherarten das Bild. Wir sehen Grau-, Silber, Seiden- und Kuhreiher, aber leider weder Purpur- und Nachtreiher, die hier ebenfalls vorkommen. Am Himmel toben Raubvögel, davon viele Rohrweihen und Falken.

 

Unser persönliches Highlight sind die Eisvögel, die hier entlang der nie zufrierenden Bewässerungskanäle ideale Lebensbedingungen vorfinden.

 

Es kommen uns aber auch andere auffällige Arten vor die Linse, bespielsweise das Purpurhuhn. Dieser archaisch wirkende Rallenvogel war im Ebro-Delta schon fast ausgestorben war, erobert sich jetzt aber seinen Lebensraum zurück.

 

Bemerkenswert ist auch der metallisch glänzende Braune Sichler, der immer wieder in kleinen Trupps vorbeizieht.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Amposte: offizieller Stellplatz, Platz kostenfrei, VE gebührenpflichtig, kein Strom
    (N 40°39'31", O 0°40'29")

$

mehr lesen

La Serena - auf der Suche nach der Großtrappe

Rothuhn in der Steppe La Serena
Rothuhn in der Steppe La Serena

Bei strahlendem Sonnenschein durchqueren wir die Steppenlandschaft "La Serena". "Eine endlos erscheinende, zu dieser Jahreszeit zumindest teilweise grüne, aber baumlose Ebene will durch uns entdeckt werden. Hier wird in erster Linie Weidewirtschaft betrieben - wirklich wohlhabend scheint aber keiner der Bauernhöfe, der ein oder andere ist eher heruntergekommen bis ärmlich in seiner Erscheinung. Trotzdem liegt über allem eine gewisse Gelassenheit.

 

Wir sind auf der Suche nach der Großtrappe, die es in dieser Gegend in größerer Zahl geben soll. Großtrappen sind ca. 1m hoch und sollten daher eigentlich selbst bei einer Fluchtdistanz von 500m nicht zu übersehen sein. Trotzdem bekommen wir kein einziges Tier zu Gesicht. Auch Zwergtrappen und Kraniche zeigen sich nicht. So geben wir uns mit Rothühnrn zufrieden. Das sind wirklich nett anzusehende Vögel, nur deutlich kleiner und häufiger als unser "Zielvogel". Wir fühlen uns wie auf Safari. Auch wenn wenig erfolgreich, langweilig ist dieser Tag nicht.

 

Bei der Weiterfahrt nach Zarfa treffen wir endlich auf Kraniche. Und während unserer Kaffeepause taucht unvermittelt ein Kaiseradler auf und dreht über uns seine Runden.

 

So vergeht der Tag. Das römische Theater bei Llerena hat leider schon geschlossen und uns bleibt nur der Blick durch das Gittertor. Auch diese Ausgrabungsstätte ist wie so vieles anderes hier durch die EU gefördert. Alles wirklich gepflegt und schön gemacht. Nur manchmal fragt man sich, ob hier einiges nicht am Bedarf vorbei entwickelt wird.

mehr lesen

Merida und der Parque Natural Cornalvo

Spanien Naturpark Cornalvo Naturparadies
Grandiose Landschaft des Parque Natural Cornalvo

Ein kurzer Besuch in Merida scheint Pflicht, denn auch diese Stadt gehört zum UNESCO Welterbe. Leider ist der Tag grau und es beginnt während unseres Stadtrundgangs sogar leicht zu nieseln. Wir verzichten daher auf eine Besuch des römischen Theaters und gehen nur kurz durch die belebte  Stadt, durch deren enge Gassen sich der Autoverkehr quält. Auf unserem Weg liegt der sogenannte Diane-Tempel. Bei diesem handelt es sich um einen eigentlich dem Kaiser Augustus geweihten Tempel aus römischer Zeit, in den ein Renaissance-Palast integriert wurde. Während der letzten Restaurierung wurde erwogen, den Palast zurückzubauen und die originalen Überreste des Tempels freizustellen. Man hat sich dann aber dagegen entschieden, um dieses einzigartige Ensemble zu erhalten. Nachdem wir auch noch die römischen Brücke über den Rio Guadiana besichtigt haben, kehren wir zum Auto zurück. Bei der Brücke handelt es sich um die längste noch erhaltene Römerbrücke. Diese war bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts sogar noch für den Autoverkehr freigegeben.

 

Unser nächstes Ziel ist der Parque Natural Cornalvo. Im dortigen Besucherzentrum erhalten wir von der netten, allerdings wieder kaum des Englischen mächtigen Dame eine Karte des Parks. Sie startet sogar nur für uns einen Film über den Park, entschuldigt sich  aber mehrfach für die Raumtemperatur von 9 Grad. Mit Besuchern hatte wohl gerade niemand gerechnet.

 

Da es immer noch nieselt, fahren wir nur auf der einzigen Straße in den Park, wo wir bis zum nächsten Morgen in der Hoffnung auf Wetterbesserung ausharren.

 

Und tatsächlich, als wir Aufwachen hat es aufgehört zu regnen und wir brechen zu einer Wanderung entlang des Flusses auf. Eine wilde Landschaft nimmt uns gefangen - wild, obwohl Kulturlandschaft, denn hier wird überall Weidewirtschaft betrieben und die Korkeichen werden zur Gewinnung sowohl von Kork als auch von Brennholz genutzt. Der namensgebende See wird durch einen noch immer intakten Erddamm aus römischer Zeit aufgestaut. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl auf dem Damm zu stehen und über den See zu blicken. Aber wenn er schon so lange gehalten hat, wird er das sicher auch heute noch tun.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Wir übernachten auf einem kleinen Parkplatz im Park. Erst am nächsten Morgen erfahren wir, dass dies nicht erlaubt gewesen wäre.

$

mehr lesen

Parque Nacional de Monfragüe / Extremadura

Parque Nacional de Monfragüe Extremadura
Gänsegeier

Es ist unglaublich - es scheint die Sonne! Zumindest bis in den frühen Nachmittag hinein. Wir nützen die Zeit, um den Nationalpark Monfragüe in der Extramadura zu besuchen. Er ist zwar nicht sehr groß, aber mit dem Auto über durch ihn hindurchführenden Straßen gut zugänglich. Entlang der Straßen gibt es immer wieder Parkplätze und Aussichtspunkte, von denen man die teils schroff aufragenden Felswände gut sehen kann oder aber einen Überblick über die den Park durchziehenden Flusstäler sowie die die Landschaft prägenden Korkeichenwälder hat.

 

Schon der erste Parkplatz ist ein Aha-Erlebnis für uns: Raubvögel ziehen in großer Zahl über uns ihre Kreise. Raus aus dem Wohnmobil, her mit den Kameras. Wie wir später bei genauer Betrachtung unserer Bilder herausfinden, handelt es sich um Iberische Kaiseradler und um Gänsegeier, die hier ihre beeindruckenden Flugkünste zeigen. Der Tag hat sich bereits gelohnt, so denken wir, ohne die kommenden Aussichtspunkte und ihre Akteure zu kennen.

 

Wir statten zuerst noch dem mitten im Park gelegenen Informationszentrum einen kurzen Besuch ab und erhalten dort eine detaillierte Karte, die uns die weitere Planung erleichtert. Der nächste Halt bringt uns den Gänsegeier deutlich näher. Wieder drehen sie über uns ihre Kreise, landen und starten aber auch immer wieder von den uns umgebenden Felsen. Teilweise sausen sie praktisch im Tiefflug über uns hinweg. Das Geräusch ihrer Flügel gleicht den Windgeräuschen eines Flugzeugs, wie auch die Flügelform bei genauer Betrachtung deutlich der moderner Düsenjets gleicht. Wer hier von wem abgekupfert hat, sollte klar sein. Weiter geht es zu einem Vogelfelsen, an dem es nicht nur von Gänsegeiern sondern auch von Fotografen nur so wimmelt. Sicher über 100 Geier stehen etwa 20 Fotografen gegenüber. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, die Geier dabei zu beobachten, wie sie die Thermik des unter uns liegenden Flusstals nutzend ihre Kreise ziehen. Ihre Schreie hallen durch das Tal.

 

Leider zieht sich der Himmel wieder zu. Wir folgen aber noch der zweiten Parkroute und treffen dabei immer wieder auf Rotwild, das ohne jede Scheu neben der Straße äst oder diese auch in aller Ruhe vor unserem Auto überquert.

 

Unser Wohnmobil-Stellplätze:

  • Plasencia: Großparkplatz in der Innenstadt vor einem Park am Fluss
  • nahe Plasencia: Parkplatz am Restaurant Las Habazas auf Nachfrage bei Einkehr
    (N 39°56'47", W 6°05'11")

$

mehr lesen