Bienenfresser


Wo kann ich sie beobachten?

Hier findest Du Orte in Deutschland und Europa, an denen wir schon Bienenfresser beobachten konnten:


Bienenfresser kommen nach Deutschland zurück

Bienenfresser in Rheinland-Pfalz

Die Bienenfresser tragen ihren Namen zu recht, denn sie fressen am Liebsten Bienen, Hummeln und Wespen. Eigentlich ein Vogel der Tropen und Subtropen ist der Bienenfresser heute auch in Deutschland zuhause.



Bienenfresser sind ein bunter, amselgroßer Vogel, der durch seine bunten, kräftigen Farben jedem in Erinnerung bleiben, der ihn gesehen hat. Ursprünglich kommt er aus den Tropen und Subtropen, aber er kommt im Sommer immer wieder auch in unseren Breiten vor. Zur Zeit ist er wieder im Vormarsch. Vor allen am Kaiserstuhl im Süden Baden-Württembergs kommt er seit Jahren wieder als Brutvogel vor, aber auch nördlich von Deutschland gibt es heute schon Beobachtungen. Ende Mai kommt er aus seinen Überwinterungsgebieten südlich der Sahara im westlichen Afrika.

 

Optimale Brutbedingungen findet der in Kolonien brütende Vogel in steilen Abhängen aus Löß, Lehm und festem Sand. Hier baut er seine langen Brutröhren, die nach zwei Metern in einer Brutkammer enden. Innerhalb von 1-2 Wochen trägt das Brutpaar 5 bis 7 Kilo Erdreich aus der Höhle, bevor sie dann im Juni darin anfangen zu brüten. Ende Juni schlüpfen eine gute Hand voll Junge.

 

Als geschickter Jäger jagt der Bienenfresser Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und - wie der Name schon sagt - Bienen, Hummeln und Wespen. Von einer Warte aus beobachtet er die Insekten, die er dann im Flug jagt. Getötet wird die Beute dann wieder auf seiner Warte, indem er das Tier gegen den Ast schlägt.

 

Bereits im August macht sich der Vogel dann wieder auf den Weg in den Süden.

 

Der Bienenfresser steht auf der Roten Liste in Deutschland. Die meisten Brutpaare findet man am Kaiserstuhl, wo die Bruthöhlen inzwischen Touristenattraktionen sind. Ein zweites größeres Vorkommen findet man im Saaletal in Sachsen-Anhalt. Hier ist vor allem der Geiseltalsee zu erwähnen, an dem es auch Exkursionen zu den Brutstätten gibt (www.naturparadies-geiseltalsee.de). Ansonsten gibt es diverse kleinere Brutvorkommen in geeigneten Gebieten wie Abbruchkanten und Kiesgruben.

 

Nach einiger Internetrecherche haben wir eine Kolonie Bienenfresser im südlichen Rheinland-Pfalz gefunden, die Mitte Mai mit der Balz angefangen haben und begannen, ihre langen Höhle in eine sandige Steilwand zu bauen.

 

Wer die Koordinaten haben möchte, schreibt uns bitte hier an.

 

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Einige Impressionen:

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Naturparadies Po-Delta - der Norden

Gorino - ein blebter Fischereihafen mit Wohnmobilstellplatz
Gorino - ein blebter Fischereihafen mit Wohnmobilstellplatz
Naturparadies Po-Delta

In seinem Mündungsgebiet teilt sich der Fluss  Po  in mehrere Arme auf und so ist sein Delta ist von Labyrinth aus Wasserwegen durchzogen. Als Besonderheit der Gegend gelten die durch Boote  gestützten Brücken, für deren schwankende Qerung teilweise eine kleine Gebühr erhoben.

 Die  umliegenden Lagunen sind für ihre Muschelbänke bekannt. Vom Wohnmobilstellplatz von Gorino, der direkt am lebhaften Hafen des Ortes liegt, kann man den Fischern dabei zusehen, wie sie ihre Boote entladen.

 

Auf den umliegenden Feldern wird hauptsächlich Getreide und Reis angebaut. Immer wieder sieht man aber auch große Stallanlagen. Wir vermuten, dass es sich meist um Schweinställe handelt.

 

Neben modernen Traktoren ist immer wieder auch altes Gerät im Einsatz. Wenn auch oft nur noch als mobiler Antrieb für eine der Bewässerungspumpen.

 

Auch wenn die Landschaft oft unbelebt erscheint, lohnt es, ab und zu anzuhalten und genauer zu schauen. Über den Feldern drehen Greifvögel ihre Runden oder man kann die flinken Bienenfresser bei ihrer Jagd auf Insekten beobachten.

 

Da im Parco regionale del Delta del Po aber für Menschen das Jagen verboten ist, fühlen sich besonders Fasane hier wohl. Wir sind überzeugt, dass wir an einem einzigen Tag mehr Fasane gesehen haben, als in unserem bisherigen Leben.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • Gorino: kostenpflichtiger Stellplatz am Hafen mit VE (N 44°49'06", O 12°21'03")

Wenige Kilometer nördlich des am "Po de Levante" gelegenen Örtchens Porto de Levante liegt umgeben von Wasser und mitten im Nichts ein kleiner Parkplatz.

 

Selbst an einem Feiertag im Mai ist hier nicht wirklich viel los. Nur einige naturliebende Tagesausflügler und ebensolche Wohnmobilfahrer haben sich außer uns hierher verirrt. Und das ist auch gut so. Das ist Natur pur und es wäre schön, wenn das auch so bleiben würde.

 

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

  • nahe Porte de Levante: Parkplatz im Nichts, mit Mülleimer (N 45°01'37", O 12°22'02")

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Naturparadies Po-Delta

Schwarzkopfmöwe
Schwarzkopfmöwe

Über uns kreisen seltene Schwarzkopfmöwen. Von einem mit Spektiv bewaffneten Ornithologen aus Österreich erfahren wir, dass am gegenüberliegenden Ufer der nördlichen Lagune eine etwa 500 Tiere umfassende und damit eine durchaus signifikante Größe aufweisende Brutkolonie dieser Vögel zu finden ist.

der seltene Rotfußfalke
der seltene Rotfußfalke

Die Dachzelt-Fahrer aus Österreich raten uns, auch bei der Weiterfahrt die Augen offen zu halten und auf die im Mai hier als Durchzügler anzutreffenden Rotfußfalken zu achten. Wir haben Glück und bekommen diese in Europa seltenen Vögel tatsächlich noch einmal vor die Linse.

Naturparadies Po-Delta - der Süden

Reisfelder im Po-Dellta
Reisfelder im Po-Dellta

Vor etwa 500 Jahren begann der Mensch das unwirtliche Sumpfland im Mündungsgebiet des Po zu besiedeln ....

 

Eine großflächige Landwirtschaft wurde erst durch ein Trockenlegen der Sümpfe möglich. Pumpen, Dämme und Deiche haben den Fluss und sein Delta nachhaltig verändert. Trotzdem ist die Region heute ein wahres Paradies für Naturliebhaber, in dem viele Vögel überwintern und brüten;  viele Zugvögel machen hier Rast. Auch Säugetiere wie den Dünenhirsch kann man beobachten.

 

Die bei Besuchern so beliebten Rosa Flamingos  tauchten erst 1993 im Po-Delta auf. Heute versammeln sie sich in großer Zahl in den Lagunen.

 

In den letzten Jahren sind weitere neue Tierarten in das Delta eingewandert. Bienenfresser, Nutria oder auch der Sumpfkrebs erobern und verändern den Lebensraum entlang des Flusses.

 

Das Mündungsdelta des Po beherbergt auf über 54.000 Hektar ganz unterschiedliche Landschaftsformen wie Pinienwälder, Salzwiesen, Dünen und Küsten. Hier finden zahlreiche Vogelarten reichlich Nahrung und Unterschlupf. Vor allem zu Zugzeiten ist das Po-Delta ein Eldorado für Ornithologen.

 

In der Region gibt es viele Schutzgebiete, meist "Oasi" genannt, und einige interessante Lehrpfade. Manche sind allerdings nur zu speziellen Zeiten geöffnet. Im Museo delle Valli di Argenta (N 44°34'56", O 11°47'58") des Parco Regionale del Delta del Po südlich von Argenta bekommen wir auf Nachfrage eine gute Übersichtskarte und weitere Informationen.

 

Wir wollen das Naturschutzgebiet Oasi de Bando (N 44°39'20", O 11°55'35") in der Nähe

besuchen, müssen aber feststellen, dass es nur an Feiertagen und Wochenenden geöffnet hat. Auch dann scheinen die Öffnungszeiten auf der Tafel am Tor nicht zu stimmen. Wir können zwar vom Parkplatz aus in der Nähge jagende Rohrweihen  beobachten, der Beobachtungsturm bleibt uns aber verschlossen. Man sollte sollte sich wohl besser auf die Infos im Netz und in den Broschüre verlassen.

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Fotogalerie: Vögel im Naturparadies Po-Delta

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Neusiedler See

Ziehbrunnen am Neusiedler See
Ziehbrunnen am Neusiedler See

Bei Aggstein verlassen wir die Donau und fahren durch den Dunkelsteiner Wald in Richtung St. Pölten, der Landeshauptstadt von Niederösterreich. Wir haben kein Pickerl gekauft und sind somit bedacht darauf, die Autobahnen zu vermeiden. Unser Ziel ist der südöstlich von Wien gelegene Neusiedler See. Auf dem Weg dorthin umfahren wir Wien großzügig und kommen durch  den Wienerwald dem östlicheste Ausläufer der Alpen, der ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wiener und gleichzeitig aber auch in weiten Teilen als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen ist.

 

Nationalparks am Neusiedler See

 

Der Neusiedler See liegt an der Grenze von Österreich zu Ungarn und erstreckt sich, wie die ihn umgebenden Nationalparks über Gebiet beider Länder. Der größte abflusslose See Mitteleuropas ist einer der wenigen Steppenseen Europas und wird von einem breiten Schilfgürtel umgeben. Eingebettet in die kleine ungarische Tiefebene liegt er in einer außergewöhnlichen Landschaft geprägt von Puszta, einer baumarmen Steppe mit einer teilweise sonst eher im nahen Osten zu findenden Flora, Weinbau und so einzigartigen Lebensräumen wie den sogenannten Lacken. Diese kleinen Salzseen sind  teilweise periodisch , das heißt, sie trockenen bei geringer Niederschlagsmenge aus. Leider sehen wir  von dem Vogelreichtum nicht viel, für den dieses Gebiet eigentlich bekannt ist.

 

Die einzigartige Flora und Fauna des Sees wird auf österreichischer Seite durch den Nationalpark "Neusiedler See-Seewinkel" und in Ungarn durch den " Fertő-Hanság" Nationalpark geschützt.

 

Den Abend verbringen wir im Heurigen Fabian mit angeschlossenem Stellplatz. Das Lokal unterscheidet sich durch sein modernes Ambiente von anderen Heurigen. Uns haben es besonders die "Kostpakete" angetan, in denen jeweils vier unterschiedliche Rot- oder Weißweine in 1/8 l Gläsern zusammen mit etwas Brot und einigen kulinarischen Kleinigkeiten zur Verkostung  angeboten werden.

 

Unser Wohnmobil-Stellplatz:

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Weinprobe beim Heurigen Fabian
Weinprobe beim Heurigen Fabian

Der junge Winzer und Wirt Fabian Sloboda erklärt uns, dass sein innovatives Konzept gut mit den Bedürfnissen der Wohnmobilisten harmoniert. Viele der Wohnmobilfahrer seien echte Weinliebhaber, die meist nur durch Mundpropagande zu ihm gelangten.

 

Kulturlandschaft Fertő

 

Das Gebiet um den Neusiedler See beherbergt nicht nur zwei Nationalparks, sondern gehört darüber hinaus zum UNESCO Welterbe. Die Welterbe-Zone entspricht im wesentlichen den beiden Nationalparks inklusive deren Randzonen und schützt die Kulturlandschaft der Region als Begegnungsstätte unterschiedlicher Kulturen in den letzten 8000 Jahren und als Zeugnis dieses interkulturellen Entwicklungsprozesses.

 

Unsere Fahrt führt vorbei an ungarischen Graurindern, Büffeln und Schafen, die sich ihren Lebensraum mit Zieseln teilen. Diese Weideflächeflächen, die auch Hutweiden, von Hut wie Hüten, genannt werden, wechseln sich ab mit Weinbau und Gemüseanbauflächen, wobei wir im sehr empfehlenswerten Informationszentrum des Nationalparks Neusiedler See lesen, dass der Gemüseanbau einst von rumänischen Bauern hierher gebracht wurde.

 

Außerdem bietet die Region noch zwei besondere Raritäten für Ornithologen: Eine Steilwand in Seenähe beherbergt eine Brutkolonie von Bienenfressern. Die bunten Vögel halten sich hier allerdings nur von Mai bis August zur Aufzucht ihrer Jungen auf und sind jetzt schon wieder auf dem Weg in den Süden. Im Gebiet Hanság an der Grenze zu Ungarn leben Großtrappen. Diejenigen, die unseren Blog schon länger verfolgen, wissen was kommt: „Wir machen uns einmal mehr auf die Suche nach der Großtrappe“. Allerdings bleibt diese wieder einmal erfolglos. Bei einem Bestand von ca. 20 Tieren und einer Fluchtdistanz von 500 m ist das aber keine große Überraschung. Eine große Menge an Greifvögeln, die herrliche Landschaft und ein Skulpturenpark, der an die Vertreibung von 70.000 Menschen nach dem Ungarnaufstand im Jahr 1956 erinnert, entschädigt uns dafür.

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