Hirschbrunft


Wo kann ich sie beobachten:


Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook
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Hirschbrunft bei Starkshorn in der Lüneburger Heide

Hirsche im Nebel
Hirsche im Nebel
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Hirschbrunft in Blavand und Umgebung

Hirschrudel in der Heidelandschaft von Blavand
Hirschrudel in der Heidelandschaft von Blavand
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... und hier alle in voller Länge:


Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Hirschbrunft im Duvenstedter Brook

Der Duvenstedter Brook ist ein Waldgebiet am nördlichen Stadtrand von Hamburg und ist zur Zeit der Hirschbrunft Anlaufstelle vieler  Naturfreunde- und fotografen.



Von Mitte September bis Anfang Oktober wird es laut in Deutschlands Wäldern. Der Rothirsch, die größte freilebende bei uns heimische Wildart, ist in der Brunft. Auch wenn der Hirsch ursprünglich auf offenen Landschaften lebet, hat er sich heute in die Wälder zurückgezogen. Aber gerade zur Brunftzeit trifft man die sonst so scheuen Tiere auf Lichtungen an.

 

Eigentlich rechnet man nicht damit, am Stadtrand von Hamburg auf ein Highlight für Naturfotografen zu treffen. Zumindest zur Zeit der Hirschbrunft Mitte September bis in in den Oktober röhren im Naturschutzgebiet "Duvenstedter Brook" aber nicht nur die Hirsche, sondern es sind auch Dutzende von Fotografen unterwegs, die versuchen, die eindrucksvollen Tiere im Bild festzuhalten. Mit Glück sieht man neben Rotwild aber auch Damwild, Wildschwein, Singschwäne, Seeadler, Kraniche, den Uhu oder auch mal den Fuchs.

 

Infobox: Geologie

Das leicht hügelige Gelände des Duvenstedter Brook entstand in der letzten Eiszeit durch die sich zurückziehenden Gletscher. Im Laufe der Zeit bildeten sich in Senken Moore, die der Mensch trockenlegte, um Torf abzubauen und um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen.

 

Bereits im Jahr 1958 wurde hier ein Naturschutzgebiet eingerichtet und in Teilen renaturiert. Heute ist das Areal des Duvenstedter Brook etwa 785 Hektar groß ist und beherbergt mehr als 600 Pflanzarten und eine Vielzahl von Tieren. Über 100 Vogelarten brüten hier. Es ist kaum zu glauben, aber das alles gibt es innerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs.

 

Das Gebiet lässt sich am Besten vom nahegelegenen NABU-Zentrum aus erschließen. Hier gibt es auch einen kleine Parkplatz (siehe unten). Entlang des tief in den Wald führenden Weges (Duvenstedter Triftweg) findet man nach ca. 3 km mehrere Beobachtungsstände, an denen sich die Hirsche mit ihrem äsenden Rudel manchmal auch tagsüber sehen lassen. Das typische Brunftverhalten zeigen die Hirsche aber hauptsächlich in den Morgen- und Abendstunden.

 

Aber:

Oft kann man die Hirsche nur hören, aber nicht sehen. Wir waren schon öfter im Duvenstedter Brook und wissen: Es gibt gute Tage und es gibt Tage, an denen man keinen einzigen Hirsch vor die Linse bekommt.

 

Infobox: Richtiges Verhalten

Rotwild ist sehr scheu. Daher ist es wichtig, sich entsprechend zu verhalten. Leise sein, nicht laut sprechen, keine hektischen Bewegungen sind Grundvoraussetzung für den Beobachtungserfolg. Die an den einzelnen Beobachtungsständen angebrachten Schilder, Fahrräder draußen zu lassen, haben ihren Sinn! Übrigens wird das durch den Förster regelmäßig kontrolliert. Wer morgens oder abends unbedingt mit dem Fahrrad zu den Beobachtungsständen fahren möchte, sollte das Licht möglichst frühzeitig ausschalten. Oft reicht ein einziger Fahrradfahrer auf dem Weg aus, um die Herde zu erschrecken und zu vertreiben.

 

Achtung Hundehalter:
In das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook dürfen Hunde nicht mitgenommen werden - weder mit noch ohne Leine.

 

Unser Parkplatz (kein Stellplatz!) :

  • Hamburg/Duvenstedt: Parkplatz gegenüber dem NABU-Zentrum (N 53°42'52" E 10°08'24")

Beobachtungsstände z.B.

  • 53°43'18.1"N 10°10'15.1"E
  • 53°43'19.9"N 10°10'47.9"E

 

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Hirschbrunft bei Starkshorn in der Lüneburger Heide

Hirsche im Nebel
Hirsche im Nebel

Der kleine Weiler Starkshorn liegt unweit von Eschede in Niedersachsen. Normalerweise ist hier wenig los. Zur Brunftzeit der Rothirsche befindet sich hier am Rand der Südheide aber ein Hotspot der Rotwildbeobachtung.



Von Ende September bis Mitte Oktober wird es laut in Deutschlands Wäldern. Der Rothirsch, die größte freilebende bei uns heimische Wildart, ist in der Brunft. Auch wenn der Hirsch ursprünglich auf offenen Landschaften lebt, hat er sich heute in die Wälder zurückgezogen. Aber gerade zur Brunftzeit trifft man die sonst so scheuen Tiere auf Lichtungen an.

 

In den Wäldern der Lüneburger Heide gibt es noch große Wildbestände. Besonders die Region um Starkshorn unweit von Eschede ist bekannt für ihre guten Beobachtungsmöglichkeiten (beiderseits entlang der L281), aufgrund geringer Bejagung. Leider hat der Jagdpächter vor kurzem gewechselt und so ist nicht genau abzusehen, ob sich dies in Zukunft ändern wird.

 

Unser Stellplatz:

  • Eschede: kostenfreier Stellplatz mit VE, zweckmäßig (N 52° 44' 13', O 10° 14' 27'')

 

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Hirschbrunft in Blavand und Umgebung

Hirschrudel in der Heidelandschaft von Blavand
Hirschrudel in der Heidelandschaft von Blavand

Die Region um Blavand liegt nord-östlich von Esberg an der Nordseeküste Dänemarks. Neben ihrer langen Küstenlinie wird die Halbinsel geprägt von von Wiesen- und Weideflächen, Heide und Dünen.

 

Abseits des Tourismus an der Küste leben hier in der Abgeschiedenheit eines militärisches Übungsgebiet rund 1.200 Hirsche.



Foto durch das Spektiv: Hirschrudel
Foto durch das Spektiv: Hirschrudel

Ende August machen wir uns auf in die Gegend um Blåvand, um in der Region Hirsche bei der Brunft zu beobachten. Nördlich des Ortes Vejers liegt, mitten in einem aktiven militärischen Übungsgebiet ein großes Rotwildreservat. In derm von Wald, Heide und Dünen geprägten Gebiet sollen rund 1.200 Stück Rotwild leben.

 

Wenn gerade kein Manöver stattfindet, kann man das Areal mit dem Auto erkunden. Wir fahren Straßen und Wege ab, die z.T. mit Schranken versehen sind. Einer Infotafel am Straßenrand entnehmen wird, dass diese im Falle einer Übung geschlossen werden. Die "Schießzeiten" kann man dem folgenden Link entnehmen:  hier. Achtung: Es kann dann richtig laut werden, denn es kommen auch Flugzeuge und Panzer zum Einsatz.Leider begann auch bei unserem Besuch gleich am nächsten Morgen wieder eine Übung des Militärs.

 

Auf unserer nur kurzen Rundfahrt werden wir zwischen den Orten Grærup und Børsmose auf dem Kærgårdvej trotzdem fündig. Von einer kleinen Anhöhe mit Blick auf den See Langsø aus,  entdeckten wir mehrere Rothirsch-Rudel, die wir dem Spektiv trotz der großen Entfernung gut beobachten konnten. Stolz zeigten sich die Hirsche zwischen ihren Hirschkühen (in der Jägersprache "Kahle" genannt). Leider ist von dem beeindruckenden Balzritual der Hirsche an diesem Abend noch nichts zu sehen, da die Brunft (alternativ auch Brunst genannt) Ende August leider noch nicht voll im Gange ist. Wir werden wiederkommen.

 

Freistehen rund um Blåvand:

 

Schon kurz nach dem wir auf die Halbinsel einbiegen, teilt uns ein Schild unmissverständlich mit, dass in dieser Gegend das Freistehen verboten ist. So machten wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz und finden im Norden der Ho Bucht in Kjels einen schönen Ort zum Stehen. Der private Stellplatz liegt ruhig hinter einem Haus mit Cafe. Man steht auf einer großen Rasenfläche mit Blick auf das Wattenmeer, wo man Vögel und laut Auskunft des Stellplatzbetreibers bei Ebbe auch manchmal Robben beobachten kann.

 

Unser Stellplatz in Kjelst:

  • Bechs Gård: schöner Platz mit Meerblick, aber ohne Zugang zum Wasser. Offiziell ist Platz für 6 Wohnmobil Platz; tatsächlich passen aber deutlich mehr Fahrzeuge auf das Gelände. Bei Bedarf stehen Strom, Duschen und Toiletten zur Verfügung. Eine Entsorgung sucht man aber vergebens. Die Stellplatzgebühr muss in bar entrichtet werden. Es werden aber sowohl Euro als auch Dänische Kronen akzeptiert (2020: € 15,-- ohne Strom). (55°35'41.3"N 8°17'45.9"E)

Am nächsten Tag geht es für uns weiter in Richtung von Skallingen, der im Südwesten von Blavand gelegenen Halbinsel, die zum Nationalpark Wattenmeer gehört. Leider ist daher Hunden der Zugang untersagt. Laut Auskunft einer Stlelplatzbetreiberin ist das Mitführen von Hunden sogar im Auto verboten, so dass wir  uns uns daher auf die Erkundung der Dünen und Heideflächen vor der Einfahrt in den Nationalpark beschränken. Jetzt, im August, steht die Heide in voller Blüte und ist wunderschön anzusehen.

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Foto durch das Spektiv: Hirschrudel

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