blauer Moorfrosch in der Paarungszeit
Moorfrosch in der Paarungszeit

Moorfrosch


Der Moorfrosch (rana arvalis) ist eine unserer kleineren Froscharten. Um der Damenwelt zu imponieren, zeigen sich die Männchen zur Laichzeit für wenige Tage in einem intensiven Blau. Bei den Fröschen (und auch NUR bei denen) freuen sich die Weibchen, wenn die "Männer" mal wieder "blau" sind :-).


Wo kann man sie gut beobachten?


Naturparadies Kummerower See

frühmorgens am See ist die Welt noch in Ordnung
frühmorgens am See ist die Welt noch in Ordnung

Der Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen den Städten Malchin, Dargun und Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Nordwesten des Sees befindet sich in einem ehemaligen Polder das sehr sehenswerte Naturschutzgebiet Neukalener Moorwiesen.


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Mecklenburgische Seenplatte und Nationalpark Müritz

Kraniche vor Vollmond im herbstlichen Nationalpark Müritz
Kraniche vor Vollmond im herbstlichen Nationalpark Müritz

Der 1990 gegründete Nationalpark Müritz im Süden-Mecklenburg-Vorpommerns ist nach dem Nationalpark Wattenmeer der flächenmässig größte Nationalpark Deutschlands.


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Das Hohe Moor

Das Hohe Moor
Das Hohe Moor

Von hier lohnt sich ein Abstecher gen Osten. Auf halben Weg nach Stade liegt das Hohe Moor. Das etwa 5000 Jahre alte Hochmoor ist heute Natura-2000-Gebiet und Landschaftsschutzgebiet.

 

Vor rund 200 Jahren wurde das Moor entwässert und der Torf im Handstich abgebaut. Vom industrialisierten Torfabbau blieb das Moor allerdings verschont. Seit Anfang der 80-iger Jahre wurde begonnen, das Moor wieder zu vernässen und zu renaturieren

 

Zwei schöne Rundwanderwege, der eine und 7 km lang, der andere etwa 2,5 km lang, führen vorbei an alten Handtorfstichen, Entwässerungsgräben, Moorwäldern, Sümpfen, aufgestaute Renaturierungsflächen und zwei Moorseen. Der Zugang zur großen Runde ist an der B 74 zwischen Elm und Hagenah bei GPS 53.534753, 9.261897, die kleine Runde beginnt man am besten bei GPS 53.559260, 9.276183. Bei Nässe sollte man besser festes Schuhwerk oder Gummistiefel anziehen, Mücken, Bremsen und Zecken sind im Sommer Plagegeister in Mooren; denkt also bitte an entsprechenden Insektenschutz.

 

Wer Glück hat, kann Kraniche beobachten, die seit 2002 hier wieder brüten. Ihre trompetenden Rufe schallen vor allem im Frühjahr über das Moor. Auch die seltene Sumpfohreule zieht ihre Kreise und ist tagsüber bei der Jagd über die offenen Landschaften zu beobachten. Vorsicht ist auf den Wegen geboten, denn hier können Kreuzottern und Ringelnatter gerade ein Sonnenbad nehmen. Baumfalke, Kuckuck und viele Singvögel, aber auch moortypische Libellenarten sind hier zu finden.

 

Im Hohen Moor wachsen die grün-rötlich gefärbten Torfmoose und typische Hochmoorpflanzen wie Sonnentau und der aromatisch duftende Gagelstrauch, Wollgras und Moorbirke.

 

Im Frühjahr kann man hier ein besonderes Spektakel beobachten. Der auf Feucht- und Nasswiesen, Bruch- und Auenwälder vorkommende seltene und eher unscheinbare Moorfrosch überrascht während der Paarungszeit: Die Männchen werden blau.

 

Als wir da waren, hat es geregnet und den Fotoapparat haben wie lieber im Auto gelassen.

 

Wer einen schönen Stellplatz sucht, der wird in Hagenah fündig. Hier bietet ein Bauer einen sehr schönen Platz unter Storchennestern gegen eine Spende an (siehe Stellplatzliste)

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Das Hohe Moor