Naturparadiese in Polen


Rund um den Nationalpark Warthemündung

Rund um den Nationalpark Warthemünd mit dem Wohnmobil
Mit der Fähre über die Oder
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Hohe Tatra und Zakopane

Hohe Tatra Karpaten Nationalpark Polen mit dem Wohnmobil
Blick auf die Hohe Tatra
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Der Białowieża Nationalpark – Urwald und wilde Tiere

Der Białowieża Nationalpark
Der Białowieża Nationalpark
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Narew Nationalpark - Polens jüngster Nationalpark

Abendstimmung im Narew Nationalpark - unser Übernachtungsplatz ist ganz links neben der Sonne!
Abendstimmung im Narew Nationalpark - unser Übernachtungsplatz ist ganz links neben der Sonne!
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Biebrza Nationalpark - der Amazonas Polens

Mit dem Kajak durch den Biebrza Nationalpark, der Amazonas Polens und Europas
Mit dem Kajak durch den Biebrza Nationalpark
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Slowinski Nationalpark (Słowiński Park Narodowy)

Aussichtsplattform im Slowinski Nationalpark
Aussichtsplattform im Slowinski Nationalpark
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Im Einzelnen:

Rund um den Nationalpark Warthemündung

Rund um den Nationalpark Warthemünd mit dem Wohnmobil
Mit der Fähre über die Oder


Unsere Reise neigt sich dem Ende zu und so führt uns unser Weg auf der verbleibenden Strecke entlang der deutsch-polnischen Grenze. Nachdem wir auf dem Parkplatz eines Supermarkts etwa 30 km vor der Grenze von zwei zwielichtigen Gestalten etwas eigenartig „angemacht“ wurden, fühlen wir uns das erste Mal auf dieser Reise durch Polen etwas unsicher

 

Leider sind Stell- und Campingplätze auf polnischer Seite hier rar gesät. Da wir aufgrund unseres unguten Gefühls aber nicht frei stehen wollen, übernachten wir in den nächsten Tagen auf grenznahen Stellplätzen in Deutschland.

 

Trotzdem, der Nationalpark Warthemündung ist auf jeden Fall einen Stopp wert. Etwa 80 km östlich von Berlin an der Mündung der Warthe in die Oder gelegen liegt hier ein Paradies für Vögel. Hier wurden über 250 Vogelarten bestimmt, von denen 170 hier brüten. Die Warthe teilt den Nationalpark in zwei Hälften, ein südliches Überschwemmungsgebiet mit einem bis zu vier Meter schwankenden Wasserstand und ein eingedeichtes Gebiet im Norden. Am Rand des Nationalpark gibt es mehrere Beobachtungstürme.

 

Wer will kann unweit des Parks und direkt an der Grenzlinie die Überreste der Festung Küstrin aus dem 16. Jahrhundert besichtigen, die bis zum Ende des ersten Weltkriegs genutzt wurde. Nach einer erneuten kurzzeitigen Nutzung im zweiten Weltkriegs und im Anschluss weitgehenden Zerstörung, wird sie nun in Teilen restauriert. Die übrigen Bereich zerfallen und stellen ein bedeutendes Fledermaus-Quartier dar.

 

Aufgrund der großen Hitze beschränken wir uns auf ein reduziertes Programm, freuen uns aber trotzdem, dass wir in geringer Distanz Kraniche und Störche vor die Linse bekommen.

 

Unser Stellplatz:

  • Küstriner Vorstadt: Fischereihof Schneider, Campingwiese an der Räucherei mit Imbiss; sehr leckerer Räucherfisch, (Stellplatz 5€, VE, Strom, Sanitär gegen zusätzliche Gebühr) (N 52°35'01.7", O 14°36'43.5")

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Impressionen:


Hohe Tatra und Zakopane

Hohe Tatra Karpaten Nationalpark Polen mit dem Wohnmobil
Blick auf die Hohe Tatra


Die Hohe Tatra ist ein Teilgebirge der Tatra und der höchste Abschnitt der Karpaten. Nur ein Drittel liegt in Polen, der übrige Bereich gehört zur Slowakei.

 

Das Gebiet rund um die bei uns durch den Wintersport und vor allem Weltcup-Skisprungveranstaltungen bekannte Stadt Zakopane ist als Nationalpark geschützt und UNESCO-Biosphärenreservat. Hier im 19574 gegründeten Nationalpark Tatra (polnisch: Tatrzański Park Narodowy) liegt der mit 2.499 m höchste Berg Polens.

 

Wer nun, wie wir denkt, Zakopane wäre im Juni eine verschlafene Stadt, die sich wie viele andere Wintersportort von der letzten Saison erholt, der liegt falsch. Hier tobt ganzjährig der Bär. Zakopane ist für viele Polen immer einen Besuch wert. Und so wimmelt es rund um die Innenstadt und die Sprungschanzen nur von Besuchern. Zahlreiche Buden bieten Souvenirs und Verpflegung an. Uns wird der Trubel schnell zu viel und wir suchen uns einen Übernachtungsplatz etwas außerhalb des Zentrum. Das Wetter macht uns am nächsten Morgen leider einen Strich durch die Rechnung. Es ist bewölkt und so lohnt der eigentlich geplante Trip mit der Seilbahn in die Gipfelregion wegen mangelnder Sicht nicht.

 

Zakopane hat seine ganz eigene Architektur und wird von imposanten Holzhäusern geprägt, die im sogenannten Zakopen-Stil erbaut sind. Dieser hat sich zur Zeit des Jugendstil aus der Bauweise der hier ansässigen Goralen entwickelte und wird auch heute noch gepflegt. Da es aber aufgrund der Menge an Touristen nicht ganz einfach einen Parkplatz zu bekommen, begnügen wir uns mit einer kleinen Stadtrundfahrt. Ganz anders ist das im etwa  20 Kilometer von Zakopane entfernt liegende Örtchen Chochołów. Bei einem Spaziergang durch  kann man hier in aller Ruhe die wunderschönen Häuser bewundern und die traditionelle Bauweise kennenlernen.

 

Unser Stellplatz in Zakopane:

  • Campingplatz Harenda (N49°19'24.8", O 19°59'08.6")

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Der Białowieża Nationalpark – Urwald und wilde Tiere

Der Białowieża Nationalpark
Der Białowieża Nationalpark


Der Bialowieza Nationalpark (polnisch: Białowieski Park Narodowy) ist liegt im Grenzgebiet von Polen und Weissrussland beiderseits der Staatsgrenzen. Das Waldgebiet gilt als der letzte Tiefland-Urwald Europas. Leider hat. Der polnische Teil des als UNESCO-Weltnaturerbe und Biospharenreservat ausgewiesene Teil des Parks ist 200 Quadratkilometer groß. Leider weckt der reiche Baumbestand immer wieder Begehrlichkeiten. In den letzten Jahren kam es wiederholt von offizieller Seite zu Holzeinschlägen in großem Stil. Angeblich gegen den Befall durch den Borkenkäfer gerichtet, brachten sie die polnische Regierung nach einer Klage der EU-Kommision bis vor den Europäischen Gerichtshof.

 

Die meisten Besucher kommen in den Bialowieza Nationalpark , um den Wisent zu sehen, das größte frei lebende europäische Säugetier und Symbol des Park. Wir sind allerdings der Meinung, dass eigentlich ein viel kleineres Tier den Nationalparks repräsentieren sollte: der Moskito. Ob auf dem Campingplatz oder im Urwald des Nationalparks, das kleine, lästige Insekt ist allgegenwärtig und nur mit guten Schutzmaßnahmen abzuwehren.

 

Insektenspray und am Besten lange Kleidung sind insbesondere bei Wanderungen unumgänglich, so man nicht aufgefressen werden will.

 

Trotzdem, ein Besuch des uralten Waldes ist ein Muß. Ein Zugang in die Kernzone des Schutzgebiets ist allerdings nur mit Führer möglich. Hier gibt es neben Wisenten auch Elche, Wölfe und Rotwild

 

Da wir uns auch für die Vögel des Waldes interessieren, heißt es für uns besonders früh aufstehen. Kurz nach Sonnenaufgang, das heißt um 5 Uhr morgens geht es für uns los, den naturbelassenen Mischwald mit seinem Wechsel von Trocken- und Feuchtzonen zu erkunden.

 

Auch ein Besuch des Tierparks von Balowieza lohnt einen Besuch, kann man doch hier die Tiere vor die Linse bekommen, die sich im Wald sonst so gut vor dem Besucher verstecken.

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Unser Stellplatz in Bialowieza:

  • Campingplatz „U Micala“, (N 52°41'38", O 23°49'51")
Eine von Millionen Steckmücken im Urwald des Białowieża Nationalparks
Eine von Millionen Stechmücken im Urwald des Białowieża Nationalparks

Impressionen:


Narew Nationalpark - Polens jüngster Nationalpark

Abendstimmung im Narew Nationalpark - unser Übernachtungsplatz ist ganz links neben der Sonne!
Abendstimmung im Narew Nationalpark - unser Übernachtungsplatz ist ganz links neben der Sonne!


Nur knapp 70 Kilometer südlich von Biebrza sich unweit der 300.000 Einwohner Stadt Białystok liegt im Überflutungsgebiet des Flusses Narew der Narew Nationalpark (polnisch: Narwiański Park Narodowy). 1996 unter Schutz gestellt, war der Bestand des Sumpfgebiets in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts stark bedroht durch eine Kanalisation der Flussarme stark bedroht.

 

Die unglaubliche Weite der Flusslandschaft der heute weitgehend unregulierten Narew wird für den Besucher über Stege erschlossen. Sowohl der Steg am Informationszentrum in Kurowo, der auf nur etwa einem Kilometer durch verschiedene Vegetationszonen des Gebiets führt, wie auch der etwa 7 km lange Rundweg bei Waniewo lohnen einen Besuch. Der große Reichtum des Tals ist seine Vogelwelt; 230 Vogelarten wurden nachgewiesen, von denen 150 hier brüten. Wir sind vor allem von dem Gebiet um Waniewo begeistert und verbringen viel Zeit mit dem Beobachten und Fotografieren von diversen Seeschwalbenarten. Leider kommen uns weder Elch noch Biber vor die Linse, obwohl es von beiden hier kleine Bestände geben soll.

 

Auf dem Rückweg nach einem langen Tag zu unserem Wohnmobil "Paul" spricht uns aus einem vorbeifahrenden Auto ein Herr an und fragt auf Deutsch, ob es uns denn hier gefallen würde. Wir sind im ersten Moment etwas irritiert. Es stellt sich aber schnell heraus, dass es sich um den Bürgermeister der Gemeinde handelt, der sich über ausländische Gäste freut. Auf Nachfrage und nach einem einem gemeinsamen Bier im Kiosk am Parkeingang erlaubt er uns, auf dem öffentlichen Parkplatz am Steg, die Nacht zu verbringen.

 

Zwei Tage später besuchen wir Bürgermeister dr inż. Józef Zajkowski in seinem Büro in Sokoły, wo er uns mit Informationsmaterial versorgt und von seine Plänen erzählt, einen Wohnmobilstellplatz einrichten zu wollen. Hier besuchen wir auch die Kirche und den Wochenmarkt, auf dem es vom Sofa bis zum lebenden Huhn alles zu kaufen gibt. Uns genügen heute Brot und Gemüse.

 

Unser Stellplatz in Waniewo:

  • Parkplatz am Steg

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Impressionen aus dem Narew Nationalpark:


Biebrza Nationalpark - der Amazonas Polens

Mit dem Kajak durch den Biebrza Nationalpark, der Amazonas Polens und Europas
Mit dem Kajak durch den Biebrza Nationalpark


Im Nordosten Polens liegt der mit etwa 59 223 ha größte Nationalpark des Landes. Die Flüsse Biebrza und Narew bilden hier das größte Flusssystem Europas. Entlang der immer wechselnden Mäander der Biebrza erstrecken sich große Wiesen und Sumpfgebiete, die vor allem im Frühjahr immer wieder überflutet werden und die eine artenreiche Faune und reiche Vogelwelt beherbergen.

 

Dieser einzigartige Lebensraum ist seit 1993 als Nationalpark geschützt. Die unzugänglichen Sümpfe sind seit Jahrhunderten unberührt, trotzdem kann man sie vom Wasser aus mit dem Kajak erkunden. Entlang des Flusses gibt es Biwakplätze, an denen man sein Zelt aufbauen kann.


Jedenfalls dann, wenn man es sich angesichts der Millionen von Moskitos und der durch den Wald ziehenden Elche traut. Eintrittskarten zum Park gibt es an den Informationszentren, z.B. in der Nähe des auch für Wohnmobile geeigneten Campingplatzes in Osowiec-Twierdza (von der Straße 65 kommend ausgeschildert) .

 

Ein Highlight der Region ist ein Vorkommen des äußerst seltenen Seggenrohrsängers, einer weltweit vom Aussterben bedrohten Rohrsängerart. Als Langstreckenzieher überwintert der kleine Vogel in Westafrika. An seine Brutgebiete stellt er hohe Ansprüche. Zur erfolgreichen Aufzucht seiner Brut benötigt er insektenreiche Seggenrohrbestände, von denen es nur noch wenige Gebiete gibt. So findet sich sein Hauptvorkommen hier in Polen, in Weissrussland und der Ukraine. Im übrigen Europa gibt es nur noch kleine Inselvorkommen.

 

Wir haben unglaubliches Glück und dürfen den Seggenrohrsänger nicht nur hören, sondern auch sehen und fotografieren: ein echtes Highlight für jeden Vogelfreund und Naturfotografen.

 

 Unser Stellplatz in Osowiec:

  •  Pole-Biwakowe, sehr einfacher Campingplatz auf einer Wiese am Fluss
    (N 53'' 28' 58°, O 22°38' 37'')

Einige Impressionen:

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Slowinski Nationalpark (Słowiński Park Narodowy)

Aussichtsplattform im Slowinski Nationalpark
Aussichtsplattform im Slowinski Nationalpark


Karmingimpel
Karmingimpel

Unsere Tour führt uns nun entlang der Ostseeküste durch die Woiwodschaften (polnische Verwaltungsbezirke) Hinterpommern und Vorpommern. Die Küste ist hier sehr vom Tourismus geprägt; in den Badeorten wimmelt es von Lokalen, Souvenirläden und anderen Unterhaltungsmöglichkeiten. Im Moment hat die Saison aber noch nicht begonnen und so wird überall gebaut und gewerkelt. Viele Lokale und Einrichtungen sind noch nicht geöffnet. Im Juli und August macht hier aber halb Polen Urlaub.

 

Unsere Stellplatz in Rowy:

  • Camping „Wagabunda“, am Ortsrand, fußläufig zum Gardosee und zur Ostseeküste
    (N 54°39'55", O 17°03'26")

 

Unser Ziel ist der Slowinski Nationalpark (polnisch Słowiński Park Narodowy, der sich an der Küste von Rowy im Westen bis nach Łeba im Osten erstreckt. Mit seinen fast 19.000 ha gehört der 1967 gegründete Park zu den größten Parks Polens. Breite Strandabschnitte gehen hier über in küstennahe Wälder, in denen von einer Nehrung vom Meer getrennte Seen liegen. 1977 wurde der Park von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

 

In der Nähe von Łeba finden sich mit den bis zu 42m hohen Wanderdünen eine der größten Attraktionen des Parks. Der kleinen Ort Kluki beheimatet ein Freilichtmuseum, das einen Einblick in den Alltag des für den Park namensgebenden Volksstamm der „Slowinzen“ im 18. und 19. Jahrhundert gibt. Hier und auch an anderen Stellen im Park trifft man immer wieder auf Beobachtungstürme, die einen weiten Blick über die Landschaft ermöglichen. Wir haben das Glück schon unweit unseres ersten Übernachtungsplatzes in Rowy interessante Tierbeobachtungen machen zu können. Direkt neben dem Weg tollen junge Füchse herum. Ein Stück weiter singt ein Karmingimpel, der hier mit seinem typisch kurzem Gesang ab und zu zu hören ist.

 

 

 Unser Stellplatz in Łeba:

  • Camping „Marco Polo“, zentral im Ort (N 54°45'22", O 17°33'01")

 

 An einem Feldweg in der Nähe des Camping finden wir drei junge Füchse an ihrem Bau:

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Karmingimpel


interner Zähler: (15.05.2020)