Spanien (8): die Pyrenäen

Gänsegeier, Dinosaurierspuren ... und viel mehr.

Der Osten der Pyrenäen

Am Rande des Abgrunds

Bergdorf Castellfollit de la Roca


Mit dem Wohnmobil in den Pyrenaen

Unser nächstes Ziel ist Castellfollit de la Roca. Der Ort zählt zu den bekanntesten Motiven der Region, denn die Häuser liegen malerisch auf einer eindrucksvollen Felswand aus Basalt.

 

Einen sehr guten Blick auf die Szenerie hat man von einem kleinen Parkplatz auf der N-260Z:

  • Parkplatz  GPS 42°13'14.2"N 2°33'24.7"E

Da man von Nordosten auf den Ort schaut, macht es Sinn, im Laufe des Vormittags hier seine Fotos zu schießen.

 

Die mittelalterliche Altstadt selber ist klein und eng. Einen Parkplatz haben wir nicht gefunden. Daher fahren wir weiter in den nächsten Ort, denn dort soll es einen netten Stellplatz geben:


Sant Joan les Fonts

Schnell finden wir den kleinen Platz. Er verfügt sogar über eine Entsorgungseinrichtung:

  • Wohnmobilstellplatz:
    GPS 42°12'42.0"N 2°30'21.6"E

Am Abend machen wie noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Auf dem Gemeindegebiet gibt es nicht nur 80 Quellen, sondern ist von Vulkanen gespickt und mit erstarrter Lava bedeckt ist. Wir erkunden eine mittelalterliche Brücke, ein Kloster und die Kirche von Sant Joan:


Am nächsten Morgen zieht es weiter nach Westen. Das Wetter ist grau und wir haben noch einiges zu Arbeiten. Daher entschließen wir uns spontan, früh einen Übernachtungsplatz anzufahren

Wohnmobilstellplatz Martinet:

  • 42°21'32.8"N 1°41'47.7"E

Die Entsorgung ist im Winter geschlossen.

 

Tipp:

Über die Brücke links gibt es auf der linken Straßenseite keine 200 m vom Stellplatz einen kleinen, aber sehr empfehlenswerten Bäcker.


Kartenmaterial Spanien und Portugal

 

Wer wie wir nicht immer über die großen Straßen fahren möchte, sollte sich Kartenmaterial mit einer Maßstab von 1:400.000, besser sogar 1:300.000 zulegen.

 

Wir empfehlen für die beiden Länder diesen:

MARCO POLO - Reiseatlas Spanien, Portugal - 1:300.000

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Entlang der Straße:

Trinkwasserquelle


Auf dem Weg nach La Seu d’Urgell sehen wir Einheimische direkt an der Straße Wasserkanister aufzufüllen. Wir schauen uns an und entscheiden spontan, auch unseren Vorrat an Wasser aufzufüllen.

  • Quelle Font Cerdana
    42°21'31.5"N 1°32'48.9"E

Im Nachhinein erfahren wir, dass es eine der besten Quellen in den Pyrenäen sein soll.



... aber wir waren in Andorra


Wir wollen nach Andorra und sind uns nicht ganz sicher, wie die Straßenverhältnisse auf dem Weg dorthin sind, aber das Wetter ist wider Erwarten recht gut.

 

Aber schnell  stehen wir im Stau vor der hier tatsächlich als solche zu verstehenden Grenze und lernen für was Andorra bekannt ist - praktisch steuerfreies Einkaufen. Die Autokarawane wälzt sich in Richtung der sofort hinter Grenze aufragenden Einkaufszentren. Wir beschließen, dass das nichts für uns ist und ergreifen die Flucht, ohne einen Blick auf die ebenfalls bekannten Skigebiete geworfen zu haben.


Weiter Richtung Westen:

Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici


Der Nationalpark liegt westlich von Andorra und ist der einzige Nationalpark in Katalonien. Er erstreckt sich über Höhen zwischen 1.000 und 3.000 Meter und besticht durch seine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen tiefblauen Seen und einem mäandernden Fluss sowie artenreichen Flora und Fauna .

 

Leider können wir über diesen Nationalpark noch nicht selber berichten. Wir wollen ihn jetzt zum zweiten Mal besuchen, aber auch dieses Mal spielt das Wetter nicht mit - es ist wieder Schnee und Kälte angesagt. Vielleicht wird es beim dritten Mal etwas.


Die Wettervorschau ist so schlecht, dass wir nach Süden abdrehen.

 

Wer von hier weiter gen Westen möchte, fährt den nächsten Nationalpark an, den

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido.

 

Unser nächstes Ziel Richtung Süden ist der Geoparc Origens, der in den katalanischen Pyrenäen liegt. Aber auch der Weg dorthin ist interessant:

Mit dem Wohnmobil in den Pyrenäen

Coll de Bóixols


Spektakuläre Felslandschaften, weite Ausblicke, ein malerische Schluchten, der Coll de Bóixols ist sicherlich eine der schöneren Strecken in den Pyrenäen.

Auf dem Weg auf der L-511 kommen wir noch an einer schönen Aussichtsplattform vorbei:

  • Aussichtsplattform GPS 42°10'10.1"N 1°11'07.0"E

Geoparc Orígens


Auf einem Gebiet von gut 2.000 Quadratkilometern liegt abseits großer, städtischer Zentren. Die Landschaft ist zeitweise grandios und es gibt einige außergewöhnliche Dinge und verborgenen Schätze zu besichtigen:


Dinosaurierspuren in Orcau


  • Parkplatz in Orcau: GPS 42°09'46.8"N 0°59'02.1"E

Von hieraus geht es 10 Minuten zu Fuß zu den ausgeschilderten Spuren.

  • GPS 42°7'37.91" N 1°0'34.57" E

Der Weg ist allerdings steinig und für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, nicht zu empfehlen. Das Highlight dieser Route sind die versteinerten Dinosaurier-Fußabdrücke, Spuren und fossile Reste der letzten in Europa lebenden Dinosaurier. Die Vielfalt und Qualität der Funde sind Basis sorgt für die Entdeckung immer wieder neuer Spezies.

Wir fahren einen Ort zurück nach Figuerola d'Orcau, wo wir einen kleinen, offiziellen Stellplatz finden.

  • Stellplatz:
    42°07'57.6"N 0°59'56.8"E

 

 


Sternenklar

Serra del Montsec


Die Serra del Montsec ist in der Nacht eine sehr geringe Lichtverschmutzung und ist daher ein hervorragendes Gebiet für die nächtliche Beobachtung des Sternenhimmels. Von Ager fahren wir die kurvige, aber asphaltierte Strecke hoch auf den Berg:

  • Parkplatz 42°02'48.3"N 0°44'44.6"E

Auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar Gänsegeier, die sich in der Thermik nach oben schrauben.

Wir fahren wieder runter vom Berg und finden in dem kleine Ort Castelló de Farfanya

einen ebenso kleinen kostenlosen Stellplatz mit VE.

  • GPS 41°49'15.7"N 0°43'46.9"E

 


Auch die Landschaft des Geoparks ist zum Teil grandios. Vor allem Teile der C13 südlich von Tremp fasziniert uns.

An einer alten Brücke machen wir in der Schucht halt:

  • Brücke: 42°02'21.2"N 0°53'04.3"E

Der Geopark noch Einiges mehr zu bieten. So soll es hier Barteier geben, die wir leider nicht vor die Kamera bekommen haben. Auch gibt es Höhlen, in denen die Spuren der ersten menschlichen Siedler der Region bis heute sichtbar sind.

 

Wir werden sicherich zu einer anderen Jahreszeit noch einmal zurück kommen, jetzt zieht es uns in das Ebro Delta, in dem das Wetter besser sein soll:

 

Naturparadies Ebro-Delta

 


Wir kommen vom Westen und fahren über Pamplona in Richtung Pyrenäen. Unseren ersten Stopp machen wir an der Yesa-Talsperre.


Der Westen der Pyrenäen


Lost Places an der

Yesa-Talsperre


Die Yesa-Talsperre staut den Fluss Aragón auf. Der See ist zwar sehr schön anzuschauen, aber viel interessanter ist hier die Umgebung.

 

das verlassene Dorf Escó

  • GPS 42°37'06.7"N 1°03'29.8"W

 

Text in Arbeit

 

 

Ruinas sumergidas


Reizvoller Abstecher in die Berge

Bergkloster San Juan de la Peña


Wir verlassen die N-260 kurz vor San Juan Richtung Süden. Die A-1603 führt in vielen Serpentinen hinauf, vorbei an einem Beobachtungspunkt für Geier. Hier sehen wir sehr weit oben einige Gänsegeier, wie sie die Thermik zum Aufsteigen benutzten.

  • San Juan de la Peña GPS 42°30'27.7"N 0°40'23.2"W

Das neue Kloster (42°30'27.5"N 0°39'58.0"W) wurde etwas dahinter auf einem Hochplateau über dem alten Kloster in barockem Stil errichtet.

 

Runter geht es über die A-1205 und vielen Kurven nach Jaca, wo wir den örtlichen Wohnmobilstellplatz aufsuchen:

  • Stellplatz GPS 42°34'03.9"N 0°32'41.9"W

 Es ist Wochenende, schönes Wetter und alle wohnmobilfahrende Spanier sind unterwegs und parken hier. Wir entscheiden uns noch ein wenig weiter zu fahren und finden einen offiziellen Stellplatz im in Sabiñánigo auf einem größen Parkplatz:

  • Stellplatz GPS 42°30'19.8"N 0°21'22.9"W

Es gibt ausgewiesene Plätze mit Strom (kostenpflichtig), der Rest ist kostenfrei. Am nächsten Tag geht es gen Norden Richtung Torla, dem Eingang des Nationalparks.

 

 

weiterer Text folgt


der älteste Nationalpark der Pyrenäen:

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido


Unser nächstes Ziel ist der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, der älteste Nationalpark der Pyrenäen. Wieder machen wir uns relativ früh auf den Weg. Für den Vormittag ist Sonnenschein angesagt und den wollen wir nutzen. Der Park ist das Aufstehen wert. Etwa 8km weit kann mit dem Auto zumindest außerhalb der Saison in den Park hineinfahren - in der Hauptsaison verkehren Pendelbusse aus.

  • Parkplatz im Park GPS 42°41'34.9"N 0°06'26.1"W

Wie uns die nette Dame im Infozentrum in Torla

  • GPS 42.626306, -0.111498

schon in Ermangelung von Englischkenntnissen in der Hauptsache mit Händen und Füßen erklärt hat, fährt man ab Kilometer 5 im Schnee. Der Weg führt durch ein Tal, das mit seinen steil aufragenden Wänden an den Gran Canyon/USA nur mit mehr Bäumen erinnert. Am Ende des Weges liegt ein Parkplatz von dem mehrere Wandertouren tiefer in den Park hineinführen.  Wir folgen einem Weg für eine Stunde, kehren dann aber um, denn es beginnt zu hageln und zu schneien. Wir beschließen, noch einmal hierher kommen zu wollen.

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen
Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in den Pyrenäen

Update 2024:

Text folgt

 


Spektakuläre Landschaft auf ansprechender Straße


Zurück in Torla biegen wir etwas weiter südlich in Sarvisé in die HU-631 Richtung Escalona ein. Die spektakuläre Route führt uns südlich des Nationalparks weiter Richtung Osten. In Escalona geht es auf der A-138 kurz nach Norden, bevor es in Salinas wieder ostwärts über die A-2609 geht. Unser eigentliches Ziel ist die A-139, die uns dann nach Frankreich bringen soll. Das klappt aber nicht.

Bis zum Örtchen Plan verläuft alles reibungslos. Die Strecke ist echt sehenswert, asphaltiert und führt durch einige enge Tunnel (unserer Erinnerung nach 4,2 hoch, aber recht schmal). In Plan endet die Asphaltierung. Ein Schild "10 Tonnen" ermutigt uns weiter zu fahren. Die Straße ist recht gut ausgebaut und schlängelt sich den Berg hoch. Bei 1700 m gibt es immer wieder verschneite Flächen.

Wir fahren weiter bis auf 2000 m, die Straßenverhältnisse am heutigen Tage allerdings erlauben kein Weiterfahren. Im Sommer ist es hier bestimmt paradiesisch, heute fotografieren wir noch "Alpenleuchten in den Pyrenäen" und fahren zurück nach Plan, wo es zwei Stellplätze gibt:

  • 42°34'39.1"N 0°20'14.6"E

Der zweite, etwas schönere Stellplatz war leider gesperrt:

  • 42°35'16.6"N 0°20'50.9"E

Am nächsten Tag geht es wieder zurück nach Sarvis und über die A-138 durch den Tunnel nach Frankreich. Vor allem die ersten Kilometer in Frankreich haben uns sehr gefallen.

 


Die erste Nacht in Frankreich verbringen wir auf einem spektakulären Parkplatz (offizielle für Wohnmobile zugelassen)  an einer Ski-Station Val-Louron:

  • 42°47'36.4"N 0°23'13.1"E

Ein Abstecher in die Halbwüste

Bardenas Reales de Navarra


Halbwüste Bardenas Reales de Navarra
"Mars-Landschaft" mitten in Europa

Mal schnell in die USA jetten oder heute zum Mars fliegen? Kein Quatsch - das geht von Spanien aus ganz schnell!

 

Einfach in der Halbwüste Bardenas Reales der Navarra südlich von Pamplona/Spanien vorbeischauen und man hat beides. Ok, vielleicht in etwas kleinerem Maßstab, aber auch der Aufwand für die Anreise hält sich in Grenzen. Besonders früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang entfaltet das Gebiet seinen vollen Charme.

 

Kurz anhalten, nichts sagen und diese "unglaublich laute Stille" auf sich Wirken lassen: Ein Erlebnis.

 

Das als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesene 40.000 Hektar große Gebiet lag einst auf dem Grund eines urzeitlichen Meeres. Die bizarren Felsformationen entstanden durch die unterschiedlichen Auswaschungen der abgelagerten Sedimente durch Regen und Wind. In neuerer Zeit diente die spektakuläre Landschaft sogar in einer Episode der Serie „Game of Thrones“ als Kulisse.

Die unwirtliche anmutende Region bietet aber auch reichlich Natur. Vogelarten wie der Wanderfalke, der Steinadler, der Zwergadler, der Gänsegeier und der Schmutzgeier sind hier zuhause. Aber auch Reptilien, wie Schlangen und Eidechsen, oder Säugetiere, wie die Wildkatze aber auch Igel, Hase und Wildschwein können hier überleben.

 

Besucher müssen den Naturpark vor Sonnenuntergang verlassen. Übernachten im Park ist leider ebenfalls verboten; aber nur etwas 5 Fahrminuten entfernt gibt es in Arguedas am Rande der Wüste einen netten Stellplatz.

 

Ganz in der Nähe des Stellplatzes, liegen die Höhlenwohnungen von Arguedas ,die wir am nächsten Morgen erkunden. Diese in den weichen Stein hineingegrabenen Wohnhöhlen entstanden ie im 19.Jahrhundert, um Menschen Unterkunft zu bieten, die sich keine "richtige" Wohnung leisten konnten. Im Jahr 1940 gab es etwa 50 Höhlenhäuser, die aber in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts verlassen wurden.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Arguedas: kostenfreier Stellplatz auf gemischtem Parkplatz, VE
  • GPS N 42°10'22", W 1°35'29"

 


Wohin geht die Reise weiter?


oder wähle einen Punkt auf der Karte:

N23/11.600

 

 

 

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